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Mittagstief 7 tolle Tipps gegen die Müdigkeit

Mittagsschlaf im Büro
© Shutterstock/Stock-Asso
Nach dem Mittagessen leiden viele Menschen am Mittagstief – sie sind müde und unkonzentriert. Doch wie entsteht steht das Phänomen? Und was hilft dagegen?

Was ist das Mittagstief?

Die meisten Menschen kennen es: Eben hat man noch sein Mittagessen genossen, dann sitzt man wieder bei der Arbeit und leidet plötzlich unter starker Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Zum Glück helfen verschiedene Tipps dabei, dieses klassische Mittagstief, das in der Fachsprache auch als postprandiale Somnolenz bekannt ist, zu überwinden.

Wie entsteht das Mittagstief?

Das Mittagstief hat zwei wesentliche Ursachen – die innere Uhr und den Verdauungsvorgang:

Die innere Uhr

Die innere Uhr des Menschen koordiniert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Untersuchungen belegen, dass das Mittagstief wesentlich durch die Chronobiologie zustande kommt und dadurch sowohl unsere körperliche Kraft als auch unsere Konzentrationsfähigkeit nachlassen. Man kann also von einem natürlichen Leistungsabfall nach dem Mittagessen sprechen. Aus dem gleichen Grund verspüren viele Menschen nach der Mittagspause Müdigkeit und den Drang nach einem Nickerchen.

Die Verdauung

Auch, wenn wir es in den meisten Fällen kaum merken: Die Verdauung benötigt viel Energie und erfordert harte Arbeit vom Magen-Darm-Trakt. Die aufgenommene Nahrung muss von der Speiseröhre in den Magen befördert und verarbeitet werden. Damit die Nährstoffe aus der Nahrung herausgelöst und abtransportiert werden können, fließt jede Menge sauerstoffreiches Blut in den Magen und den Darm. Das bedeutet aber auch, dass dem Gehirn zu dieser Zeit weniger Blut zu Verfügung steht – wir werden träge, das Mittagstief setzt ein. Dabei gilt: Je schwerer und größer die Mahlzeit ist, die wir essen, desto mehr Stunden dauert die Verdauung.

Was kann man gegen ein Mittagstief machen? 7 tolle Tipps

Zwar kann man den generellen Leistungsabfall nach dem Mittag aufgrund der inneren Uhr nicht verhindern. Aber einige Tipps können dabei helfen, das Gehirn auszutricksen und das Mittagstief zu überwinden. Dazu zählen:

1. Bewegung

Wenn wir so richtig pappsatt sind, ist der Drang, sich hinzulegen und zu schlafen, groß. Und grundsätzlich ist ein Nickerchen nach der Mittagspause auch nicht verkehrt. Aber: Direkt nach dem Essen sollten wir zuerst einmal draußen einen kleinen Spaziergang machen. Dieser hat sogar gleich zwei Vorteile: Zum einen regt er die Verdauung an, zum anderen braucht unser Gehirn jetzt frische Luft, um die Müdigkeit und damit das Mittagstief vertreiben zu können.

2. Mittagsschlaf

Du hast eine entspannte Runde um den Block gedreht? Prima – dann kannst du deinen Körper bei der Überwindung des Mittagstiefs jetzt noch durch ein zusätzliches Nickerchen – neuerdings auch als Powernap bekannt – unterstützen. Verschiedene Studien belegen, dass zwei bis drei kurze Nickerchen pro Woche gut für die Gesundheit sind und beispielsweise Krankheiten wie einem Herzinfarkt vorbeugen können. Wichtig: Der Mittagsschlaf sollte nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern, sonst besteht das Risiko, in die Tiefschlafphase zu fallen. Und aus dieser wachen wir eher gerädert und im Zweifel sogar noch müder wieder auf.

3. Trinken

Eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt die Leistungsfähigkeit. Aber lieber keinen Kaffee – denn der beliebte Muntermacher vertreibt die Müdigkeit des Mittagstiefs leider nur für kurze Zeit. Sobald die aufputschende Wirkung des Koffeins verflogen ist, fühlst du dich noch kaputter. Also: Besser zu Wasser oder ungesüßten Tees greifen. Wasser weckt den Geist und besänftigt zudem den Heißhunger zwischendurch.

4. Leichte Mahlzeiten

Es müssen nicht immer Schnitzel, Pommes oder Currywurst sein. Statt sich mit fettigen Speisen den Bauch vollzuschlagen, sollten Berufstätige besser auf leichtes Essen setzen. Denn: Fettige Speisen sind sehr tryptophan-haltig und haben einen einschläfernden Effekt. Salate, Gemüse-Gerichte oder mageres Fleisch liegen nicht wie ein Stein im Magen – und sind leicht verdaulich. Zusätzlich sollte die Mahlzeit nicht zu groß sein. Dem Mittagstief kann man so leichter vorbeugen.

5. Gut durchlüften

Damit Körper und Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgt sind und wir entspannt arbeiten können, benötigen wir auch ein gutes Raumklima. Deshalb sollten wir, sobald wir wieder an die Arbeit gehen, stoßlüften. Dazu das Fenster möglichst für etwa fünf Minuten einmal ganz öffnen. So kann die stickige Luft im Zimmer mit der frischen Luft von draußen ausgetauscht werden und das Mittagstief hat keine Chance!

6. Gehirnjogging

Um unsere Leistung wieder anzukurbeln und das Gehirn in den Arbeitsmodus zu versetzen, können wir am Ende der Pausenzeit auch noch etwas Gehirnjogging betreiben. Dazu eignen sich Beispielsweise klassische Kreuzworträtsel oder Wortspiel-Apps auf dem Handy.

7. Tanzen

Auch unser Kreislauf kann durch das Mittagstief absacken. Um ihn wieder in Schwung zu bringen, hilft Tanzen: Einfach passende Musik anstellen, Arme und Beine ausschütteln sowie Schultern und Hüften kreisen lassen. Schon nach ein paar Minuten wirst du dich wacher und fitter fühlen.

Tipp: Auch Yoga kann gegen das Mittagstief helfen. Probiere es doch beispielsweise mal mit Hatha Yoga oder Bikram Yoga. Du bist trotzdem ständig müde? Was dagegen hilft, erklären wir hier. Wieso der Geruchssinn so wichtig ist, erfährst du hier.

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