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Fieber messen So bestimmst du deine Körpertemperatur richtig

Fieber messen: Frau misst Fieber
© Sementsova Lesia / Shutterstock
Was ist die beste Stelle zum Fieber messen? Und welches Thermometer eignet sich am besten? Hier erfahrt ihr, wie ihr die Körpertemperatur richtig bestimmt.

Inhaltsverzeichnis

Warum kommt es zu Fieber?

Viele Menschen halten Fieber für eine eigenständige Krankheit. Genau genommen handelt es sich bei Fieber aber um ein Symptom. Und die erhöhte Temperatur muss auch nicht immer sofort behandelt werden – denn eigentlich zeigt sie zunächst einmal nur an, dass das Immunsystem gegen Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien kämpft. Fieber ist also ein natürlicher Schutzreflex des Körpers und damit nicht direkt etwas Schlechtes.

Ab wann habe ich Fieber?

Im Regelfall liegt die normale Körpertemperatur zwischen 36 und 37 Grad. Ab 37,5 Grad wird von einer erhöhten Temperatur gesprochen, liegt die Messung bei mehr als 38 Grad, ist es Fieber. Ab 39 Grad haben Erwachsene hohes Fieber, bei Kindern liegt die Grenze bei 40 Grad.

Welches Thermometer sollte ich zum Fieber messen nehmen? 

Die Körpertemperatur verändert sich im Laufe des Tages, so ist sie morgens meist niedriger als abends. Daher gilt: Lieber zur gleichen Tageszeit Fieber messen und auch immer an der gleichen Stelle (z. B. immer rektal oder immer oral). Für die Messung könnt ihr ein Kontaktthermometer oder ein Infrarotthermometer benutzen – beide Varianten sind leicht zu handhaben. 

Ein digitales Thermometer ist batteriebetrieben und lässt sich an verschiedenen Körperstellen zur Messung der Temperatur einsetzen. Es benötigt in der Regel nur 30 bis 60 Sekunden für die Messung, beendet diese mit einem Signalton und zeigt die Temperatur auf dem Display an. 

Das Ohrthermometer misst über Infrarotstellen am Trommelfell. Bei Säuglingen ist es nicht unbedingt zur Messung geeignet, da die Gehörgänge eventuell noch zu eng sind. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das Stirnthermometer an den Schläfen. 

Nicht mehr weit verbreitet, dafür aber sehr genau, ist das analoge Glasthermometer. Die neueren enthalten auch kein giftiges Quecksilber mehr, da dieses seit 2009 verboten ist. Im Gegensatz zu den anderen Fieberthermometern benötigt es mehrere Minuten zum Fieber messen. Und: Es ist nicht bruchsicher und deswegen für Kinder und Säuglinge nicht zu empfehlen. 

Was ist die beste Stelle zum Fieber messen? 

Sollte ich die Temperatur im Ohr, im Mund, unter der Achsel oder doch im Po messen? Tatsächlich unterscheiden sich die Ergebnisse der Temperatur beim Fieber messen je nach Methode. Wenn auch nicht sehr beliebt, gilt die rektale Messung als die genaueste. Dabei auf der Seite oder auf dem Rücken liegen und vor der Anwendung die Thermometerspitze z.B. mit etwas Vaseline fetten. 

Bevorzugt ihr bei Fieber die Messung im Mund, legt ihr das Fieberthermometer unter die Zunge. Die Temperatur weicht hier um ca. 0,3 bis 0,5 Grad Celsius vom Realwert der Körpertemperatur ab. Damit das Ergebnis nicht weiter verfälscht wird, solltet ihr 15 Minuten vorher nichts Kaltes essen oder trinken. 

Zum Fieber messen ist das Ohrthermometer wohl eine der angenehmsten Methoden. Vor dem Einführen in den äußeren Gehörgang das Ohr leicht nach oben hinten ziehen. Auch hier können die Ergebnisse 0,5 bis 1Grad Celsius niedriger liegen. 

Ihr könnt ebenfalls an der Stirn Fieber messen, dazu das Thermometer einfach an die Schläfen halten. Diese Methode ist jedoch nicht so genau wie die anderen. Ähnliches gilt für die Bestimmung der Körpertemperatur in der Achselhöhle, denn dort weicht sie zu sehr von der eigentlichen Kerntemperatur des Körpers ab.

Ab wann und wie sollte Fieber behandelt werden?

Da Fieber wie gesagt generell erstmal nicht schlimm ist, muss es nicht in jedem Fall behandelt werden. Bei starker Erschöpfung und/oder lang anhaltendem Fieber können Hausmittel wie Wadenwickel verwendet werden, um es zu senken. Auch fiebersenkende Medikamente oder Zäpfchen können helfen. In jedem Fall solltest du bei Fieber Bettruhe einhalten.

Weitere tolle Tipps gegen Fieber und Co.

Du hast neben Fieber noch andere Beschwerden? Tipps gegen Dauererkältung und Schnupfen findest du hier. Außerdem verraten wir hier, was ein Fieberkrampf ist.

Quellen

  • Esser, Dr. med. H-W., Das große Gesundheitsbuch – Innere Medizin, Becker Joest Volk Verlag, 2020
  • Bachmann, S., Längler, A.: Hausmittel in der modernen Medizin, Elsevier Urban & Fischer, München 2005
  • Jänicke, C., Grünwald, J.: Alternativ heilen, GU-Verlag, 2006
  • Bühring, U.: Heilpflanzenkunde – Grundlagen – Therapie – Anwendung, Haug Verlag, 2014
jd / sp Brigitte

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