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Brustkrebs-Diagnose Darum solltest du jetzt auf Softdrinks verzichten

Brustkrebs-Diagnose: Softdrinks
© Yulia Davidovich / Shutterstock
Laut einer neuen Studie kann bereits der Konsum von nur einem zuckerhaltigen Softdrink am Tag das Sterberisiko nach einer Brustkrebs-Diagnose erhöhen. Das solltest du darüber wissen!

Nach einer Brustkrebs-Diagnose steht die Welt für Betroffene meist zuerst einmal still. Es stellen sich Fragen nach den passenden Behandlungsmöglichkeiten und auch danach, worauf man im Alltag achten sollte, um die Therapie zu unterstützen. Forscher:innen der Harvard TH Chan School of Public Health in Boston haben dazu einen wichtigen Tipp: Demnach kann der Konsum von zuckerhaltigen Getränken das Sterberisiko für Brustkrebspatientinnen erhöhen.

Studie mit 8.863 Frauen

Insgesamt nahmen an der Untersuchung, die im Fachmagazin Cancer erschien, 8.863 Frauen mit Brustkrebs im Stadium I bis III teil. Die Teilnehmerinnen füllten alle vier Jahre nach ihrer Brustkrebs -Diagnose einen Fragebogen aus, in dem es um ihren Getränke- und Nahrungsmittelkonsum ging. Nach einem Zeitraum von 11,5 Jahren waren 2.482 der Frauen verstorben, 1.050 Fälle davon ließen sich auf Brustkrebs zurückführen.

Schon ein zuckerhaltiger Softdrink pro Tag erhöht das Sterberisiko

Dabei fiel auf: Bei den Studienteilnehmerinnen, die mehr zuckerhaltige Getränke zu sich nahmen, waren sowohl das durch brustkrebsbedingte Sterberisiko als auch die sogenannte Gesamtmortalität höher als bei Frauen, die auf zuckerhaltige Getränke verzichteten. Und die Menge spielt dabei offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Sogar Frauen, die nur ein zuckerhaltiges Getränk am Tag konsumierten, hatten ein fast 30 Prozent höheres Risiko für Brustkrebssterblichkeit als die Frauen, die auf solche Getränke komplett verzichteten.

"Diese Frauen sollten keine zuckerhaltigen Getränke mehr trinken oder den Konsum verringern", fasst Studien-Autorin Dr. Maryam S. Farvid zusammen. Wenn man aber gar nicht auf zuckerhaltige Getränke verzichten möchte – könnten kalorienreduzierte Getränke oder solche mit anderen Zuckerarten (wie Milch- oder Fruchtzucker) das Sterberisiko verringern? Laut der Daten leider nicht. Deshalb sollten Frauen mit Brustkrebs zuckerhaltige Softdrinks grundsätzlich meiden.

Anders sieht es aber beim Konsum von Kaffee oder Tee aus: Ersetzten die Frauen eine Portion eines zuckerhaltigen Getränkes am Tag mit Kaffee oder Tee, verringerte sich das brustkrebsbedingte Sterberisiko um 18 Prozent beziehungsweise um 15 Prozent. Auch Wasser ist erwartungsgemäß eine gesunde Alternative.

Generell Vorsicht bei Übergewicht

Zusätzlich bestätigen die Studienautor:innen mit ihrer Untersuchung einmal mehr, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken eine Gewichtszunahme begünstigen kann. Übergewicht und Adipositas werden mit einer verschlechterten Brustkrebsprognose in Verbindung gebracht – deshalb könnte dieser Zusammenhang das Sterberisiko bei einer Brustkrebsdiagnose weiter erhöhen.

Verwendete Quellen: Fachmagazin Cancer, gesundheitsstadt-berlin.de


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