Basische Lebensmittel: Die Superhelden der Ernährung?

Über den Säure-Basen-Haushalt ranken sich viele Geschichten. Was es damit auf sich hat und warum basische Lebensmittel so wichtig sind, erfährst du hier.

Basische Lebensmittel: Was steckt dahinter?

  • Die Einteilung in basische und säurebildende Lebensmittel gemäß dem Säure-Basen-Haushalt findet ihren Ursprung in der Biochemie. Lebensmittel werden nicht nur in Makronährstoffe, wie etwa Kohlenhydrate, oder in Mikronährstoffe, wie Vitamine, eingeteilt, sondern auch danach, ob sie im Körper Basen oder Säuren bilden.
  • Der Chemiker Carl Gustav Ragnar Berg kam bereits 1913 mit der ersten Säure-Basen-Tabelle in die Öffentlichkeit. Er fand heraus, dass der Körper optimal funktioniert, wenn ein Basenüberschuss herrscht. Später wurden seine Erkenntnisse aufgegriffen und wissenschaftlichere Tabellen herausgegeben, die sich im Detail mit der Wertigkeit einzelner Lebensmittel in der Ernährung befassen.

Basische Lebensmittel: Wann sind Lebensmittel basisch?

  • Basische Lebensmittel zeichnen sich durch einen vermehrten Anteil von Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Natrium und Calcium bei einem gleichzeitig niedrigen Anteil an Proteinen aus. Damit fällt beispielsweise das meiste Obst und Gemüse in diese Kategorie.
  • Der Säure-Basen-Haushalt wird folglich auf Grundlange dieser Nährstoffe in einem Lebensmittel zusammengestellt. Die Werte in den Tabellen stellen eine grobe Orientierung dar, schließlich gibt es eine Vielzahl an Mineralstoffen und eine exakte Erfassung ist derzeit noch zu komplex.
  • Am meisten wird bei der Einteilung in basenbildende und säurebildende Nahrungsmittel auf den Kaliumwert geschaut. Der Bedarf an Kalium beträgt für Männer und Frauen jeweils 2000 mg am Tag.

Basische Lebensmittel: Welche Nahrungsmittel gehören dazu?

  • Enthalten kein tierisches Eiweiß (Fleisch)
  • Fast alle pflanzlichen Lebensmittel

Hier eine Übersicht über basenbildende Lebensmittel:

  • Obst
  • Gemüse
  • Samen
  • Kerne
  • Kräuter
  • Nüsse (Mandeln, Walnüsse etc.)
  • Wasser
  • Kräuter oder Früchtetee (ohne Zucker)
  • Gemüsesäfte (ohne Zucker)

Basische Lebensmittel: Welche Lebensmittel wirken säurebildend?

  • Fleisch
  • Fisch
  • Milchprodukte
  • Ei
  • Zucker/Süßigkeiten
  • Getreideprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Ausgewählte Gemüse (Rosenkohl, Spargel, Artischocken)
  • Grüner und Schwarzer Tee, Früchtetee
  • Limonaden und Alkohol

Basische Lebensmittel: Tipps zum Säure-Basen-Haushalt

  • Eine rein basische Ernährung ist im Alltag kaum umzusetzen und das ist auch nicht weiter schlimm. Heutzutage sprechen wir von einer basenüberschüssigen Ernährung, die basische Lebensmittel in den Vordergrund stellt, jedoch auch mal sauer sein darf.
  • Mindestens die Hälfte der Menschen sind nach Statistiken eher in einem Bereich, der als sauer eingestuft wird. In der Folge kann daraus ein Mangel an Mineralstoffen auftreten. Schlechte Säurebildner wie Alkohol oder Fast Food sollten sowieso nur in Außnahmefällen konsumiert werden. Auch Zucker ist in größeren Mengen zu meiden.
  • Wichtig ist, zwischen guten und schlechten Säurebildnern zu differenzieren. Die guten Säurebildner enthalten viele Nährstoffe und sind daher in Maßen völlig in Ordnung. Darunter fallen vor allem Getreideprodukte und Hirse. Pflanzliche Öle zählen dagegen zu den neutralen Lebensmitteln.
  • Ernährungsberater empfehlen zu 70 bis 80 Prozent auf basische Lebensmittel zu setzen. Viel Obst und Gemüse ist dafür die beste Grundlage. Mit frischen Kräutern kannst du zudem viele Gerichte bereichern.

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