Ab wann habe ich Fieber – und was hilft mir?

Ab wann habe ich Fieber? Muss ich eine erhöhte Temperatur wirklich sofort behandeln? Und welche Methoden helfen dabei? Das und mehr erfährst du hier!

Ab wann habe ich Fieber, wann eine erhöhte Temperatur, wann Normaltemperatur? 

Erreicht unser Körper eine Temperatur von 37,5 Grad Celsius (°C), spricht man bereits von einer erhöhten Temperatur. Fieber haben Erwachsene ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C. Bei Säuglingen und Senioren ist bereits ab einer Körpertemperatur von 37,8 °C Vorsicht geboten. Hohes Fieber beginnt bei Erwachsenen ab 39 °C. 

Als zuverlässigste Methode gilt die rektale Messung - wer mit dem Fieberthermometer nicht rektal, sondern im Mund oder unter der Achsel messen möchte, rechnet bei der ermittelten Temperatur im Anschluss 0,5 °C hinzu. 

Fiebersenkende Mittel: Was hilft gegen Fieber? 

  • Ideal für eine Fiebersenkung sind handwarme Wadenwickel. Diese sind jedoch nur anzuwenden, wenn der Betroffene keinen Schüttelfrost hat. Für den Wadenwickel ein Leinentuch in lauwarmes Wasser tunken, auswringen und fest um die Wade wickeln. Darüber kommt ein Zwischentuch aus Baumwolle, um die Feuchtigkeit aufzusagen. Als abschließende Schicht ein Woll- oder Frotteetuch um das Unterbein wickeln. 
  • Viel trinken ist bei Fieber besonders wichtig! Das gilt für Erwachsene, besonders jedoch für Kinder! 
  • Bettruhe und viel Schlaf
  • Schmerztabletten wie Paracetamol senken das Fieber zusätzlich und werden von den Ärzten häufig eingesetzt

Wann sollte ich zum Arzt gehen? 

Besonders bei Säuglingen unter drei Monaten ist Vorsicht geboten: Das körpereigene Immunsystem ist hier noch nicht stark ausgeprägt, der Arzt sollte möglichst schnell aufgesucht werden. Bei Kleinkindern unter zwei Jahren gilt: Hält das Fieber länger als einen Tag an, wird ein Arzt aufgesucht. Erwachsene gehen zum Arzt, wenn das Fieber länger als zwei oder drei Tage anhält. Dies sind allerdings Richtwerte – wer neben dem Fieber unter anderen starken Symptomen wie Schüttelfrost leidet, sollte direkt zum Arzt gehen, um schwere Erkrankungen wie die Grippe auszuschließen. 

Wie kommt es zu Fieber? 

Fieber alleine ist keine Krankheit und tritt meist in Zusammenhang mit anderen Virusinfekten auf – die meisten dürften Fieber in Zusammenhang mit einer Grippe oder einer Erkältung kennen, doch auch andere Infektionen wie eine Lungen- oder Blasenentzündung können der Auslöser für Fieberschübe sein. Unser Körper unterstützt das Immunsystem durch das Fieber im Kampf gegen die Krankheitserreger: Eine erhöhte Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge unseres Körpers und hindert Viren und Bakterien so daran, sich zu vermehren. 

Fieber bei Kindern 

Bei Kindern schwankt die Körpertemperatur generell öfter als bei Erwachsenen. Sie leiden deutlich häufiger unter einer Infektion, die für Schnupfen und Husten sorgt und ihr Körper kämpft ständig gegen Erreger an. Eine erhöhte Temperatur muss jedoch nicht immer eine ernsthafte Erkrankung bedeuten, sondern zeigt lediglich auf, dass der Körper versucht, die Viren aus eigener Kraft zu bekämpfen. 

Wie gefährlich sind Fieberkrämpfe? 

Drei Prozent aller Kinder zwischen drei Monaten und fünf Jahren erleiden einmal einen Fieberkrampf, der normalerweise zwischen zwei und drei Minuten dauert. Für Eltern fühlt sich die Zeit aufgrund der Symptome aber oft länger an: Bei einem Fieberkrampf verdreht das Kind die Augen, die Gesichtsmuskeln, Beine und Arme können zucken. Manchmal hält das Kind sogar kurzzeitig die Luft an, aber dieser Zustand legt sich sehr schnell wieder, da der vom Gehirn gesteuerte Atemreiz bei Kindern besonders stark ausgeprägt ist. 

Den Krampf selbst können Eltern nicht verhindern – stattdessen sollten sie dafür sorgen, dass sich das Kind durch die zuckenden Glieder nicht verletzen kann (durch Kanten beispielsweise). Am besten legt man es auf eine freie Fläche auf den Boden, wo es sich nicht stoßen kann. Auf keinen Fall sollte das Kind festgehalten werden! 

Der komplizierte Fieberkrampf 

Wirklich gefährlich sind Fieberkrämpfe erst, wenn sie länger als 15 Minuten dauern – die Zeit kann mit einer Uhr kontrolliert werden. Dauert der Krampf länger als die normalen zwei bis drei Minuten, sollte der Rettungsdienst gerufen werden. 

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