Detox-Wochenende - so geht's mir gut!

Stars geben ja gern viel Geld für eine Entgiftungskur aus - uns reicht ein Detox-Wochenende: Mini-Workouts, Übungen und exklusive Rezepte für schöne Haut und ein gutes Bauchgefühl.

Detox-Wochenende starten: Freitag - Stress ausschalten

Runterkommen, Luft holen und sich aufs Detox-Wochenende einstimmen.

Nachmittags

Kleine Luftkur: nach der Arbeit in den Supermarkt oder ins Fitnessstudio hetzen? Lasst es beim Start ins Detox-Wochenende langsamer angehen, mit einem Spaziergang oder einer Radtour fernab von Stadtmief und Verkehrslärm, etwa auf einem schönen Waldweg. Dabei tief einatmen und noch etwas länger ausatmen. Denn über die Lunge geben wir gasförmige Stoffwechselgifte ab. Falls stressige Gedanken aufkommen: nicht festhalten, sondern weiterziehen lassen! Und zu Hause gibt's dann einen fruchtigen Energie-Kick: Pflaumen-Smoothie Zum Rezept: Pflaumen Smoothie.

Pflaumen-Smoothie

Fusspflege: Sie werden oft vernachlässigt, deshalb sind beim Detox-Wochenende die Fußsohlen dran. Im Stehen einen Tennis- oder Igelball (z. B. ) erst mit dem rechten, dann mit dem linken Fuß unter der Sohle mit festem Druck hin- und herrollen, auch die Zehen, die äußere und innere Fußkante miteinbeziehen. Danach die Füße mit Öl einreiben - Lavendelöl entspannt, Olivenöl aus der Küche tut's aber auch - und mit beiden Händen von der Ferse zu den Zehen sanft durchkneten, das regt die Durchblutung an. Zur Entlastung von Leber, Galle und Niere genau in der Mitte der Sohle unterhalb der Fußballen mit den Daumen eine Minute lang Druck ausüben. Dort sitzen entsprechende Akupressurpunkte, die laut Traditioneller Chinesischer Medizin über Energiebahnen mit dem jeweiligen Entgiftungsorgan verknüpft sind.

Abends

Sounds of silence: Der Fernseher bleibt am Detox-Wochenende aus. Zappen entspannt nicht, sondern macht unzufrieden, weil wir die Berieselung unbewusst als Zeitverschwendung verbuchen. Viel erholsamer ist Musikhören. Wissenschaftler fanden heraus, dass unsere Hörbahnen direkt mit dem Gefühlszentrum im Gehirn, dem limbischen System, verknüpft sind. Und ruhige Klänge, etwa Soft Jazz wie "My one and only thrill" von Melody Gardot, dämpfen Stress oder Aufregung nachhaltig. Auch effektiv: eine angeleitete Fantasiereise unternehmen, etwa mit dem Hörbuch "Mein geheimer Garten" von Christiane Heyn.

Wannen-Wellness: Sauer macht lustig? Nicht, wenn Ihr Gewebe übersäuert und Stoffwechselrückstände einlagert. Dem könnt ihr zum Detox-Wochenende entspannt in der Wanne gegensteuern. Basische Badezusätze (z. B. "Das gesunde Plus" basisches Badesalz von dm oder "Meine Base" Badesalz von P. Jentschura) erhöhen den pH-Wert des Wassers und regen die Haut an, vermehrt Säuren auszuscheiden. Nach 20 Minuten bei ca. 37 Grad Wassertemperatur werdet ihr euch wohl, aber nicht müde fühlen.

Souperia: Jetzt eine Currysuppe - die noch dazu entwässert. Zum Rezept: Klare Currysuppe mit Gemüse

Klare Currysuppe mit Gemüse

Detox-Wochenende Samstag - Frühjahrsputz von innen

Heute bekommen Leber, Niere, Lunge und Darm tatkräftig Unterstützung.

