Vitaminmangel: 5 Fälle, die man dir im Gesicht ansieht

Vitaminmangel durch unzureichende oder falsche Ernährung zeichnet sich nicht nur an der Form der Figur ab – sie ist auch im Gesicht sichtbar. Darauf solltest du achten!

Geschwollene Augen

Jeder kennt geschwollene Augen – zum Beispiel nachdem man geweint oder lange geschlafen hat. Ab und zu geschwollene Augen zu haben ist daher völlig normal. Entwickeln sie sich allerdings zu einem Dauerzustand, sollte dir das zu denken geben. Denn angeschwollene Augen können ein Zeichen für Jodmangel sein. Um diesem entgegenzusteuern empfiehlt es sich logischerweise, vermehrt auf jodhaltige Lebensmittel zu setzen.

Was hilft?

  • Milchprodukte (Joghurt, Mozzarella, Milch, etc.)
  • Cranberries,
  • Algen
  • Meeresfrüchte

Blasse Haut

Auch blasse Haut ist nicht zwangsläufig sofort ein Zeichen für einen Vitaminmangel. Mal einen "blassen" Tag wegen einer schlechten Nacht zu haben, ist generell kein Problem. Genau wie angeschwollene Augen kann Blässe allerdings ebenso einen Vitaminmangel aufzeigen, wenn sie regelmäßig auftritt.

Ein Vitamin-B12-Mangel ist eine häufigere der Ursachen. Natürlich können auch hier passende Lebensmittel helfen, vorzubeugen. Ob du an einem Vitamin-B12-Mangel leidest, kann ein einfacher Bluttest beim Arzt klären.

Was hilft?

  • Rindfleisch
  • Hüttenkäse,
  • Leber
  • Austern
  • Fische wie Hering, Makrele oder Forelle

Trockenes Haar

Du wäscht deine Haare mit dem besten Shampoo, pflegst sie regelmäßig mit Kuren und trotzdem sind sie trocken und fisselig? Grund dafür kann Biotinmangel sein. Dieser äußert sich zumeist in Form von trockenen Haaren und brüchigen Fingernägeln. Und auch in diesem Fall kann die richtige Ernährung Abhilfe schaffen. Doch Achtung: Bei Biotin handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin, weswegen man Gemüse nicht in zu viel Wasser kochen sollte.

Was hilft?

  • Eier
  • Tomaten
  • Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen oder Sojabohnen)
  • Haferflocken

Blasse Lippen

Blasse Haut und insbesondere blasse Lippen können auf einen Eisenmangel hinweisen. Bis ein Eisenmangel sich zeigt, kann einige Zeit vergehen. Zunächst verbraucht der Körper sämtliche Reserven, erst dann treten die ersten Symptome wie ein fahler Teint auf.

Auch bei diesem Vitaminmangel ist eine Umstellung der Ernährung empfehlenswert. Insbesondere Fleisch wie Schweineleber enthält sehr viel Eisen. Es gibt jedoch ebenso ausreichend eisenhaltige Gemüsesorten, sodass auch Veggies auf ihre Kosten kommen.

Was hilft?

  • Leberwurst,
  • Corned Beef,
  • Austern
  • Linsen
  • Pfifferlinge
  • weiße Bohnen

Sensibles Zahnfleisch

Schnell blutendes Zahnfleisch oder lockere Zähne weisen auf ebenfalls auf einen Vitaminmangel hin, genauer gesagt auf einen Vitamin-C-Mangel. Vitamin C ist essentiell für den Aufbau und Erhalt von Bindegewebe, da es zur Kollagenbildung beiträgt. Aber nicht nur das – Vitamin C ist ein lebenswichtiges Vitamin, das unser Immunsystem stärkt und das unser Körper selbst nicht erzeugen kann.

Umso wichtiger ist es also, Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, durch Lebensmittel zu sich zu nehmen. Insbesondere Zitrusfrüchten wird ein hoher Vitamin-C-Gehalt nachgesagt. Es gibt jedoch zahlreiche andere Lebensmittel, die noch deutlich mehr Vitamin C enthalten.

Was hilft?

  • Kohlgemüse (Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, etc.)
  • Spinat
  • Johannisbeeren
  • Paprika

Brauche ich Vitaminpräparate?

Grundsätzlich können wir uns durch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen – deshalb ist eine Zufuhr über Vitaminpräparate eigentlich unnötig. Liegt ein starker Vitaminmangel vor, kann man im Gespräch mit dem Arzt aber entscheiden, ob eine Supplementierung durch Vitaminpräparate sinnvoll ist.

Das ABC der Vitamine – ein kurzer Überblick über einenVitaminmangel und seine Konsequenzen

Vitamin A

Das fettlösliche Vitamin A ist u.a. elementar für den Sehvorgang, das Wachstum und die Schleimhäute. Ein Mangel kann dementsprechend zu trockener Haut, Nachtblindheit, Sehstörungen oder einer Infektion der Atemwege führen.

B-Vitamine

In der Gruppe der B-Vitamine sind eine Vielzahl von Vitaminen zusammengefasst. All diese Vitamine müssen dem Körper kontinuierlich durch Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht dauerhaft speichern kann. Die Konsequenzen von Mangelerscheinungen sind dabei ebenso vielfältig wie die B-Vitamine an sich. Von Appetitlosigkeit über Nervosität bis hin zu Müdigkeit kann alles auftreten. Um Symptome dieser Art zu vermeiden, ist es hilfreich, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.  

Eine Sonderstellung bei einem Vitaminmangel nimmt übrigens die sogenannte Folsäure (Vitamin B9) ein. Sie ist an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, ein Mangel kann unter anderem zu Blutarmut führen. Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch wird eine erhöhte Einnahme empfohlen, da ein Mangel an Folsäure zu Fehlbildungen beim Kind führen kann.

Vitamin C

Wie bereits oben erwähnt benötigt der Körper Ascorbinsäure für die Bildung von Bindegewebe und Knorpeln. Auch zur Absorption von Eisen ist Vitamin C unabdingbar. Zusätzlich heilen Wunden oder Brüche sehr viel langsamer, wenn wir zu wenig Vitamin C in uns haben. Ebenfalls ein Symptom für einen Vitaminmangel: Eingerissene Mundwinkel.

Vitamin D

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das unser Körper selbst bilden kann – und zwar mittels Sonnenlicht. Dafür brauchen wir noch nicht einmal Hochsommer, auch Tageslicht im Winter kann die Produktion anregen.

Ein Vitaminmangel kann dazu führen, dass der Darm einige Vitalstoffe nicht mehr aufnehmen kann. Zudem sind Muskelschwäche oder Gelenk- und Knochenschmerzen Symptome, die durch einen Mangel auftreten können. Bei Säuglingen führt ein Mangel des Vitamins auch zu Rachitis. Eine Rachitis kann den Knochenaufbau schaden und sorgt so zum Beispiel für einen weich bleibenden Kopf beim Kind.

Vitamin E

Ein Mangel an Vitamin E, auch Tocopherole genannt, kann das Leistungsvermögen und die Fruchtbarkeit verringern, sowie zu erhöhter Nervosität führen. Das Zellschutzvitamin schützt die Körperzellen zudem vor schädlichen Einflüssen, weswegen es vermehrt in Hautcremes eingesetzt wird. Doch auch in Lebensmittel wie Nüssen und  pflanzlichen Ölen ist Vitamin E enthalten.

Videotipp: Gesund und schön: Auf diese Vitamine solltest du nicht verzichten!

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Wer hier schreibt:

Laura Masbaum / Stephanie Pingel
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