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Hausmittel gegen Fieber Das sind die Besten!

Hausmittel gegen Fieber: Frau mit Fieber und ein Thermometer
© Dima Sidelnikov / Shutterstock
Hausmittel gegen Fieber helfen auf sanfte und natürliche Art dabei, erhöhte Temperaturen in den Griff zu bekommen. Diese Mittel können das Fieber senken.

Was ist Fieber? 

Ab wann habe ich Fieber? Bei Erwachsenen gilt eine Temperatur ab 37,5 Grad Celsius als erhöhte Temperatur, ab 38°C spricht man von Fieber. Bei älteren Menschen, Säuglingen und kleinen Kindern sind bereits Temperaturen ab 37,8 °C bedenklich. Häufig ist Fieber eines der Symptome von Infektionserkrankungen wie der Grippe. 

Welche Hausmittel gegen Fieber helfen? 

Ab einer Temperatur von 39 °C ist es sinnvoll, fiebersenkende Maßnahmen zu ergreifen. Welche Hausmittel gegen Fieber helfen bei erhöhter Temperatur? 

1. Wadenwickel 

Wenn das Fieber über 39°C steigt, solltest du Wadenwickel machen: Einfach feuchte kleine Handtücher um die Waden legen, darüber trockene Geschirrtücher, ganz außen mit einem leichten Schal umwickeln. Sobald sich der Wickel am Körper warm anfühlt, sollte er ausgewrungen und erneuert werden. Mit Wadenwickeln lässt sich zum einen das Fieber senken, zum anderen fühlen sie sich einfach angenehm kühl an.

2. Essigstrumpf

Essigstrümpfe sind eine Alternative zum Wickel. Dafür werden Wasser und Apfelessig im Verhältnis 5:1 gemischt und zwei Baumwollsocken in die Tinktur hineingetaucht. Diese werden dann bestenfalls bis über die Waden angezogen. Darüber wird ein Paar trockene Socken gezogen. Erwachsene dürfen die Essigstrümpfe zwischen 45 und 60 Minuten tragen, Kinder bis zu 20. Anschließend werden die Waden sanft abgerubbelt. 

3. Waschung 

Gerade für kleine Kinder ist die Waschung wohltuend. Dabei wird das Kind mit einem Waschlappen, der in lauwarmes Wasser getaucht wird, abgerieben. Als erstes die Hände, dann die Arme, der Hals, der Bauch, die Seiten, der Rücken, die Füße, die Beine, zuletzt der Po – bestenfalls in Richtung des Haarwuchses, sonst mit kreisenden Bewegungen. Der Waschlappen sollte nur angefeuchtet werden. Am besten wird das Kind danach nicht extra abgetrocknet, damit eine Verdunstungskälte entstehen kann. Stattdessen bekommt es trockene Kleidung und wird warm zugedeckt.

4. Sehr viel trinken! 

Vor allem Wasser und schweißtreibender Tee, beispielsweise mit Lindenblüten oder anderen Heilpflanzen wie Salbei sind gut zum Trinken bei Fieber geeignet.

5. Jin Shin Jyutsu 

Die Finger der linken Hand etwa fünf Zentimeter rechts der Wirbelsäule auf den Beckenrand und die Finger der rechten Hand rechts vom Schambein auflegen. Mindestens drei Minuten halten, eher länger, bis ein gleichmäßiges Pulsieren zu spüren ist. Dann die Finger und die Seiten wechseln. Diese kleine Übung kann auch mehrfach am Tag wiederholt werden.

6. Erkältungsbäder 

Warmes Wasser zwischen 38 und 40°C wirkt ebenfalls schweißtreibend und senkt das Fieber. Sinnvoll sind zusätzlich drei bis vier Tropfen eines ätherischen Öls (zum Beispiel Pfefferminz) in der Badewanne. Ein Erkältungsbad sollte maximal 20 Minuten dauern, damit der Kreislauf nicht belastet wird. Viel Ruhe ist besonders nach dem Bad sinnvoll: Warm einpacken und ins Bett legen. 

Warum bekommen wir überhaupt Fieber? 

Fieber ist eigentlich ein praktisches Hilfsmittel des Körpers, um dem Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern zu helfen: Eine hohe Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge und hält Viren und Bakterien davon ab, sich zu vermehren. Deshalb sollte man eine erhöhte Temperatur auch nicht sofort unterbinden – sie ist zunächst erst einmal nur ein Zeichen dafür, dass der Körper mit einem Infekt kämpft.

Allerdings lässt sich Fieber nicht immer auf eine Infektion mit Viren oder Bakterien zurückführen – tatsächlich ist die Liste der möglichen Ursachen lang. Folgende Auslöser kommen ebenfalls in Betracht:

  • Mandelentzündung
  • Blinddarmentzündung
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Chronisch-entzündliche Darmentzündungen
  • Schlaganfall
  • Tumore

Wann sollte ich mit Fieber zum Arzt? 

Man darf nicht vergessen, dass Fieber selbst keine Krankheit, sondern ein Symptom ist. Deshalb sind Hausmittel gegen Fieber nicht in jedem Fall zur Behandlung geeignet – stattdessen sollte die Ursache des Fiebers gesucht und behandelt werden. Liegt einer der folgenden Fälle vor, sollte der Arzt aufgesucht werden:

  • Starkes Krankheitsgefühl
  • Weitere Symptome wie Benommenheit, Atemnot, Durchfall, Erbrechen oder starke Schmerzen
  • Hohes Fieber ab 39 Grad Celsius (bei Säuglingen unter drei Monaten bereits bei 38° Celsius)
  • Fieber, das länger als zwei Tage anhält (bei Kindern länger als einen Tag)
  • Fieber, das immer wieder kehrt
  • Ursache ist unklar
  • Es liegt eine Schwangerschaft vor

Generell gilt: Bei Kleinkindern, Babys und älteren Menschen im Seniorenalter sollte man lieber Vorsicht als Nachsicht walten lassen und bei erhöhter Körpertemperatur den Arztbesuch frühzeitig machen.

Erste Hilfe gegen den Infekt

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