Zucker-Allergie: Gibt es das wirklich?

Für Naschkatzen ist die Vorstellung grauenvoll: Zucker-Verzicht, weil der Konsum allergische Reaktionen auslöst. Aber gibt es die Zucker-Allergie wirklich?

Stell dir vor, du lässt dir ein wunderbar süßes Stück Schokolade auf der Zunge zergehen – und im nächsten Moment bekommst du Ausschlag und Juckreiz. Das kann tatsächlich passieren, denn eine "Zucker-Allergie" gibt es wirklich. Wenn auch zum Glück für alle Naschkatzen nur sehr selten!

Kurze Höhenflüge

Vielleicht bist du auch schon mal in ein extremes Leistungstief gefallen, nachdem dein Energielevel durch einen Schokoriegel oder ein paar Gummibärchen durch die Decke geschossen ist? Schuld ist der Zucker: Er treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe, was uns kurzzeitig Power gibt – aber diese sackt dann umso schneller wieder ab. Und wir sitzen da und starren mit leerem Blick auf den Bildschirm, völlig unfähig, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren.

Diese Reaktion ist ganz natürlich und hat zum Glück nichts mit einer Zucker-Allergie zu tun. Viele Menschen reagieren einfach etwas sensibel auf Zucker. Kritisch wird es, wenn wir merken, dass der Zuckerkonsum körperliche Beschwerden bei uns auslöst. Wobei man auch hier zwischen einer Zucker-Intoleranz und einer echten Allergie unterscheiden muss – Letztere kann im schlimmsten Fall nämlich lebensbedrohlich werden.

Welche Beschwerden treten bei einer Zucker-Allergie auf?

Bei einer Zucker-Intoleranz sind die Symptome in erster Linie eher lästig: Es kann zum Beispiel zu Übelkeit und Blähungen kommen. Liegt eine Allergie vor, treten dagegen sofort nach dem Konsum körperliche Beschwerden auf. Dazu zählen beispielsweise:

  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Hautausschlag
  • Juckreiz

Bekommst du Atemnot oder fühlt sich dein Hals eingeschnürt an, sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Denn diese Symptome deuten auf einen anaphylaktischen Schock hin, der unbehandelt zu Ohnmacht und schlimmstenfalls zum Tode führen kann. 

Symptome? Ab zum Arzt!

Zum Glück ist eine richtige Zucker-Allergie aber wie schon gesagt wirklich sehr selten. Unverträglichkeiten gibt es dagegen häufiger – denn auch Laktoseintoleranz wird als Zucker-Intoleranz gewertet. Wenn du das Gefühl hast, dass du allergisch auf zuckerhaltige Lebensmittel reagierst, solltest du auf jeden Fall mit deinem Arzt sprechen. 

Dazu führst du am besten ein Ernährungstagebuch, in dem du festhältst, was du gegessen hast und ob dadurch Beschwerden auftraten. Aufpassen sollten auch Patienten mit Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa: Betroffene haben in der Regel ein höheres Risiko für eine Zucker-Intoleranz.

Übrigens: Wenn du zuckerfrei leben willst, verraten wir dir hier, wie das geht.

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