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Hustenreiz Welche Gründe gibt es für den ständigen Hustendrang?

Hustenreiz: Frau hustet in ihren Schal
© america_stock / Adobe Stock
Hustenreiz geht meist mit Krankheiten einher. Erfahre hier, welche Ursachen es für den Hustendrang geben kann und welche Hausmittel dagegen helfen.

Inhaltsverzeichnis

Mit Husten haben wir häufig zu kämpfen: Meistens tritt Hustenreiz im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten oder einer Grippe auf. Verspüren wir einen starken Hustenreiz, den wir nicht unterdrücken können und der zu Hustenattacken führt, ist das aber meist ein gutes Zeichen. Denn Husten ist ein Reflex, der uns hilft, wieder gesund zu werden. Bei einer Erkältung unterstützt uns der Husten dabei, die Atemwege so schnell wie möglich zu reinigen.

Aber auch wenn der Hustenreiz an sich eine gute Sache ist, kann er doch etwas lästig werden. Wenn du beispielsweise nachts vom Reizhusten wachgehalten wirst oder so lange husten musst, dass du Kopfschmerzen bekommst, wünschst du dir bestimmt, den Hustenreiz zumindest zeitweise zu unterdrücken.

Welche Ursachen hat Hustenreiz?

Husten geht häufig mit einer Erkältung einher, kann aber auch viele andere Ursachen haben. Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten des Reizhustens unterschieden:

  • produktiver (schleimiger) Reizhusten
  • unproduktiver (trockener) Reizhusten

Letzterer Hustenreflex ist häufig eine Reaktion auf äußere Einflüsse, wie schlechte Gerüche oder Rauchen. Manchmal kann auch ein Fremdkörper verursachend sein. Trockener Reizhusten ist aber meist eine Begleiterscheinung von Erkrankungen wie einer Kehlkopfentzündung. Sind nur die Schleimhäute entzündet, kann kein Schleim abgetragen werden.

Das Husten soll die Atemwege reinigen, was in Kombination mit den entzündeten Schleimhäuten schmerzhaft sein kann. Wird beim Husten Schleim abgetragen, spricht man von produktivem Husten. Durch diesen sogenannten Auswurf wird mithilfe des Hustens überschüssiger Schleim, der sich infolge einer Virusinfektion bilden kann, aus den Bronchien befördert.

Erkältungshusten ist zunächst ein trockener schmerzhafter Reizhusten, auf den produktiver Husten mit Auswurf folgt. Hustenreiz kann neben Virusinfektionen aber auch auf andere Krankheiten hinweisen. Dazu gehören:

  • Asthma bronchiale
  • Allergien
  • COPD
  • Rückfluss der Magensäure (Reflux) durch eine Speiseröhrenentzündung
  • Bronchitis 
  • Lungenentzündung
  • Tuberkulose
  • Kehlkopfentzündung
  • Covid-19
  • Tumore in den Atemwegen
  • Keuchhusten

Keuchhusten ist eine langanhaltende, schwere Krankheit. Sie beginnt meist wie eine normale Erkältung – etwas Husten, ein bisschen Schnupfen und generell fühlt man sich ziemlich schlapp. Erst nach bis zu zwei Wochen kann es zu krampfartigen Hustenanfällen kommen, die mit Erbrechen einhergehen. Kinder sowie Erwachsene können an Keuchhusten erkranken.

Wann ist eine ärztliche Abklärung bei Hustenreiz wichtig? 

Bei den oben genannten Erkrankungen sowie bei Beschwerden, die länger als zwei Wochen andauern, solltest du eine:n Ärzt:in aufsuchen. In den meisten Fällen kann ein:e Allgemeinmediziner:in helfen, bei schwerwiegenden Fällen wirst du an eine:n Internist:in überwiesen.

In den meisten Fällen verschreibt dir der Arzt oder die Ärztin Präparate mit speziellen Wirkstoffen, um den Husten zu lindern, wie Hustenlöser und/oder Hustenstiller. Hustenstiller (auch: Antitussiva) setzen am Gehirn an und hemmen dort den Hustenreiz. Da der Husten an sich ja aber sinnvoll für die Genesung ist, verwendest du Hustenstiller aber am besten nur für die Nacht. Hustenlöser ist schleimlösend und hilft beim Abhusten, fördert also den produktiven Husten. Dabei wird der überschüssige Schleim verdünnt, sodass das Abhusten leichter fällt. Generell gilt: Da die beiden Hilfsmittel quasi entgegengesetzte Wirkungen haben, dürfen sie nicht gemeinsam zur Anwendung kommen. Lies deshalb generell vor der Einnahme immer die Packungsbeilage.

Die besten Hausmittel gegen Hustenreiz

Hausmittel gegen Husten oder Hustenreiz können helfen. Diese werden auch oft von Expert:innen empfohlen, da sie schonend sind und viele Menschen ihr Hausmittel haben, mit dem sie sich wohlfühlen. Schleimlösende und hustendämpfende Hausmittel sind zum Beispiel:

  • Viel trinken (aber auch nicht mehr als täglich empfohlen), vor allem Wasser, aber auch Kräutertee mit Spitzwegerich oder Thymian.
  • Inhalieren: Eine Inhalation mit einem Salbei-Aufguss lindert zusätzlich die Reizung der Schleimhäute bei Erkältungen oder Halsentzündungen und ist deshalb immer ein gutes Hustenmittel.
  • Zwiebelsaft gegen Husten gehört zu den ältesten Hausmitteln. Dieser wird teelöffelweise eingenommen. Die ätherischen Öle aus dem Zwiebelsaft und schwefelhaltigen Verbindungen beruhigen die Bronchien.
  • Brustwickel beruhigen den Brustkorb. Dazu eine Schicht aus Magerquark auf ein Leinentuch geben und dann den Wickel auf die Brust legen.

Lesetipps: Starker Husten, Heiserkeit und chronischer Husten müssen ebenso richtig behandelt werden. Die besten Tipps gegen eine laufende Nase findet ihr hier. 

Quellen

Brigitte

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