Morgens

Ölwechsel: Startet mit "Gandusha", einer ayurvedischen Mundspülung mit Sesam- oder Sonnenblumenöl. Die erfordert etwas Überwindung, transportiert aber wertlose Stoffwechselprodukte effektiv über die Mundschleimhaut ab. So geht's: einen guten "Schluck" Öl im Mund hin- und herbewegen, gurgeln und durch die Zahnzwischenräume pressen. Das Fett bindet Keime und Giftstoffe an sich - nicht schlucken! Nach 3-5 Minuten ausspucken, mit warmem Wasser nachspülen.

Snack: Zum Frühstück? Obst und Nüsse! Zum Rezept: Obstsalat mit Nüssen

Obstsalat mit Nüssen

Vormittags

Bewegungs-Therapie: Das Detox- Workout wirkt wie eine leichte Massage auf die Verdauungsorgane und bringt Kreislauf und Stoffwechsel auf Trab. Je besser eure Zellen durchblutet sind, desto reibungsloser arbeitet das reinigende Lymphsystem. Die Übungsfolge 5-mal machen:

1. Bequem stehen, Beine hüftbreit auseinander, Hände in die Hüften gestützt. Einatmen und Po fest anspannen, Becken leicht nach vorn kippen, den Oberkörper so weit nach hinten neigen, wie es angenehm ist. Den Hals lang, den Blick schräg nach oben. Beim Ausatmen aufrichten.

2. Mit dem Rücken auf eine Yogamatte oder Decke legen, die geschlossenen angewinkelten Beine zum Körper ziehen, Kopf ruht auf dem Boden. Dann Knie mit den Armen umfassen, tief einatmen. Beim Ausatmen Kopf und Schultern anheben, die Knie in Richtung Kinn ziehen, die Fußspitzen dabei nicht strecken, sondern zum Körper hin anwinkeln. Die Spannung einige tiefe Atemzüge lang halten, dann lösen und wieder flach auf den Rücken legen.

3. In Bauchlage die Arme unterm Kopf verschränken, Stirn auf den Händen ablegen. Dann beim Einatmen ein Bein vom Boden heben, ohne die Hüfte aufzudrehen, beim Ausatmen wieder senken. Seite wechseln.

Mittags

Aperitif: Mit dem Mineralsalz Natrium sulfuricum D6 (in Apotheken), beim Fasten auch als Glaubersalz bekannt, könnt ihr euren Körper schon vor dem Essen entlasten. Es kurbelt die schnelle Ausleitung von Zellgiften an. Lasst zwei Tabletten im Mund zergehen, diese "Kur" über vier Wochen beibehalten. Alternative: eine Tasse entgiftender Kräutertee (z. B. "Kusmi Tea Detox", ein Mix aus Mate- und Grüntee mit Zitronengras, über www.kusmitea.de, oder "Løv is pure", Matetee mit Apfelstückchen, www.lov-organic.com).

Hauptgang: Auf dem Menüplan steht Rohkost, die durch Bitterstoffe den Magen- Darm-Trakt optimal unterstützt. Zum Rezept: Bunter Salat mit Sesamdip

Good vibrations: Mit verknoteten Beinen "Omm" singen - dieses Yoga-Klischee kennt ihr sicher. Vielleicht wusstet ihr aber noch nicht, dass das laute Ausatmen auf bestimmte Silben ("Tönen" genannt) die inneren Organe in Schwingung versetzt und die Verdauung fördert. Probiert's aus: im Schneidersitz tief einatmen, Rücken gerade, Hände locker auf den Oberschenkeln. Dann in einem Atemzug erst laut auf "Aaaa", dann auf "Ohhh", zuletzt auf "Mmmm" ausatmen. Die Übung noch 2-mal wiederholen.

