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Studie Was häufige Albträume in deinen 30ern bedeuten können

Albträume: Ein Wald bei Nacht
© stone36 / Adobe Stock
Albträume sind generell unangenehm. Und sie können offenbar eine negative Zukunft vorhersagen: Laut einer Studie haben Menschen, die in ihren späten 30ern häufiger an Albträumen leiden, in der Zukunft auch eher Demenz.

In einen bodenlosen Abgrund stürzen, verfolgt werden oder nackt auf einer Bühne stehen: Solche oder ähnliche Albträume haben wir wohl alle ab und an. Die genauen Ursachen für die nächtlichen Horrorszenarien sind bis heute ungeklärt – eine Veranlagung, Alkohol und auch verschiedene Medikamente können Albträume aber begünstigen. Auch nach einem stressigen Arbeitsalltag kann es passieren, dass das Gehirn das Erlebte in einem Albtraum verarbeitet.

Sind Albträume zukunftsweisend?

Forschende der University of Birmingham wollten nun wissen, ob sich anhand von häufigen Albträumen das Risiko für spätere Erkrankungen ablesen lässt. Ihr Ergebnis: Menschen, die in ihren späten 30ern vermehrt an Albträumen leiden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine spätere Demenzdiagnose. "Wir konnten zum ersten Mal zeigen, dass nervenaufreibende Träume oder auch Albträume Hinweise auf das Demenzrisiko und den generellen kognitiven Abbau bei eigentlich gesunden Erwachsenen geben können", so Dr. Abidemi Otaiku, der an der University of Birmingham am Zentrum für menschliche Hirngesundheit arbeitet.

Für die Untersuchungen wurden die Daten aus drei US-Studien verglichen, an denen über 600 Erwachsene zwischen 35 und 64 sowie 2.600 Menschen über 79 Jahren teilgenommen haben. Zu Beginn der Studien litt keine:r der Proband:innen an Demenz. Die jüngeren Teilnehmer:innen wurden neun Jahre lang begleitet, die älteren insgesamt fünf Jahre. Alle Teilnehmenden mussten verschiedene Fragebögen ausfüllen, darunter der sogenannte "Pittsburgh Sleep Quality Index", in dem auch abgefragt wird, wie oft man unter Albträumen leidet.

Wie hoch ist das Risiko für eine spätere Demenz bei häufigen Albträumen?

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Menschen zwischen 35 und 64, die jede Woche unter Albträumen litten, ein viermal höheres Risiko für einen kognitiven Abbau in der nächsten Dekade hatten. Bei den älteren Menschen war das Risiko für eine spätere Demenzdiagnose in diesen Fällen doppelt so hoch. Männer waren außerdem häufiger betroffen als Frauen.

Die Forschenden betonen, dass sich niemand direkt Sorgen machen muss, wenn er ab und an mal einen Albtraum hat. Es sei mehr Forschung in dieser Richtung nötig, um die Ergebnisse gegenzuprüfen. Als nächstes wollen Dr. Otaiku und sein Team die generellen Ursachen für Albträume sowohl bei gesunden Menschen als auch bei Demenzpatienten ergründen.

verwendete Quelle: huffingtonpost.co.uk, University of Birmingham

Brigitte

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