"Biggest Loser"-Gewinnerin Alex: 5 Abnehmtipps aus ihrem neuen Buch

Alexandra Gregus gewann als erste Frau "The Biggest Loser" – sie speckte 51,4 Prozent ihres Körpergewichts ab. In ihrem neuen Buch verrät sie ihre besten Tipps.

»Ich heiße Alexandra und ich wiege 103,4 Kilo.« 

Als ich diesen Satz zu Beginn der TV-Sendung The Biggest Loser aussprechen musste, empfand ich Scham und Wut. In diesem Augenblick stand ich, nur mit einer Trainingshose und einem limettenfarbenen Bustier bekleidet, auf einer großen Waage in einem Weinlager in Andalusien. Es war der Moment, in dem bei jedem Kandidaten des berühmten Abnehmwettbewerbs das Startgewicht ermittelt wurde. Obwohl beim Wiegen nur die anderen Kandidaten und die Coaches mit dabei waren, hatte ich das Gefühl, auf meinem unförmigen Körper auch die Blicke der Millionen TV-Zuschauer zu spüren. Blicke der Sensationsgier, des Entsetzens und des Ekels. 

So beginnt Alexandra Gregus´ Rückschau auf ihren ersten Tag bei "The Biggest Loser", von dem sie jetzt in ihrem neuen Buch "Meine bessere Hälfte" berichtet. In dem Moment, in dem sie in Andalusien auf der Waage stand, wusste sie nur, dass sie einen langen und harten Weg vor sich hatte. Aber jede Anstrengung hat sich gelohnt! Alex hat nicht nur als erste Frau überhaupt die Show gewonnen, sondern auch gleich noch einen zweiten Rekord aufgestellt: Sie verzeichnet den bisher höchsten Gewichtsverlust mit insgesamt 51,4 Prozent ihres Körpergewichts.

Alex´ beste Abnehmtipps

Da Alex selbst alle Höhen und Tiefen des Abnehmens hinter sich hat, verrät sie im Buch natürlich auch, wie sie gerade in der Zeit nach dem Camp am Ball geblieben ist und motiviert blieb. Hier kommen sieben ihrer besten Tipps:

1. Hol dir alle Hilfe, die du kriegen kannst

Dir fällt es vor allem schwer, dich wirklich aufzuraffen und zum Sport zu fahren? Dann handle Verabredungen mit einem Trainer im Fitnessstudio aus oder triff dich direkt vor Ort mit einem Trainingspartner. So bekommen die „Termine“ etwas Verbindliches und du sagst nicht so schnell ab. Ist dein Problem eher, dass bei der Arbeit ständig Kuchen oder Süßigkeiten herumstehen? Bitte darum, dass man die Sachen irgendwo hinstellt, wo du sie nicht siehst – deine Kollegen werden dafür sicher Verständnis haben.  

2. Akzeptiere, dass du nie wieder so essen wirst wie früher

Niemand muss für den Rest seines Lebens auf Burger und Pizza verzichten – aber derartige Dinge sollten eine schmackhafte Ausnahme sein und nicht die Regel. Leb damit, dass du für den Rest deines Lebens auf eine gesündere Ernährung angewiesen bist, wenn du dein Gewicht reduzieren und schließlich auch halten willst. 

Wer einmal dick war, wird immer anfällig für eine erneute Zunahme sein. Denn: Die Anzahl der Fettzellen im Körper reduziert sich durch eine Diät nicht – sie nimmt etwa bis zum 20. Lebensjahr zu und bleibt dann gleich. Wer nach dem erfolgreichen Abnehmen also wieder ungesund isst, füllt die Fettzellen direkt auf und die ungeliebten Kilos kommen zurück.

3. Eine gesunde Ernährung bedeutet nicht automatisch eine kalorienarme Ernährung

Auch wenn es seltsam klingt: Eine gesunde Ernährung ist nicht kalorienärmer als eine ungesunde Ernährung. Eine Scheibe Weißbrot hat zum Beispiel weniger Kalorien als eine Scheibe Vollkornbrot. Aber das Vollkornbrot wird im Körper länger verstoffwechselt und hält dadurch länger satt. Zusätzlich lässt es den Insulinspiegel nicht so stark steigen – ein hoher Insulinspiegel begünstigt die Fettanreicherung im Körper. Deshalb ist es wichtig, die eigene Kalorienmenge im Auge zu behalten, auch wenn man eigentlich gesunde Lebensmittel wie Nüsse isst.

4. Lerne die Handlehre, um vernünftige Portionen zu essen

Statt alles abzuwiegen, ist es viel einfacher, Portionen mithilfe der Handlehre zu bestimmen. Sie bezieht sich auf ein normales Hauptgericht mit Fleisch. Die Portion sollte insgesamt etwa 500 Gramm schwer sein. Die Formel dazu lautet:

200 Gramm Fleisch + 200 Gramm Gemüsebeilage + 100 Gramm Kohlenhydrate (z. B. Reis oder Nudeln)

Für die richtige Abmessung nimmst du nun einfach die eigene Handfläche:

Vom Gemüse darfst du auch gern etwas mehr nehmen.

5. Erwarte bei der Rückbildung deiner Haut keine Wunder

Fakt ist: Wer viel abnimmt, wird lange Zeit mit überschüssiger Haut zu tun haben. Hattest du massives Übergewicht, ist deine Gewebestruktur extrem schlaff oder sogar gerissen – du kannst daher bei der Rückbildung schlicht keine Wunder erwarten. In manchen Fällen ist eine Operation unumgänglich. Helfen können aber sonst auch eine vitaminreiche und zuckerfreie Ernährung sowie der Konsum von viel Wasser – das unterstützt das Bindegewebe und die Neubildung der Haut.

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