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Zu Unrecht verurteilt 3 Lebensmittel, die gar nicht so schlimm sind wie ihr Ruf

Zwei Frauen essen Schokolade: 3 Lebensmittel, die nicht so schlimm sind wie ihr Ruf
© Antonio Guillem / Shutterstock
Bei Lebensmitteln gibt es die klare Einteilung in "gesund" und "ungesund". Oder? Einige Nahrungsmittel sind gar nicht so schlecht für unsere Gesundheit wie gedacht – zumindest, wenn wir auf ein paar Dinge achten.

Es gibt Situationen, da erleichtert Schwarz-Weiß-Denken uns das Leben, weil wir Situationen besser einschätzen können. Aber wir wenden diese Art der Einteilung in "gut" und "schlecht" leider viel zu häufig an – auch in Bereichen, in denen sie alles andere als sinnvoll ist. Das trifft etwa auf die Ernährung zu. Denn Lebensmittel können wir nicht so einfach mit dem Label "gesund" oder "ungesund" versehen und das Ganze abhaken. Nahrungsmittel setzen sich schließlich aus unzähligen Bestandteilen zusammen, die in ihrer Summe nicht einfach nur "gut" oder "schlecht" sind.

Besonders diesen Lebensmitteln wird gerne nachgesagt, wie schädlich sie für unsere Gesundheit seien. Zu Unrecht! Wenn wir ein paar Dinge beachten, sind diese Speisen bei Weitem nicht so ungesund, wie wir glauben.

Diese Lebensmittel sind nicht so ungesund, wie ständig behauptet wird

1. Getreide

Brot und Nudeln aus Getreide stempeln wir in der Regel sofort als ungesund ab. So viele Kohlenhydrate! Dabei sind gerade die wichtige Energielieferanten, die wir brauchen, um Power zu bekommen und lange satt zu bleiben. Wie so oft im Leben kommt es hier auf das richtige Maß an, denn ein Zuviel an Brot und Co. macht sich gerne mit unangenehmem Völlegefühl und anderen Beschwerden bemerkbar.

Aber solange wir Maß halten und vor allem zu Vollkorn greifen (ganz wichtig!), können Brot, Pasta und Co. wichtige Bestandteile eines ausgewogenen Speiseplans sein. Produkte aus Vollkornmehl sättigen uns nämlich lang und versorgen uns mit Energie. Diese Wirkung verdanken sie den sogenannten komplexen Kohlenhydraten, die unseren Blutzuckerspiegel langsam und stetig ansteigen lassen – im Gegensatz zu den einfachen Kohlenhydraten aus Weißmehl, die den Blutzucker in die Höhe schnellen und dann ebenso schnell wieder abfallen lassen.

Die enthaltenen Ballaststoffe verstärken diesen Effekt. Sie halten nicht nur lange satt, sondern wirken sich auch positiv auf die Verdauung aus.

2. Kaffee

Wir lieben Kaffee! Das liegt vor allem an der belebenden Wirkung des Heißgetränks. Das enthaltene Koffein hemmt die Wirkung von Adenosin, einem Botenstoff, der unserem Körper normalerweise Müdigkeit signalisiert.

Ständig wird behauptet, wie ungesund Kaffee sei. Und ja: Zu viel davon kann durchaus schädlich sein. Aber in Maßen fördert Kaffee sogar unsere Gesundheit. Die US-Eliteuni Harvard hat im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass ein moderater Kaffeegenuss – das sind etwa drei bis fünf Tassen am Tag – das Risiko für Herzerkrankungen um 15 Prozent im Vergleich zur völligen Kaffeeabstinenz senken kann. Wer Maß hält, tut also mit dem heißgeliebten Wachmacher etwas für seine Gesundheit!

3. Schokolade

Dick und krank soll sie uns machen, die Schokolade. Dabei hat vor allem Zartbitterschokolade sogar so einige Health-Benefits! Denn der hohe Kakaoanteil sorgt für einen ebenso großen Anteil an Flavanolen, das sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung. Das bedeutet, sie schützen unseren Zellen vor freien Radikalen, etwa aus Umwelteinflüssen. Deshalb kann Zartbitterschokolade sich laut einer Studie der italienischen Universität L'Aquila sogar positiv auf unsere Herzgesundheit auswirken, weil sie unter anderem den Blutdruck senkt.

Wenn du deine Schoki ohne Reue genießen möchtest, solltest du also einmal bei der Menge etwas aufpassen und auf einen Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent achten. Zu viel Zucker, Butter und Co. sollten auch nicht drin stecken – ein guter Indikator ist Kakao als erster Eintrag auf der Zutatenliste.

Verwendete Quellen: eatsmarter.com, insider.com, stern.de

mbl Brigitte

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