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Laufende Nase Diese Hausmittel helfen bei einer Schniefnase

Laufende Nase:  Frau putzt sich die Nase
© Vitali Michkou / Shutterstock
Eine laufende Nase tritt oft bei Erkältungen auf, kann aber auch andere Ursachen haben. Hier kommen die besten Tipps und Tricks für deine Schniefnase.

Inhaltsverzeichnis

Wenn die Nase läuft und die Taschentücher im Dauereinsatz sind, sprechen Mediziner:innen von Fließschnupfen. Die Schniefnase kann verschiedenste Ursachen haben. Welche das sind und was du akut gegen eine laufende Nase unternehmen kannst? Hier erfährst du alles rund um das Thema Schnupfen

Laufende Nase bei Erkältungen 

In den allermeisten Fällen tritt ständiges Naselaufen bei Erkältungskrankheiten in Form von Schnupfen auf. Der Fließschnupfen bei Erkältungen wird häufig begleitet von gereizten Nasenlöchern und schmerzenden Nebenhöhlen. Dabei kommt es zu Entzündungen, infolge derer die Nasenschleimhäute gereizt und übermäßig stark durchblutet werden. Es tritt dünn- bis dickflüssiges Sekret ("Rhinorrhoe") aus der Nase. Dadurch werden die eingedrungenen Krankheitserreger aus dem Körper ausgeschieden. 

So wird vermieden, dass sich Bakterien oder Viren in den Atemwegen ausbreiten, was wiederum zu einer Superinfektion, beispielsweise einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder auch zu einer Lungenentzündung, führen kann. Deshalb solltest du bei einer Erkältung oder einem Schnupfen unbedingt darauf achten, dass der Schleim aus deiner Nase gut abfließen kann, denn eine verstopfte Nase behält allerlei Krankheitserreger im Körper. 

Darum sorgen Allergien für eine laufende Nase

Eine ebenso weit verbreitete Ursache einer laufenden Nase sind allergische Reaktionen, allen voran Heuschnupfen. Medizinisch spricht man von einem allergischen Fließschnupfen. Der Fließschnupfen bei einer Allergie ist Teil der Abwehrreaktion des Körpers gegen bestimmte Stoffe. Er geht einher mit weiteren Symptomen wie geschwollenen Schleimhäuten in der Nase, Niesen, tränenden Augen und Juckreiz. 

Laufende Nase: Weitere Ursachen und Krankheiten

Ist der Grund deines Schnupfens unklar oder die Symptome nicht eindeutig, solltest du in jedem Fall eine:n Ärzt:in aufsuchen, die:der sich auf Ursachenforschung begibt. Neben einer Erkältung oder einer Allergie gibt es viele weitere mögliche Ursachen für eine laufende Nase: 

  • Bindehautentzündung des Auges 
  • Polypen 
  • Nasennebenhöhlenentzündung 
  • gestörte Funktion der Blutgefäßnerven
  • vasomotorische Rhinitis 
  • Cluster-Kopfschmerzen 
  • Tumore in der Nase oder in den Nasennebenhöhlen 
  • Inhalation von reizenden Stoffen 
  • Scharfes oder heißes Essen (gustatorische Rhinitis) 
  • Coronavirus

Was hilft gegen eine laufende Nase?

Die Behandlung beim Fließschnupfen ist abhängig von den individuellen Ursachen. Die Gründe deiner laufenden Nase solltest du auf jeden Fall abklären, doch hier findest du schon mal ein paar Akuthilfen, mit denen du das Schniefen schnell stoppen kannst:

  • Nasenspray: Nasensprays sorgen dafür, dass die Durchblutung der Gefäße in der Nasenschleimhaut runtergefahren wird und das Sekret gut abfließen kann. So kannst du wieder frei durchatmen, die Symptome deines Schnupfens werden sofort gelindert. Aber Achtung: Verwende das Nasenspray nicht länger als eine Woche, da es abhängig machen kann. 
  • Nasenspülung: Ein bewährtes Hausmittel bei einer laufenden Nase ist eine Nasenspülung. Du benötigst eine Nasenspülkanne, lauwarmes Wasser und einige Teelöffel Salz. Nun einfach die Nasendusche in ein Nasenloch einführen und durch das andere Nasenloch spülen. Dieser Vorgang desinfiziert die Nasenschleimhäute und löst den Schleim. 
  • Inhalieren: Das Einatmen von heißem Dampf wirkt schleimlösend. Darüber hinaus beugen Dampfinhalationen Nasenbluten vor. Zum Inhalieren einfach kochendes Wasser in eine Schüssel füllen und ein paar Tropfen Eukalyptusöl hinzugeben. Bedecke deinen Kopf mit einem Handtuch, beuge dich über die Schüssel und atme den wohltuenden Dampf etwa zehn Minuten lang durch die Nase ein.

Wir haben weitere Tipps für dich, wenn dich die Erkältungswelle erreicht hat: Vom Schüttelfrost, über Hausmittel gegen Erkältung bis hin zum Fieber senken.

Quellen

Andreae, S. et al.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2008

Strutz, J. & Mann, W.J.: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2017

S2k-Leitlinie Rhinosinusitis Kurzfassung 

HNO-Ärzte im Netz: Was ist Schnupfen?

sp / ssc Brigitte

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