10 gute Gründe, ab sofort (fast) nur noch BIO zu essen

Ihr wollt euch gesünder ernähren, scheut euch aber, für Bio-Produkte mehr Geld auszugeben? Wir haben 10 Gründe für euch, die euch bestimmt überzeugen.

1. Da steckt Gutes drin

Lange Zeit nahm man an, dass in Bio-Produkten vor allem weniger Schlechtes drin steckt als in konventionellen Produkten. Doch inzwischen gibt es Studien, die belegen, dass in einzelnen Bio-Produkten tatsächlich mehr Vitamine und Nährstoffe enthalten sind als in den herkömmlichen Produkten.

Bio-Obst und -Gemüse bekommt bei Bio-Bauern zum Beispiel deutlich mehr Zeit zum Reifen. Dadurch erhalten sie weniger Wasser, schmecken intensiver und haben mehr Zeit, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Vitamine zu bilden. Auch Bio-Milch enthält mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren als konventionell produzierte Milch. Die sind besonders gut für das Herz-Kreislauf-System. Die Ursache dafür liegt in dem vielen frischen Gras und Heu, das Kühe in ökologischer Haltung zu fressen bekommen.

2. Unvergleichlicher Geschmack

Wer ehrlich ist, muss uns zustimmen: Bio-Obst und –Gemüse schmecken einfach besser. Das liegt daran, dass der ursprüngliche, reine Geschmack nicht durch Zusatzstoffe verfälscht wird. Am Anfang muss sich der Geschmack erst einmal umstellen, weil wir an Geschmacksverstärker und Co. gewöhnt sind. Aber irgendwann wird der Geschmackssinn feiner – und der intensivere Geschmack wird euch umhauen!

3. Ein reines Gewissen

Wer Bio-Produkte isst, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes (weil er weniger Ungesundes zu sich nimmt), sondern auch den Tieren und der Umwelt. Bio-Siegel stellen hohe Ansprüche an die Tierhaltung und die ökologische Ackerwirtschaft. Auf diese Weise soll eine artgerechtere Tierhaltung ermöglicht werden und der Boden, als höchstes Gut, geschützt werden.

Dafür zahlt man zwar vor allem bei Fleisch ein bisschen mehr, aber wer auf Qualität statt Quantität setzt und seltener, aber dafür zu gutem Fleisch greift, der hat kein schlechtes Gewissen. Und an vegetarischen Alternativen mangelt es im Bio-Segment wirklich nicht.

4. Faire Bedingungen für alle

Doch nicht nur die Tiere und der Boden profitieren davon, wenn ihr Bio-Produkte kauft. Auch die Produzenten selbst. Sie setzen nämlich auf Klasse statt auf Masse: Wer aufgrund der strengen Bio-Auflagen maximal 10 Mastschweine pro Hektar und Jahr und nur 2 Milchkühe pro Hektar halten darf, muss für seine Produkte am Ende mehr Geld verlangen, kann aber besser im Einklang mit der Natur agieren.

Mit jedem Bio-Produkt, das ihr kauft, gebt ihr den Produzenten also mehr Sicherheit, dass sie den Umstieg von der konventionellen Produktion auf die Bio-Produktion wagen können. Und davon profitieren alle. Tipp: Kauft am besten Bio-Lebensmittel von Produzenten aus eurer Region.

5. Frei von Gentechnik

Das europäische staatliche Bio-Siegel ist verpflichtend für alle vorverpackten, ökologisch erzeugten Lebensmittel – und es garantiert, dass die Produkte maximal 0,9% gentechnisch verändertes Material enthalten.

Produkte, die das deutsche staatliche Siegel tragen, dürfen gar nicht mit oder durch gentechnisch veränderte Organismen erzeugt werden, und bei den privaten Bio-Siegeln der Verbände ist gentechnisch verändertes Tierfutter sowieso vollkommen verboten. Das sind doch wirklich gute Nachrichten für alle, die einen großen Bogen um gentechnisch manipulierte Lebensmittel machen wollen.

6. Frei von Antibiotika

Fleisch, das mit dem deutschen staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet ist, muss mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern produziert worden sein. Überhaupt sind Antibiotika in der ökologischen Tierhaltung weitgehend verboten. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen dürfen sie zum Einsatz kommen. Sind sehr strenge Grenzwerte überschritten, darf das Fleisch nur noch als konventionelle Ware verkauft und nicht mehr mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden.

7. Frei von Pestiziden

Wusstet ihr, dass sich auf konventionellen Produkten jede Menge Pflanzenschutzmittelrückstände finden, die so ganz einfach in unsere Ernährung gelangen? Nämlich 0,36 Milligramm pro Kilogramm. Das liegt zwar noch weit unter den gesetzlich zulässigen Mengen, aber so wirklich lecker ist das nicht, oder? Hinzu kommen bis zu 400 verschiedene Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, Süßstoffe und künstliche Farbstoffe. Deutlich mehr Chemie also, als wir eigentlich auf unseren Tellern haben wollen.

8. Sauberes Klima

Das ist doch eine saubere Sache: Bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln werden deutlich weniger schädliche Treibhausgase ausgestoßen als bei der konventionellen Produktion. Das liegt unter anderem daran, dass beim Anbau von ökologischem Obst und Gemüse auf Stickstoffdünger verzichtet wird. Und: Wenn die Böden dank abwechslungsreicher Fruchtfolgen geschont werden, binden sie Kohlendioxid deutlich besser als ausgelaugte Böden.

9. Mehr Nachhaltigkeit

Ökologischer Anbau und Nachhaltigkeit – diese beiden Dinge gehen Hand in Hand. Denn nur wer umweltfreundlich und ressourcenschonend arbeitet, kann sicher sein, dass er langfristig und auf natürliche Weise produzieren kann. Denn die Natur verzeiht ein brutales Ausbeuten nicht so schnell und muss sich immer erst wieder erholen, bevor man ihr etwas abgewinnen kann. Der Fruchtwechsel auf den Feldern ist nur einer von vielen wichtigen, nachhaltigen Ansätzen. Dabei wird darauf geachtet, dass das Feld nacheinander für verschiedene Pflanzen genutzt wird. Die Nährstoffe, die die erste Pflanze dem Boden entzogen hat, werden von der zweiten Pflanze wieder zugeführt.

Und wenn ihr darauf achtet, Bio-Produkte aus eurer Region zu kaufen, tut ihr auch etwas dafür, dass die Bauern vor Ort auf Bio umstellen können, was wiederum Transportwege verkürzt und die Umwelt schont.

10. Zum Vorbild werden

Wenn ihr Bio-Produkte kauft, geht ihr als gute Vorbilder voran. Nicht nur für eure eigenen Kinder, die mit Bio aufwachsen und so weniger Zusatz- und Farbstoffe, künstliche Aromen und Geschmacksverstärker zu sich nehmen als andere, sondern auch für die anderen Menschen in eurem Umkreis. Dafür müsst ihr gar nicht versuchen, sie mit langen Predigten zu missionieren. Es reicht schon, ihnen einen köstlichen, frischen Salat aus Bio-Zutaten zu servieren und sie den ursprünglichen Geschmack erleben zu lassen. Manchmal geht Verstehen eben durch den Magen. In diesem Sinne: Guten Appetit!

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