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Aronia: Wirkung und Verzehr vom Super-Food

Aronia: Beeren und Saft
© Melica / Shutterstock
Aronia gilt als gesunde Superfood-Beere mit vielen Vorteilen. Doch es gibt auch Schattenseiten. Was dahintersteckt, erfährst du hier.

Aronia: Herkunft

  • Aroniabeeren werden auch Schwarze Apfelbeeren genannt. Sie zählen zur Gattung der Rosengewächse und stammen ursprünglich aus Nordamerika.
  • Die Beeren haben eine violett-schwarze Farbe und sind etwa erbsengroß. Seit mittlerweile über 100 Jahren ist die Beere auch in Europa verbreitet. Die Pflanzen wachsen in flachen Regionen genauso wie in Gebirgen. Umso wärmer der Standort, desto mehr Fruchtsüße befindet sich in den Beeren.
  • Die Aroniabeeren werden oft als sogenanntes Superfood angepriesen, da sie viele Vitamine und Pflanzenstoffe enthalten. Alles zu ihrer Wirkung erfährst du in diesem Artikel.

Geschmack von Aronia

Aroniabeeren enthalten einen fein-herben und säuerlichen Geschmack. Und zwar völlig unabhängig davon, ob du sie frisch oder verarbeitet konsumierst. Selbst verdünnt mit Wasser bleibt die Farbe violett-rot eingefärbt. Dafür sorgen natürliche Pflanzenfarbstoffe.

Aronia: Inhaltsstoffe

  • Jod
  • Eisen
  • Folsäure
  • Provitamin A
  • Vitamin B2
  • Vitamin C
  • Vitamin K
  • Flavonoide
  • Phenolische Säuren

Aronia: Wie gesund sind sie?

  • Aroniabeeren enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe. Durch die vorhandenen Antioxidantien können sie freie Radikale im Körper bekämpfen. Diese freien Radikale wirken sich negativ auf den Zellstoffwechsel aus und beschleunigen die Alterungsprozesse.
  • Durch die Vielzahl an Vitaminen können die Beeren zu einer Stärkung vom Immunsystem führen und Krankheiten vorbeugen. Eine positive Wirkung oder Vorbeugung auf Krankheiten wie Krebs, über die oft in Medien berichtet wird, kann wissenschaftlich nicht belegt werden.
  • Aufpassen: In Nahrungsergänzungsmitteln mit Aronia stecken oft künstlich hinzugesetzte Vitamine. Oft ist die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe nicht nachzuvollziehen.

Verwendung von Aronia

  • Aroniabeeren enthalten zwar relativ viel Fruchtzucker, haben jedoch trotzdem einen säuerlich-herben Geschmack. Deshalb bevorzugen die meisten Konsumenten Aroniasaft oder Aronia-Marmelade.
  • Aroniabeeren werden auch oft als leckere Trockenfrüchte angeboten, die perfekt zum Müsli passen. Außerdem werden sie als Färbemittel für Süßwaren verwendet. Auch existieren verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die zumindest zum Teil Aronia als Inhaltsstoff enthalten.
  • Achte darauf, den Aroniasaft mit Wasser zu verdünnen, damit der Geschmack nicht so herb ist und auch Magenprobleme vermieden werden können. Du kannst jedoch auch die frischen Beeren nehmen und damit Müsli, Joghurt oder Eis verfeinern.

Aronia: Ist der Verzehr schädlich?

  • Aroniabeeren enthalten kleine Mengen an Amygdalin, welches im Körper Blausäure freisetzen kann. Bei Amygdalin handelt es sich um einen toxischen Pflanzenstoff. Dieser enthält Glykosid, welches im Zusammenhang mit Wasser unter anderem in Mandelsäurenitrilglukosid gespaltet wird. Dieses zersetzt sich wiederum in Kombination mit anderen Enzymen in Blausäure.
  • Blausäure kann zu Erscheinungen wie Atemnot, Krämpfen oder vergrößerten Pupillen führen. In ganz schlimmen Fällen kann durch eine Blockade der Atmungskette sogar der Tod verursacht werden.
  • Heißt das jetzt, dass du keine Aroniabeeren essen darfst? Nein, keine Sorge. Die frischen Früchte solltest du nur in kleinen Mengen verzehren, verarbeitete Produkte sind laut Studien auch bei regelmäßigem Konsum nicht schädlich.
  • Grundsätzlich solltest du auch bevorzugt auf Bio-Produkte greifen, um potenziell vorhandene Pestizidrückstände oder Belastungen mit Schwermetallen, die gerade bei Produkten aus fernen Ländern immer wieder auftreten, zu vermeiden.

Du bist ein Fan von Superfoods? Dann schaue dir mal unseren Artikel zur Acai-Beere an. Außerdem zeigen wir dir, wie du dir einen gesunden Ernährungsplan erstellen kannst.

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