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Eine Impfung kann vor bestimmten HPV-bedingten Krebsarten schützen

Ob in Kinderarztpraxen, beim Gynäkologen oder in Eltern-Chat-Gruppen – überall das gleiche Thema: HPV. Impfen oder nicht? Worum es genau geht und weshalb Vorsorge so wichtig ist, erfährst du hier.

Eine Impfung gegen HPV kann unsere Kinder vor bestimmten Krebserkrankungen schützen

Eine Impfung gegen HPV kann unsere Kinder vor bestimmten Krebserkrankungen schützen

Unsere medizinische Forschung ist sehr weit. So weit, dass es tatsächlich eine Standard-Impfung gegen bestimmte Krebsarten gibt, die durch bestimmte Humane Papillomviren ausgelöst werden können. Aber: Beim Thema Impfquoten ist Deutschland im Vergleich zu einigen anderen europäischen Ländern das Schlusslicht. Es ist also notwendig, dass Eltern sich mit dem Thema HPV auseinandersetzen. Sich darüber zu informieren ist besonders wichtig, da Humane Papillomviren (kurz: HPV) bestimmte Erkrankungen im Genital- und Analbereich verursachen können: Es gibt mehr als 200 bekannte HPV-Typen, von denen einige bestimmte Krebsarten auslösen können. Die Ansteckung mit HPV erfolgt von Mensch zu Mensch. HP-Viren werden in erster Linie durch intime Haut- und enge Körperkontakte wie Küssen, Streicheln oder Petting übertragen. Über kleinste Verletzungen der Haut bzw. Schleimhaut kann das Virus in den Körper eindringen.

  • 70 bis 80 Prozent aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV.
  • 4,5 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit sind auf Infektionen mit dem HP-Virus zurückzuführen.

  • 35 Prozent aller Frauen zwischen 20 und 25 Jahren sind mit einem Hochrisiko-HPV-Typ infiziert.

  • 50 Prozent aller infektionsbedingten Krebserkrankungen in den entwickelten Ländern stehen im Zusammenhang mit HPV.

Die verschiedenen HPV-Typen sind in unterschiedliche Risiko-Gruppen aufgeteilt. Während bestimmte Hochrisiko-Typen bestimmte Krebsarten und deren Vorstufen auslösen können, können einige Niedrigrisiko-HPV-Typen Genitalwarzen verursachen. Das sind zwar gutartige, jedoch sehr unangenehme Wucherungen im Genitalbereich, die mit Juckreiz und Brennen einhergehen können.

Mit einer HPV-Impfung kann man den möglichen Folgen einer Infektion vorbeugen

Mit einer HPV-Impfung kann man den möglichen Folgen einer Infektion vorbeugen

Was HPV für Ihr Kind bedeutet

Sowohl Mädchen als auch Jungen können sich schon als Jugendliche mit dem HP-Virus infizieren und im Laufe ihres Lebens an den möglichen Folgen der HPV-Infektion erkranken. Zu den häufigsten Krebsarten, die als Folge einer anhaltenden Infektion mit bestimmten HPV-Typen entstehen können, zählen beispielsweise Gebärmutterhals- und Scheidenkrebs bei Frauen sowie Analkrebs, von dem beide Geschlechter betroffen sein können. Mädchen und Frauen sowie Jungen und Männer infizieren sich hierbei ähnlich häufig mit HPV.

Das ideale Vorsorge-Alter bei HPV

Ziel einer HPV-Impfung ist es, Kinder vor den möglichen Folgen einer Infektion mit den HP-Viren zu schützen und so bestimmten Krebserkrankungen vorzubeugen. Es gilt hierbei nicht nur der Einzelschutz, sondern auch, dass nicht geimpfte Menschen ebenfalls vor einer Erkrankung geschützt werden – Stichwort: Herdenschutz! Die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfehlen die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 17 Jahren. Idealerweise sollte im Alter von 9 bis 14 Jahren geimpft werden, da die Immunantwort auf die Impfung bei jüngeren Kindern besser ist. Die Nachholimpfung ist bis zum Alter von 17 Jahren empfohlen.

Wer bezahlt diese Impfung?

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die HPV-Impfung für Kinder zwischen 9 und 17 Jahren: Die Krankenversicherungskarte beim Arzt vorlegen und kostenfrei impfen lassen. Die HPV-Impfstoffe gelten in der Regel als gut verträglich. Zudem wird die Sicherheit der HPV-Impfstoffe durch nationale und internationale Gesundheitsbehörden laufend kontrolliert. Wichtig für alle Eltern: HPV-Impfstoffe enthalten Partikel, die den echten Viren zwar ähneln, aber selbst keine Erkrankung auslösen können. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Hautreaktionen an der Einstichstelle, wie sie viele Menschen von anderen Impfungen her kennen. Seltener sind Übelkeit, Schwindel, Fieber und Abgeschlagenheit.

Servicetipp: Manche Krankenkassen bieten auch die Übernahme der Kosten mit sogenannten „erweiterten Altersbestimmungen an“, das bedeutet, dass auch Erwachsene ab 18 sich gegen HPV impfen lassen können. Ob die Krankenkasse die Kosten hierfür übernimmt? Einfach bei der Krankenkasse nachfragen.

Weitere Informationen gibt’s unter: www.entschiedengegenkrebs.de