Waschmittel-Allergie: So erkennst du sie!

Bei einer Waschmittel-Allergie können verschiedene Beschwerden auftreten. Hier erfährst du alles zu den möglichen Symptomen, Ursachen und Behandlungswegen!

Was ist eine Waschmittel-Allergie?

Eine Waschmittel-Allergie ist eine sogenannte Kontaktallergie, die zu verschiedenen Symptomen wie Juckreiz oder Hautreizungen am ganzen Körper führen kann. Als auslösendes Allergen kommen unterschiedliche Stoffe im Waschmittel in Frage. Gegen die Beschwerden helfen verschiedene Medikamente, Betroffene sollten außerdem nur noch Waschmittel nutzen, die für Allergiker geeignet sind.

Das Allergen in Waschmaschinen: Woher kommt meine allergische Reaktion?

In Reinigungs- und Waschmitteln finden sich viele verschiedene chemische Zusammensetzungen aus unterschiedlichen Stoffen in unterschiedlicher Konzentration, die allergische Reaktionen auslösen können. Zu den häufigsten bekannten Allergenen zählen:

  • Enzyme: Diese Stoffe sorgen für eine höhere Waschkraft bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise für Schonwäsche von 30 bis 40 Grad.
  • Tenside: Die Aufgabe der Tenside im Waschmittel ist das Lösen von Fett. Allerdings können Rückstände des Stoffes auf der Kleidung haften bleiben und bei direktem Kontakt den Säureschutzmantel der Haut zerstören. Häufig ist trockene Haut die Folge – Menschen mit bereits bestehenden Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sind zudem stark allergiegefährdet.
  • Parfums und Duftstoffe: Sie sorgen für den angenehmen Duft der Kleidung nach dem Waschen – aber viele Menschen reagieren sensibel darauf. Um Allergie-Symptome zu vermeiden, sollten die Duftstoffe vollständig gemieden werden. Das betrifft dann nicht nur Waschmittel, sondern auch Pflegeprodukte wie Cremes oder Kosmetik.

Weitere sogenannte allergieauslösende Kontaktstoffe sind Weichmacher, optische Aufheller, Phosphate, Seifenbestandteile, Kolophonium und Farbstoffe.

Welche Symptome hat eine Waschmittel-Allergie?

Die Waschmittel-Allergie ist eine Kontaktallergie des Typs IV. Das bedeutet, dass die allergischen Reaktionen zeitverzögert auftreten – bei Waschmitteln meist erst nach etwa 12 Stunden. Deshalb werden die Beschwerden anfangs auch in vielen Fällen gar nicht auf eine Waschmittel-Allergie zurückgeführt. Allergiker können an folgenden Symptomen leiden, die teilweise denen einer Erkältung ähneln:

  • Juckreiz
  • Hautausschlag am ganzen Körper
  • Trockene, entzündete Hautstellen
  • Tränende Augen bis hin zu Bindehautentzündungen
  • Brennender oder stechender Schmerz an der Kontaktstelle
  • Anschwellen der Schleimhäute
  • Atemnot (in schweren Fällen)

Zu Beginn der Allergie sind die Symptome meist nur schwach ausgeprägt. Kommt es aber immer wieder zum Kontakt mit dem jeweiligen Allergen, können sie sich verstärken und im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Deshalb sollte schon bei einem ersten Verdacht durch einen Pricktest der Allergie-Auslöser gesucht werden. Bei starken Hautreaktionen kann der auslösende Stoff zumeist auch durch einen sogenannten Epikutantest ermittelt werden.

Behandlung: Was hilft gegen Beschwerden bei Allergien?

Bei bereits bestehenden Symptomen helfen Medikamente wie Antihistaminika oder kortisonhaltige Salben. Allergiker sollten Waschpulver vermeiden, in dem das auslösende Allergen enthalten sein könnte. Dafür gibt es spezielle Waschmittel für Allergiker. Auch bei Weichspülern sollte man genau auf die Inhaltsstoffe achten und gegebenenfalls lieber auf die Mittel verzichten.

Viele Betroffene schwören auch auf die Waschnuss: Für saubere Wäsche werden fünf bis acht halbe Schalen Waschnüsse in ein verschließbares Baumwollsäckchen gelegt und direkt in die Waschtrommel gelegt.

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