Schluckbeschwerden: Ursachen und Behandlung

Schluckbeschwerden sind nicht nur lästig, sie können auch gefährlich werden. Hier erfährst du alles, was du über den gestörten Schluckakt wissen solltest.

Täglich tun wir es, in der Regel unbewusst und unbemerkt, doch erst wenn beim Schlucken Probleme auftreten, merken wir, wie wichtig das Schlucken ist. Schluckbeschwerden können nicht nur äußerst lästig sein, sondern auch gefährlich werden. Hier erfährst du alles, was du wissen solltest.

Ursachen von Schluckbeschwerden

Zu den Schluckbeschwerden, Mediziner sprechen von Dysphagie, gehören sowohl Schluckschmerzen, als auch Schluckstörungen. Schluckbeschwerden sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das seinen Ursprung in einer anderen Erkrankung hat.

Die Ursachen von Schluckbeschwerden sind vielfältig, da verschiedene Organe und Körperregionen am Schluckvorgang beteiligt sind. Für die richtige Behandlung der Schluckstörung ist es wichtig, die Ursache zu kennen.

  • Mund-Rachen-Raum: Die häufigste Ursache von Schluckbeschwerden sind Erkrankungen im Mund-Rachen-Raum. Dazu zählen die einfache Erkältung, die Grippe, begleitet von Halsschmerzen und Hustenreiz, aber auch Mandelentzündungen, Kehlkopf-, Rachenentzündungen oder eine gereizte Rachenschleimhaut. Auch eine Pilzinfektion im Mund oder Rachen kann Probleme beim Schlucken verursachen.
  • Reflux: Viele Menschen leiden an einer gestörten Funktion des Schließmuskels am Mageneingang, was zu Säurerückfluss durch die Speiseröhre und Sodbrennen, sogenannter Reflux, führen kann. Die Magensäure kann Schluckstörungen und Schluckschmerzen auslösen.   
  • Schilddrüse: Eine mechanische Ursache, die den Schluckakt stören kann, ist eine vergrößerte Schilddrüse. In seltenen Fällen werden die Schluckbeschwerden von einem Tumor ausgelöst, in den allermeisten Fällen ist die Schilddrüse jedoch aufgrund einer Unterfunktion bedingt durch Jodmangel vergrößert.
  • Tumore: Ein weiterer mechanischer Auslöser von Schluckstörungen können Tumore im Bereich der Speiseröhre, der Luftröhre oder des Rachens sein. 
  • Neurologische Erkrankungen: Schlaganfälle, Demenz, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson können für chronische Schluckbeschwerden verantwortlich sein. Der Schluckvorgang ist nicht mehr gut steuerbar, es kann sogar Nahrung in die Lunge gelangen, was wiederum zu Komplikationen führen kann.
  • Psychische Faktoren: In seltenen Fällen können die Schluckbeschwerden in psychischen Problemen ihre Ursache haben.
  • Allergische Reaktionen: Schwellungen im Halsbereich als Folge von Lebensmittelallergien können eine Schluckstörung verursachen.
  • Chronischer Schluckauf: Der sehr selten auftretende chronische Schluckauf kann zu Dysphagie führen.  

Schluckstörungen und Schluckschmerzen: Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Du solltest unbedingt einen Arzt um Rat fragen, wenn die Dysphagie

  • plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftritt.
  • länger anhält.
  • die Nahrungsaufnahme behindert.
  • von allergischen Reaktionen ausgelöst wurde.
  • von Schwellungen im Mund- und Rachenraum bedingt ist.
  • aufgetreten ist, nachdem versehentlich Fremdkörper oder Chemikalien verschluckt wurden.

Medikamente und Hausmittel

In den allermeisten Fällen haben Schluckschmerzen ihren Ursprung in Erkältungskrankheiten oder Entzündungen im Hals- und Rachenbereich. So kannst du deinen Schluckschmerz behandeln:

  • Halstabletten und Lutschtabletten: Gegen Halsschmerzen gibt es in Apotheken spezielle Lutschtabletten. Die wohltuenden Halstabletten lindern deine Symptome in der Regel rasch. Hier findest du weitere Hausmittel gegen Halsschmerzen.
  • Salzwasser: Wenn die Halstabletten nicht die gewünschte Wirkung zeigen, kannst du auf Salzwasser zurückgreifen. Löse dazu einen Viertel Teelöffel Salz in einem Glas Wasser auf und gurgle mit der Mischung.
  • Viel trinken: Bei Halsschmerzen und Schluckschmerz solltest du viel trinken, gerne warmen Tee oder heiße Zitrone.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Achte auf eine ausreichende Befeuchtung der Umgebungsluft. Du kannst ein paar Schüsseln Wasser in deiner Wohnung verteilen. Die feuchte Luft sorgt dafür, dass dein Hals nicht austrocknet, wirkt gegen Mundtrockenheit, ist wohltuend für deine Halsschmerzen und lindert deinen Hustenreiz.
  • Ruhe: Und wie immer, wenn es dir nicht gut geht, heißt es: Ruh dich aus und vermeide körperliche Anstrengung.

Was du gegen Heiserkeit, Dauererkältung und Schüttelfrost tun kannst, erfährst du bei uns. Und wenn du nicht weißt, ob es sich um eine Grippe oder Erkältung handelt, lese es hier einfach nach und finde es heraus.

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