Exotische Früchte: Tipps zum Verzehr

Mango, Ananas und Co. sind auch bei uns mittlerweile fester Bestandteil der Ernährung. Wie man exotische Früchte am besten verzehrt und von welchen Sorten du wohl noch nie gehört hast, liest du hier.

Exotische Früchte: Hintergrund

  • Gerade in der Winterzeit ist die Auswahl an Obst in Deutschland sehr überschaubar. Wer trotzdem nicht auf fruchtige Vitaminbomben verzichten möchte, hat die Möglichkeit, auf exotische Früchte zu setzen.
  • Doch viele dieser Exoten sind uns nicht sonderlich vertraut. Damit sich das ändert, zeigen wir dir in diesem Artikel, welch großes Sortiment es gibt und geben dir zudem Tipps, wie du die Früchte optimal verzehren kannst.

Exotische Früchte: Ananas, Avocado, Mango, Papaya – und der Sonderfall der Banane

  • Bei Ananas, Avocado, Mango und Papaya sprechen wir von den sogenannten "major tropical fruits“, zumindest tut dies die Welternährungsorganisation "FAO". 2017 wurde allein mit diesen Früchten eine Produktionsmenge von 94 Millionen Tonnen erreicht.
  • Davon entfiel über die Hälfte der Menge auf Mangos, gefolgt von Ananas, Papaya und mit lediglich 6 Prozent Avocado. Wobei man sagen muss, dass die Avocado insbesondere bei uns in Deutschland überaus beliebt ist.

Laut "FAO" kamen im Jahr 2017 alle weiteren exotischen Früchte zusammen auf gerade einmal 24 Millionen Tonnen produzierte Menge. Auch wenn die Banane ursprünglich aus Asien stammt und mit 114 Millionen Tonnen zu den wortwörtlichen Schwergewichten zählt, zählt sie wahrscheinlich gerade wegen ihrer Popularität nicht mehr zu den Exoten und wird in einer eigenen Kategorie berechnet.

