In diesen Ländern futtern die Menschen am meisten

Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie viele Kalorien Menschen verschiedener Nationen pro Tag zu sich nehmen. Und nein, die USA sind nicht auf Platz 1 ...

Wer hat was untersucht?

Das amerikanische Expertennetzwerk Recovery Brands, das über die verschiedenen Verhaltenssüchte aufklärt und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigt, hat Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus den Jahren 2004 bis 2013 ausgewertet. Ziel dabei war es, herauszufinden, in welchem Land auf der Welt im Durchschnitt die meisten Kalorien pro Kopf und pro Tag konsumiert werden.

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Uuund?

Überraschenderweise geht der Kalorienkönig-Pokal nicht an die Fast-Food-Champions aus den USA, sondern - Trommelwirbel - an unsere zünftigen Nachbarn aus Österreich. Mit Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn und anderen Leckereien verdrückt der Durchschnitts-Bürger täglich 3.769 Kilokalorien. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass die Amis mit 3.733 Kalorien nur knapp dahinter liegen. Die Deutschen haben sich auf Platz 8 gefuttert. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 3.410 Kalorien pro Tag. Mit nur 2.500 Kalorien bildet Indien das Schlusslicht. Grundsätzlich essen wir heute mehr als noch vor 50 Jahren - in manchen Ländern sind es bis zu 600 Kalorien mehr. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Portionsgrößen in Restaurants größer geworden sind.

Leben in den Top-Kalorienkonsum-Ländern auch die meisten Fettleibigen?

Nein, so einfach ist es dann doch nicht. In Belgien etwa, wo die Menschen ähnlich viele Kalorien zu sich nehmen wie in den USA, gilt nur jeder Zehnte als fettleibig (während das in Amerika auf jeden Dritten zutrifft). Dass es keinen Kausalzusammenhang zwischen Kalorienmenge und Körpergewicht gibt, zeigt sich auch in Mexiko und Chile. Obwohl die Menschen dort im Schnitt eine geringere Kalorienzufuhr haben, ist der Anteil der Fettleibigen dort mit am höchsten.

Hängt das nicht auch von der Qualität des Essens ab?

Ja, denn nicht alle Kalorien sind gleichwertig, wie eine Studie erst kürzlich wieder belegte. Ein Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil (und damit auch vielen Kalorien) ist nicht zwangsläufig schlecht für den Körper. So sind zum Beispiel Nüsse, Olivenöl, eingelegter Fisch oder Vollmilch weitaus gesünder als stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel. Die Studie von Recovery Brands zeigt: Je teurer (und hochwertiger) die Lebensmittel in einem Land sind, desto niedriger ist die Fettleibigkeitsrate - und andersherum.

nw
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