Esstypen: Mit Lust essen und trotzdem abnehmen

Essen, worauf man Lust hat - und dabei schlank werden? Klingt verlockend. Und lässt sich lernen, wenn man den Kopf ausschaltet. Tipps für unterschiedliche Esstypen.

Soll ich noch, soll ich nicht? Darf ich das? Ist das nicht zu fett? Schluss damit. Wer intuitiv und aus dem Bauch heraus isst, wonach der Körper verlangt, wiegt weniger und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zeigen Studien. Aber was heißt das: "aus dem Bauch heraus"? Intuitiv essen bedeutet: Essen, wenn man hungrig ist, aufhören, wenn man satt ist, Verbote gibt es nicht. Aber nicht für jeden ist der Weg dorthin gleich. Finden Sie heraus, welcher der folgenden Esstypen auf Sie zutrifft.

Übrigens: Wenn Sie intuitiv zu essen beginnen, kann es sein, dass Sie zunächst zunehmen. Das ist normal, Sie lernen ja erst, körperlichen Signalen zu vertrauen. Der amerikanische Ernährungsexperte Steven Hawks rät, anfangs Dickmacher zu kaufen und auch zu essen. Denn sind diese plötzlich erlaubt, verlieren sie schnell ihren Reiz. Nach einiger Zeit hat man dann ein Gespür fürs richtige Maß.

Esstyp 1: Die praktische Esserin

Sie essen, weil es gerade so passt: Das Kantinenmenü, weil es bequem ist, die Probier-Häppchen im Supermarkt, weil die rumstehen, und abends die Fertigpizza, weil das schnell geht.

So lernen Sie intuitives Essen

Horchen Sie in sich hinein, worauf Sie wirklich Lust haben. Denn wenn Sie sensibel für die Wünsche Ihres Körpers sind, versorgen Sie ihn genau mit den Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen, die ihm gerade fehlen.

Um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, was Ihr Körper wirklich braucht, sollten Sie auf Fertigprodukte verzichten. Denn Geschmacksverstärker, viel Zucker und Fett in Industrienahrung stören die Körperwahrnehmung.

Und nicht warten, bis der Magen knurrt, denn bei Heißhunger erscheinen schnell verwertbare Energielieferanten mit hohem Fett- und Kohlenhydrat-Anteil immer verlockender als etwa ein Joghurt oder Rohkost. Um Essanfälle zu vermeiden, sollten Sie sich deshalb schon bei leichtem Hungergefühl eine kleine Zwischenmahlzeit gönnen.

Esstyp 2: Die emotional-unbewusste Esserin

Sie greifen nach süßen Sachen, wenn sich Stress, Niedergeschlagenheit, Frustration oder Langeweile einstellen.

So lernen Sie intuitives Essen

Oft steckt hinter vermeintlichem Appetit eigentlich der Wunsch nach Entspannung, nach Zärtlichkeit, nach Trost oder einfach nach einer Pause. Meist hilft eine kurze Auszeit, um sich über die tatsächlichen Bedürfnisse klar zu werden: kurz um den Block gehen oder ein Glas kaltes Wasser trinken und durchatmen. Vielleicht merken Sie dann, dass es nicht die Trauben-Nuss-Schokolade, sondern die Umarmung eines geliebten Menschen war, nach der Sie sich gesehnt haben.

Esstyp 3: Die gedankenlose Esserin

Sie essen nebenbei, wenn Sie lesen, fernsehen, Auto fahren. Dabei merken Sie kaum, wie gut etwas schmeckt und ob Sie nicht schon längst satt sind.

So lernen Sie intuitives Essen

Machen Sie das Essen zu einer Art Meditation. Versuchen Sie, Gewürze oder Kräuter herauszuschmecken. Spüren Sie, welche Konsistenz verschiedene Nahrungsmittel haben.

Tun Sie nichts, was Sie ablenkt. Sobald es nur noch halb so gut schmeckt, sollten Sie zum Ende kommen. Je bewusster Sie essen, desto eher lernen Sie, das Sättigungsgefühl zu erkennen und ihm nachzugeben.

Es kann helfen, während des Essens hin und wieder innezuhalten und eine Fünf-Sekunden-Pause einzulegen: Schmeckt es noch so gut wie am Anfang? Stellen Sie sich eine Sättigungsskala von eins (extrem hungrig) bis zehn (richtig überfressen) vor. Wenn Sie bei fünf oder sechs liegen, sind Sie ausreichend satt.

Esstyp 4: Die verführbare Esserin

Sie können einfach nicht Nein sagen, wenn etwas Leckeres vor Ihnen steht. Und wenn Sie zum Essen eingeladen sind oder mit Freunden am Tisch sitzen, essen Sie automatisch mit, auch wenn Sie nicht hungrig sind.

So lernen Sie intuitives Essen

Lassen Sie sich nicht zum Essen verführen, wenn Sie satt sind. Heben Sie sich die Leckereien für später auf. Sollten Verwandte oder Freunde Sie zum Schlemmen überreden wollen: Lehnen Sie höflich, aber bestimmt ab. Machen Sie sich klar, dass Sie nicht mühsam verzichten, sondern sich selbst etwas Gutes tun.

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Tanja Pöpperl

Wer hier schreibt:

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