Stirnhöhlenentzündung: Ursachen, Behandlungen

Eine Stirnhöhlenentzündung entsteht oft aus einem Schnupfen und verursacht unter anderem starke Kopfschmerzen. So wirst du die Beschwerden wieder los!

Was ist eine Stirnhöhlenentzündung?

Bei einer Stirnhöhlenentzündung produziert die angeschwollene Nasenschleimhaut mehr Sekret als üblich. Dieses verschließt dann die Verbindungsgänge zwischen den Nasenhöhlen und den Stirnhöhlen, wodurch sich der Schleim vor allem in den Stirnhöhlen staut. Typische Symptome sind stechende Kopfschmerzen, die sowohl ein- als auch beidseitig ausfallen können, sowie Fieber und Abgeschlagenheit. 

Die Stirnhöhlenentzündung ist eine Form der Nasennebenhöhlenentzündung und kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Es gibt keine nennenswerten Risikogruppen – sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Oft entsteht die Stirnhöhlenentzündung aus einem einfachen Schnupfen, nachdem die Nase von Viren oder Bakterien befallen wurde und lässt sich am ehesten über das Abschwellen der Schleimhaut behandeln.

Ursachen: Akute oder chronische Stirnhöhlenentzündung

Die akute und die chronische Form der Krankheit unterscheiden sich anhand ihrer Ursachen:

  • Akute Stirnhöhlenentzündung: Die Nase wird von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien befallen, in manchen Fällen sind auch Pilze oder eine Allergie der Auslöser.
  • Chronische Stirnhöhlenentzündung: Hier gibt es oft anatomisch bedingte Ursachen, z. B. Polypen, eine krumme Nasenscheidewand oder eine chronische Belüftungsstörung der Stirnhöhle. Man erkennt die chronische Stirnhöhlenentzündung daran, dass die Beschwerden länger als zwölf Wochen anhalten.
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Symptome einer Stirnhöhlenentzündung

Bei einer Stirnhöhlenentzündung können Symptome auftreten, die auch bei einer Erkältung typisch sind. Dazu zählen:

  • Starke stechende, bohrende oder pulsierende Kopfschmerzen hinter der Stirn
  • Starker Schnupfen, oft eitrig
  • Schmerzen beim Kauen
  • Geruchssinn lässt nach
  • Erkältungsbeschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Bindehautentzündung (wenn sich die Entzündung ausbreitet)

Wichtig: Die starken Kopfschmerzen treten vor allem bei der akuten Stirnhöhlenentzündung auf. Bei der chronischen Variante sind sie weniger stark oder kommen in manchen Fällen sogar gar nicht vor.

Behandlung: Was hilft bei einer Stirnhöhlenentzündung?

Ziel der Behandlung ist es, die Stirnnebenhöhlen zu belüften. Das Sekret muss dazu aus den Nasennebenhöhlen und den Stirnnebenhöhlen abfließen, außerdem ist es wichtig, dass die Schleimhaut in der Nase wieder abschwillt. Hier eignen sich beispielsweise entsprechende Nasensprays und schleimlösende Medikamente. Sind Bakterien die Ursache der Stirnhöhlenentzündung, kann der Arzt auch Antibiotika verschreiben. In manchen Fällen wird auch ein operativer Eingriff nötig.

Hausmittel gegen Stirnhöhlenentzündung

Neben der klassischen Behandlung durch den Arzt können auch Hausmittel gegen eine Stirnhöhlenentzündung helfen. Dazu zählen:

  • Inhalieren: Am besten mit Thymian (wirkt keimhemmend und schleimlösend) oder Kamille (wirkt entzündungshemmend).
  • Nasenspülungen: Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung lassen die Nasenschleimhaut leichter abschwellen und befördern Erreger der Infektion aus dem Körper.
  • Viel trinken: Damit der zähe Schleim flüssiger wird und leichter abfließen kann, ist es wichtig, viel Wasser zu trinken – mindestens zwei Liter sollten es sein. Kräutertee ist auch in Ordnung.

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Richtig Nase putzen bei Stirnhöhlenentzündung – darauf solltest du achten!

Auch wenn es erst einmal unangenehm klingt – bei einer Stirnhöhlenentzündung sollten wir uns nicht ständig kräftig schnäuzen, sondern die Nase lieber hochziehen und nur heraustropfendes Sekret vorsichtig abtupfen. Denn beim Schnäuzen entsteht durch die verengte Nasenöffnung ein Druck, der den Schleim zurück in die Nasenebenhöhlen drückt. Beim Hochziehen dagegen entsteht ein Unterdruck, der ihn aus den Nebenhöhlen zieht und in den Magen laufen lässt. Dort kann die Magensäure die Krankheitserreger abtöten.

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