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Borreliose-Symptome: Daran erkennst du sie

Borreliose-Symptome: Zecke an einer Glasflasche
© KPixMining / Shutterstock
Die Borreliose-Symptome sind je nach Krankheitsphase verschieden. Hier erfährst du, auf welche Anzeichen du genau achten und was du noch wissen solltest.

Borreliose-Symptome: Das Wichtigste in Kürze

In der Theorie wird eine Infektion mit Borreliose ("Lyme-Borreliose") in drei verschiede Krankheitsstadien eingeteilt, in denen jeweils verschiedene Borreliose-Symptome auftreten können. Einige Experten beurteilen diese Phasen aber als zu starr: Sie sprechen eher von sogenannten Frühmanifestationen (z. B. Wanderröte) und Spätmanifestationen (z. B. Gelenkentzündungen), da die Erkrankung nicht bei allen Patienten gleich verläuft. Generell können die Krankheitssymptome der Borreliose recht unspezifisch und daher schwer zu erkennen sein.

Borreliose durch Zecken: Wie erkrankt man?

Die sogenannten Borrelien-Erreger können bei einem Zeckenstich übertragen werden (erfahre hier, wie du einen Zeckenbiss erkennen und eine Zecke entfernen kannst!). Sie breiten sich über das Blut allmählich über den ganzen Körper aus – das ist auch der Grund, weshalb die Borreliose-Symptome erst nach und nach auftreten und sich mit der Zeit verschlimmern.

Borreliose-Symptome: Die häufigsten Symptome im ersten Stadium

In rund 89 Prozent aller Fälle entsteht nach einem Zeckenstich und der Infektion mit einer Lyme-Borreliose innerhalb von Tagen bis Wochen die sogenannte Wanderröte ("Erythema chronicum migrans" oder "Erythema migrans"). Sie breitet sich in der Regel ringförmig um die Einstichstelle aus – bei manchen Betroffenen verläuft sie aber auch atypisch (z. B. wandert sie nicht oder ist unregelmäßig fleckig). Zusätzlich können folgende eher unspezifische Beschwerden bei Borreliose entstehen:

Borreliose oder Sommergrippe?

Da Zecken eher in der warmen Jahreszeit auftreten, werden die Borreliose-Symptome anfänglich oft für eine Sommergrippe gehalten. Deshalb sollte die Haut rund um die Einstichstelle nach einem Zeckenbiss genau beobachtet und geprüft werden, ob die Wanderröte auftritt.

Borreliose-Symptome im zweiten Stadium

Es kann Monate dauern, bis die Borrelien die Organe erreichen oder das Nervensystem befallen. Bei dieser sogenannten Neuroborreliose können folgende Beschwerden auftreten:

  • Lähmungserscheinungen
  • Nervenschmerzen
  • Empfindungsstörungen oder Gefühlsverlust in bestimmten Hautbereichen

Wird durch den Befall der Nerven auch das Gehirn getroffen, kann es durch Borreliose zu einer Hirnhautentzündung ("Meningitis") kommen. Diese trifft vor allem Kinder häufig. In selteneren Fällen können Borrelien auch das Herz befallen und dort eine Herzmuskel- oder eine Herzbeutelentzündung auslösen. Manche Betroffene leiden auch unter Borreliose-Symptomen auf der Haut: Kleine rotblaue Knötchen können entstehen, vor allem an den Ohrläppchen, den Brustwarzen und am Hodensack.

Borreliose-Symptome in Stadium drei

Es kann von der Infektion ausgehend Monate bis Jahre dauern, ehe sich die Beschwerden des dritten Stadiums bei Borreliose bemerkbar machen.  Folgende Symptome treten auf:

  • Gelenkentzündung ("Lyme-Arthritis"):  Dabei handelt es sich um eine chronische oder schubweise verlaufende Entzündung der Gelenke, die durch Borreliose auftritt und die oft mit Schwellungen und Schmerzen einhergeht. Die Entzündung kann dabei ein Gelenk nach dem anderen betreffen.
  • Hautentzündung: Eine Hautentzündung tritt eher selten auf, betrifft wenn dann aber vor allem ältere Frauen. Die Haut verfärbt sich dabei besonders an den Armen, Beinen, Fingern und Zehen dunkelrot und schwillt entzündet an. Im Krankheitsverlauf werden die betroffenen Stellen sehr empfindlich und dünn.
  • Chronische Entzündung des Gehirns und Rückenmarks durch Borreliose: Die Entzündungen treten ebenfalls nur selten auf, können dann aber für Lähmungserscheinungen, Koordinations- und Gangstörungen sowie für Sprach- und Hörstörungen sorgen.
  • Epilepsie: Auch die Epilepsie ist eher selten. Sie löst Beschwerden wie Bewusstseins- und Konzentrationsstörungen sowie Halluzinationen aus.

Borreliose erkennen und zügig behandeln!

Generell gilt: Je eher Borreliose als Diagnose gestellt und je eher mit der Therapie begonnen wird, desto eher lassen sich schwere Folgeerkrankungen verhindern.

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