Bunter Salat mit Sesamdip

Auszeit am Nachmittag

Auszeit: Ab auf die Couch! Und dabei mit einem Wärmewickel Leber, Galle und Darm gut durchbluten und aktivieren: ein feuchtheißes Handtuch auf den Oberbauch legen, darauf eine Wärmflasche, zum Schluss ein trockenes Handtuch und eine Decke drüber. Augen zu, 15-20 Minuten ruhen. Wer mag, kann sich auf das Sonnengeflecht - den besonders sensiblen Bauchbereich oberhalb des Nabels - fokussieren.

Stellt euch z. B. vor, wie ihr dort von einem hellen Licht durchdrungen oder in rotes Licht gehüllt werdet. Danach (oder stattdessen) tut eine Bauchmassage gut, die die Darmbewegungen unterstützt: entspannt auf den Rücken legen, Beine anwinkeln, mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn über den Bauch streichen, erst in großen Kreisen, dann zum Nabel hin kleiner werden, und zurück. Nach ca. 5 Minuten noch ein paarmal mit sanftem Druck den Bauch von oben nach unten mit beiden Händen ausstreichen.

Flüssigobst: Zeit für einen Drink. Zum Rezept: Happy Hour Drink

Happy Hour Drink

Abends

Feueratem: Über das Atmen entgiftet der Körper. Die Lungen tanken Sauerstoff, der im Körper verbraucht wird. Dabei fallen Abfallstoffe wie Kohlendioxid an, die wir abatmen müssen. Sehr gut klappt das mit der Technik "Feueratem" oder "Kapalabhati" aus dem Kundalini-Yoga. So geht's: im Schneidersitz erst tief einatmen, Bauchdecke dabei kräftig rausdrücken, Kinn leicht gesenkt. Beim Ausatmen die Bauchdecke ebenso kräftig nach innen ziehen. Mit dieser stoßweisen Zwerchfell- Atmung langsam starten, später das Tempo steigern, bis man eine Art Blasebalg-Atmung mit etwa 2 Zügen pro Sekunde erreicht. Das Ganze 20-30 Sekunden lang, dann langsam und tief in den Bauch weiteratmen.

Umdeutung: Im Negativ-Modus kreisen euch vermutlich Sätze wie "Ab Montag wird's wieder so stressig!" durchs Hirn. Stopp! Dreht das Ganze um, etwa so: "Nächste Woche warten viele Herausforderungen auf mich. Ich werde mich super fühlen, wenn ich alles geschafft habe." Betthupferl: Lasst den Abend mit heißer Misobrühe ausklingen (in Bio- Qualität z. B. von Lima oder Arche Naturküche). Sie wirkt basisch und reinigend.

Detox-Wochenende Sonntag - Haut reinigen

An unserem größten Entgiftungsorgan, der schützenden Haut, zeigen sich Detox-Effekte am schnellsten.

Morgens

Meeresfrische: Beim Strandurlaub nicht gern gesehen, im Badezimmer äußerst effektiv - Algen sorgen für ein angenehm klares Hautbild. Enthaltene Enzyme lösen alte Hautschüppchen und beugen Unreinheiten vor. Vor dem Duschen eine Algenpackung aufs Gesicht auftragen (z. B. "Blaugrüne Alge" Feuchtigkeitsmaske & Peeling von Aubrey Organics), 10-15 Minuten einwirken lassen und dann unter der Dusche gründlich abspülen.

Wechselschauer: Als "Warmduscherin" starten, dann die Temperatur drosseln und bei den Füßen beginnend nach oben aufsteigend den ganzen Körper kalt abbrausen. 3-mal warm, 3-mal kalt im Wechsel. Mit kaltem Wasser aufhören! Nach dem Abtrocknen eventuell eine Bürsten-Einheit einlegen - das verbessert die Durchblutung und Versorgung der Haut mit Nährstoffen. Mit einer Naturhaarbürste (Drogerie) von den Knöcheln über Unter- und Oberschenkel bis hin zum Po kreisen; Bauch und Busen nur mit sanftem Druck bearbeiten, Hände und Arme dann wieder kräftig in Richtung Herz kreisförmig ausstreichen.

