Camu-Camu: Das neue Superfood zum Abnehmen?

Camu-Camu: Kann die Frucht das Abnehmen revolutionieren? Eine erste Studie deutet jedenfalls daraufhin. Wir verraten, was das neue Superfood so besonders macht.

Es klingt wie ein Traum: Wir könnten so viele zucker- und fetthaltige Speisen essen, wie wir wollen, ohne groß zuzunehmen. Und das alles dank einer kleinen, unscheinbaren Frucht! Ihr Name: Camu-Camu (Myrciaria dubia) 

Amazonasfrucht im Fokus der Wissenschaft 

Die Camu-Camu rückt als Superfood gerade in den Fokus der Wissenschaft, wenn es um neue Wege geht, das Abnehmen zu erleichtern. Hierzulande bisher kaum bekannt, steht die säuerlich schmeckende Frucht in ihrer Heimat, der Amazonasregion in Brasilien und Peru, ziemlich häufig auf dem Speiseplan. 

Mit Camu-Camu gegen das Übergewicht 

Dass die Forschung nun auf Myrciaria aufmerksam geworden ist, liegt daran, dass diese voll mit sogenannten Polyphenolen ist. Diese Pflanzenstoffe sorgen in einer Frucht unter anderem für Geschmack und Farbe. Studien zeigen, dass sie beim Menschen außerdem eine Gewichtszunahme vermeiden und das Risiko für Diabetes senken können.

Um den Effekt der Camu-Camu zu prüfen, führten kanadische Forscher daher nun einen ersten Test an Mäusen durch. Sie teilten die Tiere dafür in zwei Gruppen. Alle Tiere bekamen über acht Wochen hinweg als Ernährung Futter mit einem erhöhten Zucker- und Fettanteil, eine Gruppe bekam zusätzlich täglich etwas Extrakt der Camu-Camu als Nahrungsergänzung zu fressen. Das Fazit: Die Mäuse, die den Extrakt bekamen, hatten 50 Prozent weniger zugenommen als die Tiere in der anderen Gruppe. 

Schützt die Frucht auch vor Diabetes? 

Das ist aber noch nicht alles, was Myrciaria dubia kann: Die Forscher untersuchten auch die Insulinsensitivität der Mäuse. Diese gibt an, wie stark der Körper auf Insulin reagiert. Dabei gilt: Je kleiner der Wert, desto höher das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die Mäuse, die Camu-Camu bekommen hatten, hatten eine verbesserte Insulinsensitivität. Außerdem waren ihre Entzündungswerte gesunken. 

Last, but not least: Bei einer Untersuchung der Darmflora der Mäuse zeigte sich, dass die Einnahme von Camu-Camu die Zusammensetzung der Bakterien im Darm verändert hatte. Das Bakterium namens Akkermansia muciniphila hatte sich deutlich vermehrt. Das könnte darauf hindeuten, dass Myrciaria auch beim Reizdarmsyndrom helfen könnte. Denn bereits durchgeführte Studien zeigen, dass ein niedriges Level dieses Bakteriums mit dem Auftreten der Erkrankung in Verbindung steht. 

Übrigens ist das neueste der Superfoods auch eine richtige Vitamin-Bombe: Mit rund 3.000 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm boostet die Frucht unser Immunsystem besser als alle anderen Früchte. 

Her damit! 

Natürlich müssen diese Testergebnisse noch durch Versuche mit Menschen bestätigt werden. Aber sie geben Hoffnung, dass wir bald ein wirksames Mittel im Kampf gegen Übergewicht und Adipositas haben. Und dafür müssen wir nicht einmal in der Amazonasregion leben – denn Camu-Camu ist bereits in Form von Kapseln oder Pulver wie ein Nahrungsergänzungsmittel verfügbar. Die benötigte Tagesdosis in Pulverform liegt laut Experten bei ein- bis eineinhalb Teelöffeln.

Und in diesem Artikel verraten wir noch, wie Abnehmen am Bauch funktioniert.

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