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Ernährungswissen Darum ist Fisch nicht immer so gesund, wie du glaubst

Fisch: lachsfilets
© Sea Wave / Adobe Stock
Ein- bis zweimal pro Woche Fisch ist gut für die Gesundheit. Aber manche Fischsorten können mit Schadstoffen belastet sein und uns den Genuss so verderben.

Die Empfehlung der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" (DGE) ist deutlich: Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch auf unserem Speiseplan stehen, um die Gesundheit zu unterstützen und gleichzeitig nachhaltigen Konsum zu ermöglichen. Fisch enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, vor allem die Omega-3-Fettsäuren können sich positiv auswirken. Denn diese senken das Risiko für einen sonst eventuell tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Besonders fettreiche Seefische wie Lachs oder Makrele sind laut wissenschaftlicher Untersuchungen für diesen Zweck gut.

Fisch ist nicht gleich Fisch

Aber nicht jede Fischsorte eignet sich uneingeschränkt dafür, mehrmals pro Woche auf unserem Teller zu landen. Der beliebte Thunfisch beispielsweise enthält zwar ebenfalls viele Omega-3-Fettsäuren, "allerdings kann er – ebenso wie Schwertfisch, Kabeljau, Weißfisch, Hecht oder Seehecht – mit (Methyl-)Quecksilber belastet sein", so das DGE. Schwangere Frauen und Stillende sollten den Verzehr dieser Raubfischarten daher einschränken. Generell gehen die Expert:innen aber davon aus, dass die gesundheitlichen Vorteile gegenüber den möglichen Nachteilen überwiegen, wenn ein- bis zweimal pro Woche Fisch auf dem Speiseplan steht.

Was ist mit Lachs?

Der echte Lachs aus Norwegen stand lange in der Kritik, weil bei der Lachszucht häufig vorsorglich Antibiotika eingesetzt wurde, damit die Fische gesund blieben. Laut den Verantwortlichen sei es mit dieser Praxis inzwischen aber vorbei, wie auch "Stiftung Warentest" bei einer Untersuchung 2021 bestätigte. Demnach wurden in 25 getesteten Lachsfilets weder Spuren von Antibiotika noch nennenswerte Schadstoffe wie Quecksilber oder Pflanzenschutzmittel gefunden. Insgesamt erhielten 20 Lachsfilets das Urteil "gut", vier "befriedigend", eines war lediglich "ausreichend".

Keine erhöhte Gefahr durch Mikroplastik in Fischen

Sorge macht vielen Menschen auch, dass immer mehr Mikroplastik in die Meere gelangt und damit auch von Fischen verschluckt wird. Expert:innen vom Thünen-Institut für Fischereiökologie können aber auch hier entwarnen. Zwar befinden sich die winzigen Kunststoffteilchen mittlerweile in vielen Fischmägen, aber noch nicht im Muskelgewebe. Achtsam sein sollten allerdings Muschelliebhaber: Die Weichtiere können mit ihren Kiemen Mikroplastik aus dem Wasser filtern, welches dann im Zweifel mit verzehrt wird.

verwendete Quellen: dge.de, bzfe.de, stiftung-warentest.de

Brigitte

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