Eitrige Mandeln: So wirst du sie wieder los!

Eitrige Mandeln stehen häufig für eine Mandelentzündung und sorgen für lästige Beschwerden wie Fieber und Halsschmerzen. Mit diesen Tipps bist du schnell wieder gesund!

Da glaubt man gerade, man hat die Erkältung überstanden – plötzlich gehen die lästigen Symptome wie Halsschmerzen wieder von vorne los. Eitrige Mandeln treten ausgerechnet dann häufig auf, wenn eine Erkältung gerade wieder abklingt. 

Wie entstehen eitrige Mandeln? 

Infekte der oberen Atemwege werden häufig von Viren ausgelöst. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, um die Erreger schnell wieder loszuwerden. Manchmal erweisen sich die Viren aber als derart zäh, dass der Kampf gegen sie unseren Körper zusätzlich schwächt. Und jetzt haben Bakterien (vor allem Streptokokken und Pneumokokken) leichtes Spiel: Sie setzen sich auf den Mandeln fest – aus dem anfänglichen Virus-Infekt wird eine sogenannte bakterielle Superinfektion. Diese sorgt dann für besagte eitrige Mandeln, auch als Mandelentzündung, Tonsillitis oder Angina tonsillaris bekannt. 

Woran erkenne ich eitrige Mandeln? 

Eitrige Mandeln lassen sich anhand der kleinen weißen Punkte identifizieren.

In der Regel sind mit einer Mandelentzündung die Gaumenmandeln gemeint, die beidseitig im Rachen liegen und zum Abwehrsystem unseres Körpers gehören. Bei einer Infektion sind sie oft stark angeschwollen und rot gefärbt. Zusätzlich erkennt man weiße Pünktchen oder Flecken – dabei handelt es sich um den Eiter. Dieser besteht aus abgestorbenen weißen Blutkörperchen, deren Aufgabe der Kampf gegen Erreger ist. 

Welche Symptome hat eine Mandelentzündung? 

Die Symptome einer Mandelentzündung ähneln denen einer Erkältung. Typische Anzeichen sind: 

  • Halsschmerzen 
  • Schluckbeschwerden 
  • Fieber 
  • Kopfschmerzen 
  • Körperliche Schwäche 
  • Starkes generelles Krankheitsgefühl 

So wird eine Mandelentzündung (Tonsillitis) behandelt 

Leidest du öfter an einer Angina tonsillaris, wird der Arzt vermutlich ein Antibiotikum verschreiben. Die Heilung kann dadurch beschleunigt werden, aber nicht immer lässt sich so verhindern, dass die Beschwerden schlimmer werden. Rechtzeitig eingenommen sorgt Antibiotika aber immerhin dafür, dass sich die Bakterien nicht weiter im Körper ausbreiten und zum Beispiel das Herz oder die Nieren befallen und dort ebenfalls eine Entzündung auslösen. 

Sanfte Hausmittel gegen eitrige Mandeln 

Abgesehen von Antibiotika tragen vor allem Hausmittel dabei, die Beschwerden, die eitrige Mandeln auslösen, zu mindern. Diese Mittel helfen dabei, eine akute Mandelentzündung gut zu überstehen: 

  • Gurgeln mit Salzwasser oder lauwarmen Salbeitee 
  • Tee mit Honig – Honig hat antibakterielle Eigenschaften 
  • Lutschtabletten gegen Schluckbeschwerden – Eis und kalte Getränke haben aber einen ähnlichen Effekt 
  • Wadenwickel (zum Beispiel mit Quark), sie senken das Fieber 
  • Den Hals warmhalten, zum Beispiel mit einem Schal oder Tuch 
  • Mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken 

Übrigens helfen diese Hausmittel gegen Erkältung ebenso gut!

Wann müssen die Gaumenmandeln raus? 

Bei einer chronischen Mandelentzündung, die mindestens dreimal im Jahr auftritt, wird der Arzt möglicherweise eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) vorschlagen. Dabei werden die Mandeln durch eine Operation komplett entfernt, sodass es nicht mehr zu Mandelentzündungen kommen kann. Allerdings weist eine große Studie daraufhin, dass eine Mandel-OP nicht in allen Fällen sinnvoll ist. Hier gilt es, sich gut mit dem Arzt zu beraten!

Übrigens: Eine Mandelentzündung tritt häufiger zusammen mit dem sogenannten Pfeifferschen Drüsenfieber auf. Dieses sollte unbedingt in Absprache mit dem Arzt behandelt werden, besonders wenn es um die Einnahme von Schmerzmitteln geht. Ansonsten helfen bei Pfeifferschem Drüsenfieber vor allem viel Ruhe und Schlaf.

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Frau trinkt Tee

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