Durian: Aufgeschnittene Durian auf Teller

Exotische Früchte in der Übersicht

  • Guave: Die Guave ist auch unter dem Namen Guayaba bekannt. Sie zählt zu den Beerenfrüchten und sollte vor dem Verzehr geschält werden, sodass das Fruchtfleisch ohne Samen genossen werden kann. Der Geschmack ist süß-säuerlich.
  • Karambole (Sternfrucht): Die Karambole ist bei uns vor allem durch ihre Verwendung in Cocktails bekannt. Da sie dort in Scheiben geschnitten einem Stern gleicht, wird sie auch Sternfrucht genannt. Von süß bis säuerlich enthält sie ein breites Geschmacksspektrum, das an Quitten, Stachelbeeren und Äpfel erinnert.
  • Kumquat: Die wie kleine Orangen aussehenden Kumquats können inklusive Schale gegessen werden. Während die Schale eher sauer schmeckt, ist das Fruchtfleisch  dem der Orange ähnlich.
  • Feigenkaktus: Die ovale und faustgroße Frucht ähnelt im Geschmack reifen Melonen oder Birnen. Bei Zimmertemperatur hält sich der Exot etwa zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger.
  • Kaki: Die Kaki erinnert optisch stark an die Tomate. Ihr Fruchtfleisch überzeugt durch eine weiche Struktur sowie einen süßlichen Geschmack, der an Aprikose mit einem Hauch Vanille erinnert.
  • Pepino (Melonenbirne): Optisch wie eine Melone, geschmacklich irgendwo zwischen Birne und Melone angeordnet. Die Pepino macht sich super in Obstsalaten oder einfach als Snack zum Erfrischen.
  • Acerola: Die kirschenähnliche Frucht ist leicht säuerlich und erinnert damit etwas an den Apfel. Da sie sehr schnell schlecht wird, solltest du die Acerola innerhalb von drei bis fünf Tagen verzehren.
  • Langsat: Die bei uns recht unbekannte Frucht ist oval und gelblich-grau gefärbt. Sie enthält eine leicht bittere Note und ähnelt dem Geschmack einer Grapefruit.
  • Rambutan: Bei der Rambutan handelt es sich um einen Verwandten der Litschi. Alles zu diesem Exoten kannst du in unserem eigenen Artikel zu der Frucht nachlesen.
  • Pitaya (Drachenfrucht): Es lassen sich drei verschiedene Sorten unterscheiden: Eine Gelbe und eine Rote mit jeweils weißem Fruchtfleisch und eine Rote mit rotem Fruchtfleisch. Vom Geschmack sind Pitayas eine Mischung aus säuerlich und süß. Die gelbe Pitaya schmeckt süßlicher und die rote Pitaya fast neutral.
  • Babaco: Dieser Exot ist noch weitestgehend unbekannt. Die Babaco enthält ein eher säuerliches Aroma und besteht aus einer fünfeckigen Form mit einem hellen Fruchtfleisch ohne Kerne.
  • Cherimoya: Die Cherimoya ist ein echter Geheimtipp. Sie schmeckt nach einer Kombination aus Banane und Vanille und kann am besten pur genossen werden.
  • Datteln: Datteln haben einen länglichen Kern, der vor dem Verzehr entfernt wird. Sie schmecken überaus süß, mit einer Ähnlichkeit zu Honig. In der Regel werden sie in getrockneter Form angeboten.
  • Feige: Die Feige überzeugt durch ein sehr weiches und süßes Aroma. Die Schale der Frucht kann mitgegessen werden, sofern diese nicht zu hart ist. Feigen kann man sowohl frisch als auch getrocknet kaufen.
  • Grenadilla: Die Frucht von der Größe eines Hühnereies kannst du mit ihrem geleeartigen Fruchtfleisch inklusive Kernen auslöffeln. Ihr Geschmack erinnert an Stachelbeeren.
  • Honigmelone: Viel Wasser und wenig Kalorien – die Honigmelone ist gerade im Sommer ein super Erfrischungssnack und schmeckt deutlich süßer als die Wassermelone. Die Kerne sollten vor dem Verzehr entfernt werden.
  • Avocado: Die Avocado hat sich mittlerweile als gesunder Fettlieferant einen Namen gemacht. Gerade als Brotaufstrich oder als Bestandteil in Salaten macht sie sich hervorragend. Sie schmeckt leicht nussig und sollte aufgrund der vielen Fette (Kalorien) eher sparsam verwendet werden.
  • Ananas: Die allseits bekannte Ananas duftet süß-sauer und enthält ein gelbes, sehr festes Fruchtfleisch.
  • Mango: Die weit verbreitete Mango stellt dich vor die Herausforderung, ihren Reifegrad richtig zu erkennen. Diesen erkennt man nämlich vor allem an ihrem aromatischen Duft und einer leicht ledrigen Schale. Im Supermarkt wird sie oft überreif als fast schon matschige Substanz angeboten. Die Schale sollte auf Druck nur sehr leicht nachgeben.
  • Jackfruit: Die Jackfruit ist mittlerweile auch bei uns dafür bekannt, dass sie als Fleischersatz zum Kochen verwendet werden kann und zudem nur wenige Kalorien aufweist. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und süß.
  • Litschi: Die Litschi zählt mit Sicherheit zu den bekannteren Exoten in den deutschen Supermärkten. Sie duftet angenehm nach Muskat und Rosen und ist sehr süßlich im Geschmack.
  • Nashi-Birne: Die Nashi-Birne ist auch als Apfelbirne bekannt. Sie ist sehr hell und ist geschmacklich sowohl bei der Birne wie beim Apfel beheimatet.
  • Pomelo: Bei der Pomelo handelt es sich um eine Kreuzung von Pampelmuse und Apfelsine. Vor dem Verzehr muss die Schale und das Fruchtfleisch entfernt werden.
  • Maracuja: Das besondere an der Maracuja: Sie ist erst reif, wenn das Äußere schon schrumpelig ausschaut. Zum Verzehr wird sie halbiert und ausgelöffelt.
  • Papaya: Die Papaya wird auch als Baummelone bezeichnet. Gereift ist sie gelb-orange eingefärbt und überzeugt mit einem Fruchtfleisch, das Ähnlichkeiten zu Himbeeren und Aprikosen aufweist.
  • Sharon: Die Sharon hat große Ähnlichkeit mit der Kaki. Im Unterschied zu dieser enthält sie jedoch keine Kerne.  Das Fruchtfleisch schmeckt nach Pfirsich und Aprikose und kann inklusive Schale verzehrt werden.
  • Tamarillo: Die Tamarillo ist auch als Baumtomate bekannt. Das Fruchtfleisch enthält essbare Kerne und kann einfach ausgelöffelt werden. Mehr zur Tamarillo erfährst du hier.
  • Ugli: Bei der Ugli handelt es sich um eine Mischung aus Tangarine, Orange und Grapefruit. Vor dem Verzehr die Schale der Frucht abschälen und dann die süß-herben Fruchtstücke genießen.
  • Granatapfelbaum: Der Granatapfel enthält im Inneren hunderte von Kernen, die jedoch essbar sind. Am besten den Apfel halbieren und die Kerne herauslöffeln oder herausklopfen.
  • Curuba: Die Frucht ähnelt optisch der Banane. Sie hat eine sehr dicke Schale und schmeckt ähnlich wie Äpfel säuerlich-aromatisch. Zum Essen am besten die Frucht halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln.

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