6 Lebensmittel, die ein Experte niemals essen würde

Hattet ihr schon mal eine Lebensmittelvergiftung? Bill Marler, Rechtsanwalt mit Fokus auf Nahrungsmittelsicherheit, weiß, wie ihr die vermeiden könnt. Folgende 6 Lebensmittel würde der Experte niemals essen.

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr etwa 351.000 Menschen weltweit an einer Lebensmittelvergiftung. Damit es erst gar nicht so weit kommt, hat Bill Marler sechs Lebensmittel im "Poison Food Journal" offenbart, die er persönlich niemals essen würde. Und die auch ihr zugunsten eurer Gesundheit besser meiden solltet.

1. Vorgeschnittenes Obst und Gemüse

Abgepackte Möhren, Salat-Boxen oder Obst im Becher: Bereits vorgeschnittene Lebensmittel sind überaus praktisch und bequem. Nichtsdestotrotz ist es besser, wenn ihr eure Möhren selbst schneidet, da ihr euch nie sicher sein könnt, welchen Verunreinigungen das Produkt vorher ausgesetzt war. Generell gilt: Je mehr ein Produkt weiterverarbeitet wird, desto mehr Bakterien haften ihm an. So steigt laut Experten das Risiko für eine E. Coli-Vergiftung.

2. Nicht pasteurisierte Milch und verpackte Säfte

Nicht pasteurisierte Milch kann mit Bakterien, Viren und Parasiten kontaminiert sein. Wie der Experte erklärt, wurden zwischen 1998 und 2011 insgesamt 148 Lebensmittelvergiftungen in den USA verzeichnet, die auf Rohmilch oder Rohmilchprodukte zurückzuführen waren. Da der Verkauf von nicht pasteurisierter Milch und Säften nicht sonderlich hoch ist, sollte diese Anzahl nicht vernachlässigt werden. Das Verfahren der Pasteurisierung wird von vielen Firmen weltweit eingesetzt, um deren Produkte sicherer zu machen.

3. Ungekochte Sprossen

Ungekochte oder nur leicht gekochte Sprossen waren schon oft Ursache für bakterielle Erkrankungen und Salmonellen. Um sich diesem Risiko nicht auszusetzen, empfiehlt Marler, ganz auf dieses Lebensmittel zu verzichten. Wenn es denn sein muss, dann sollte das Nahrungsmittel gekocht oder gebraten sein.

4. Fleisch, das noch "halbroh" ist

Bill Marler rät grundsätzlich davon ab, rohes oder halbrohes Fleisch zu essen und erklärt: "Wenn es nicht über 160 Grad Fahrenheit (70 Grad Celsius) zubereitet wird, kann es E. Coli, Salmonellen und andere bakterielle Erkrankungen verursachen." Sollte er in ein wirklich gutes Restaurant gehen, dann entscheide er sich dennoch auch mal für ein Steak, das "medium" gebraten wurde – und nicht allzu viele Messer zuvor gesehen hat. Denn die sind wiederum Überträger von Bakterien.

5. Austern und andere Schalentiere

Der Verzehr von rohen Schalentieren – insbesondere Austern – hat in den letzten Jahrzehnten für zahlreiche Lebensmittelvergiftungen gesorgt. Der Grund ist naheliegend: Schalentiere filtern gefährliche Substanzen, die auf dem Grund des Meeres zu finden sind. Und die gehen wiederum in euren Organismus über, wenn ihr die Nahrung roh verzehrt. Auch wenn Austern als Aphrodisiakum gelten, schlussfolgert Marler: "Es ist das Risiko einfach nicht wert."

6. Rohe oder kurz gekochte Eier

Für den einen oder anderen sind die Salmonellen-Epidemien aus den 1980er- und frühen 1990er-Jahren vielleicht noch präsent. Ausgelöst wurden diese damals durch rohe Eier, die mit Keimen verunreinigt waren. Die Zahlen der Salmonellen-Vergiftungen sind zwar deutlich zurückgegangen, trotzdem rät der Experte davon ab, rohe oder kurz gekochte Eier zu essen.

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