Die besten Tipps gegen Süßhunger

Ständig überfällt Sie dieses Verlangen nach Schokoriegeln, Gummibärchen oder Käsekuchen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihrem Süßhunger Saures geben.

Sprich mit dir!

Da ist er, der Jieper auf Schokolade. Jetzt erst mal Tacheles reden mit sich selbst: Brauche ich den Schokoriegel wirklich? Ich bin doch gar nicht hungrig, sondern angespannt und gestresst... Fragen Sie sich, was Ihnen jetzt gut tun würde: Kino? Badewanne? Solche Selbstgespräche aus der kognitiven Verhaltenstherapie sind unaufwändig, aber effektiv, sagt der Fuldaer Ernährungspsychologe Christoph Klotter, vor allem, wenn Sie sich dann auch wirklich mit einem schönen Film oder duftenden Bad belohnen.

Sauerstoff tanken

Bevor Sie hektisch nach dem nächsten Zucker-Kick suchen, ganz bewusst ein- und ausatmen. Die Tiefenatmung Prana schleust viel Sauerstoff in den Körper und beruhigt die Nerven, weiß der Ayurveda-Arzt Dietrich Wachsmuth. So ist jederzeit schnelle Entspannung möglich. Tief in den Bauch einatmen, bis sich die Bauchdecke hebt, kräftig ausatmen, Pause und wiederholen, bis der Anfall vorüber ist. Zur Vorbeugung: zweimal täglich 15 bis 20 Minuten.

Schwarzweiß gucken

Haben Sie bei Essfotos in Schwarzweiß schon mal Appetit bekommen? Eben. Nur Farbfotos sprechen den Teil im Gehirn an, in dem die Gier entsteht, sagt die Hamburger Diplom-Psychologin Cora Besser-Siegmund. Schwarzweiß-Fotos machen keinen Appetit. Legen Sie deshalb eine Schwarzweiß-Kopie von Ihrem Lieblingssnack in eine Schublade. Bei Heißhunger Schublade auf. Damit tricksen Sie Ihre Lust auf den Snack aus, Ihr Verstand behält die Oberhand.

Malstifte raus!

Mit Blau und Grün gegen Süßhunger. Empfiehlt der Celler Farbpsychologe Dr. Georg Franzen. Denn hinter dem Appetit auf Süßes stehe ein innerer Erregungszustand, und der Blick auf Blau oder Grün beruhigt, wirkt ausgleichend. Blau ist geradezu ideal, weil es kaum blaue Lebensmittel gibt, wir mit dieser Farbe nichts Leckeres verbinden. Malen Sie blaue Kreise oder Mandalas in beiden Farben. Das Malen von Kreisen und anderen runden Formen löst die Anspannung, die hinter der Fress-Attacke steckt, meint Franzen.

Zhong Wan drücken

Fressanfälle beruhen nach fernöstlichem Verständnis auf einer Fehlfunktion des Magens: Er meldet sich dann auch ohne Hunger, möchte eine Belohnung. Bringen Sie ihn wieder ins Lot mit Akupressur. Locker hinsetzen, leicht nach vorn beugen, ausatmen und den Punkt genau in der Mitte zwischen Brustbein-Ende und Bauchnabel mittelfest drücken, etwa eine halbe Minute. Ein Tipp der Hamburger Shiatsu-Lehrerin Gabriele Kaechele.

Plan B

Hat alles nichts genützt? Dann folgt Plan B: begrenzt nachgeben. Ein Glas Light-Cola oder -Limo trinken, empfiehlt der Münchner Ernährungsmediziner Volker Schusdziarra. Ist schön süß und hat null Kalorien. Oder ein Stückchen Schokolade essen und vor dem nächsten drei Minuten warten. Meist braucht man es dann gar nicht mehr, sagen US-Forscher. Manchmal reicht auch schon Kaugummi kauen.

Text: Susanne Gerlach Foto: Getty Images

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