Knabberkram: Aber den guten - im Müsli. Zum Rezept: Basisches Früchtemüsli

Basisches Früchtemüsli

Mittags

Südamerika: Lecker, die Gemüsepfanne mit Quinoa. Und die Getreidekörner des "Inkareis" sind voll mit Mineralstoffen und enthalten kaum säurebildendes Eiweiß.

Pfannengerührtes Gemüse mit Quinoa

Nachmittags

Hitzewallung: Richtig ins Schwitzen zu kommen ist immer noch eine der besten und natürlichsten Detox-Methoden. Mehr als ein halber Liter Flüssigkeit verdunstet täglich über Schweiß- und Talgdrüsen - damit verflüssigen sich auch Giftstoffe. Wie wäre es mit 10 Minuten Seilspringen (geht auch mit dem Bademantelgürtel), Hüpfen auf dem Mini-Trampolin oder einfach im Treppenhaus mehrmals rauf- und runterlaufen? Hinterher kurz abduschen, ein großes Glas Wasser oder eine stark verdünnte Saftschorle (1 Teil Saft + 3 Teile Wasser) trinken und ausruhen.

Fingerspitzengefühl: Jetzt per Zupfmassage ran an die Cellulite! Die Haut an Oberschenkeln, Po und Bauch stückchenweise zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, leicht nach oben ziehen und wieder loslassen. Fördert die Durchblutung des Bindegewebes, sorgt für optische Straffung. Das Ganze klappt besser mit etwas Öl, z. B. "Granatapfel- Regenerationsöl" von Weleda. Schoko-Flash: Der wirkt am besten von innen - mit einem Schoko-Chili-Trunk. Zum Rezept: Heiße Schokolade mit Ingwer und Chili

Heiße Schokolade mit Ingwer und Chili

Abends

Endspurt: Super Zeitpunkt für Sauna oder Dampfbad. Oder um Kamille zu inhalieren: 100 Gramm Kamillenblüten in 2 Liter Wasser aufkochen und 5 Minuten köcheln. Dampf etwas abkühlen lassen und mit einem Handtuch über dem Kopf ca. 5 Minuten lang abwechselnd tief durch Mund und Nase atmen. Die ätherischen Öle mit antibakterieller Wirkung reinigen Haut und Atemwege. Dann das Gesicht abtupfen und großzügig Nachtcreme auftragen.

Schlafmaske: Wer mag, trägt heute Nacht "Salzsocken". Dafür 50 Gramm Meersalz in einem Liter Wasser auflösen. Dünne Baumwollsocken eintauchen, gut auswringen, anziehen und dicke Socken drüberziehen. Genau wie beim Basenbad wird so ein übersäuertes Milieu im Körper ausgeglichen. Wer lieber trockenen Fußes ins Bett geht, trägt eine reinigende und belebende Creme auf, zum Beispiel Dr. Hauschka "Rosmarin Fußbalsam". Strümpfe drüber, über Nacht einwirken lassen - und vom Frühling träumen.

Am besten läuft euer Detox- Wochenende, wenn ihr ...

  • schon 1-2 Tage vorher auf Fleisch, Wurst, Fisch, Eier und Milchprodukte verzichtet.
  • am Detox-Wochenende keine stärkehaltigen Lebensmittel (Brot, Kuchen, Nudeln, Kartoffeln) esst. Ausnahmen sind Getreide wie Naturreis, Hirse oder Quinoa.
  • mit Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft süßt, statt mit Zucker oder Süßstoff.
  • Obst und Gemüse möglichst in Bio-Qualität esst.
  • nur wenig salzt (Salz bindet Flüssigkeit im Körper) und zum Durstlöschen am besten stilles Wasser bzw. Quellwasser trinkt; auf Kaffee, schwarzen und grünen Tee solltet ihr ganz verzichten.
  • nur Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz trinken.
Text: Tanja Pöpperl Rezepte: Anna Ort-Gottwald Rezeptfotos: Thomas Neckermann Ein Artikel aus der BRIGITTE

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