Husten mit Auswurf: Das solltest du wissen

Husten mit Auswurf kann hartnäckig sein. Hier verraten wir, aus welchen Gründen der Schleim entsteht und wie du den Husten wieder loswerden kannst.

Was ist Husten mit Auswurf?

Bei Husten mit Auswurf spricht man auch vom sogenannten produktiven Husten. Der Körper versucht über das Husten, die Atemwege vom Auswurf ("Sputum") zu befreien. Bei dem Sputum selbst handelt es sich um ein von der Bronchienschleimhaut produziertes Sekret, das eigentlich die Atemwege vor dem Austrocknen schützen und den Körper dabei unterstützen soll, Schadstoffe abzutransportieren. Bei einem Atemwegsinfekt, beispielsweise durch eine akute Bronchitis, wird vermehrt Sekret produziert, welches dann über das Husten aus dem Körper transportiert werden soll. 

Welche Ursachen und Farben kann ein solcher Husten haben?

Je nach Erkrankung können Farbe und Konsistenz des Sekrets variieren. Welche Gründe welches Sekret haben kann, erklären wir hier:

  • Husten mit klarem oder weißlichem Auswurf: Dieser Husten wird meist durch eine virale Infektion der Atemwege ausgelöst, z. B. einer Bronchitis. Kommt eine bakterielle Infektion dazu, spricht man von einer Superinfektion – das Sputum verfärbt sich gelblich oder grünlich. In der Regel klingt der Husten nach einigen Wochen von allein ab. Nach spätestens zwei bis drei Wochen oder wenn sich das Sekret verfärbt, sollte allerdings der Arzt aufgesucht werden, damit kein chronischer Husten entsteht. Ist der Auswurf gerade morgens eher zäh, kann auch eine chronische Atemwegserkrankung wie COPD vorliegen. Spätestens wenn Atembeschwerden dazu kommen, ist ein zeitnaher Besuch beim Lungenarzt Pflicht.
  • Husten mit grünlichem Auswurf: Grünlich verfärbtes Sekret deutet auf eine bakterielle Infektion hin. Weitere Symptome sind rasselnde Atemgeräusche und Fieber. Ist beispielsweise eine bakteriell bedingte Bronchitis der Auslöser, kann sich diese zu einer Lungenentzündung entwickeln. Hier sollte man umgehend zum Arzt gehen – womöglich muss die Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.
  • Husten mit gelblichem Auswurf: Auch ein gelblich verfärbtes Sputum deutet auf eine bakterielle Infektion hin – diese sorgt oft dafür, dass sich in den Bronchien Eiter bildet. Bakterien können sich gut auf den Schleimhäuten ansiedeln, wenn diese bereits durch einen viralen Infekt angegriffen wurden ("Superinfektion"). Bleibt der Husten mit gelblichem Auswurf länger als zwei bis drei Wochen bestehen, ist ein Arztbesuch angebracht.
  • Husten mit bräunlichem oder schwarzem Auswurf: In den meisten Fällen lässt sich ein solches Sputum auf den sogenannten Raucherhusten zurückführen, der vor allem morgens regelmäßig auftritt. Raucherhusten entsteht beispielsweise bei Rauchern mit chronischer Bronchitis oder COPD. Ein Lungenarzt sollte das zeitnah checken!
  • Husten mit blutigem Auswurf: Ein blutiges Sekret kann auf eine schwere Erkrankung der Lunge hinweisen, zum Beispiel eine Embolie, eine Lungenentzündung oder Lungenkrebs. Er kann aber auch vergleichbar harmlosere Ursachen wie eine chronische Bronchitis haben. Manchmal sorgt auch ein Fremdkörper, der in den Atemwegen festsitzt, für blutigen Husten. Hier ist ein sofortiger Arztbesuch nötig.
Frau trinkt Tee

Behandlung: Was hilft gegen den Husten?

Um den Husten in den Griff zu bekommen, wird je nach vorliegender Ursache behandelt. Schwerere und chronische Erkrankungen sollten unbedingt in Absprache mit dem Arzt therapiert werden. Sind virale oder bakterielle Infektionen die Auslöser für akute Beschwerden, geht es vor allem darum, das Abhusten zu erleichtern. Dabei helfen beispielsweise:

  • Inhalationen
  • Leichtes Klopfen auf den Rücken
  • Viel trinken – so wird der Schleim flüssiger. Gut geeignet sind z. B. Kräutertees mit Anis, Thymian oder Fenchel
  • Pflanzliche Schleimlöser aus der Apotheke

Noch mehr Tipps findest du im Artikel Hausmittel gegen Husten

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