Bio-Espresso im Test

Wer Bio-Espresso kauft, sollte bereit sein, etwas mehr Geld auszugeben. Die teuren Sorten sind tatsächlich auch die besseren, das hat unsere Blindverkostung gezeigt.

Montagmorgen ohne Kaffee? Die sechs Mitglieder der Jury verzichteten freiwillig auf ihren gewohnten Wachmacher - schließlich sollten sie am Vormittag noch sieben verschiedenen Sorten Bio-Espresso probieren und bewerten.

Hellwach waren sie aber schon vorher - und legten bei der Blindverkostung strenge Maßstäbe an. Eine gute Note - besser als 3 (befriedigend) - schafften lediglich zwei der sieben Anbieter.

Platz 1: maria sole (Linea Verde)

Besonderheit: Der Espresso wurde auf Olivenbaumholz geröstet Preis: gekauft für 8,50 Euro Note: 1,58 Kommentar: kräftig, ausgewogen, wenig Säure Fazit: Nicht nur die Verpackung ist edel - der Espresso wurde von allen Testern als Favorit genannt. Für den Alltag ziemlich teuer, für besondere Anlässe oder als Geschenk für einen Espresso-Kenner ideal (Online-Bestellung über www.kaffeezentrale.de)

Platz 2: tazpresso

Besonderheit: Bio- und Fairtrade-Siegel, Mischung aus hochwertigen Arabica- und Robusta-Sorten (Infos über www.taz.de) Preis: gekauft für 4,29 Euro Note: 2,29 Kommentar: kräftig, leicht säuerlich im Abgang, trotzdem süßliche Note Fazit: Die Verpackung ist nicht jedermans Sache, aber der Inhalt ist jeden Cent wert. Gibt’s neben Bio- und Weltläden auch in Läden der Drogeriekette Budnikowsky.

Platz 3: Mount Hagen

Besonderheit: Bio- und Fairtrade-Siegel (Infos zum Espresso über www.wertform.com) Preis: gekauft für 4,29 Euro Note: 3,0 Kommentar: samtig, rund, bitterer Abgang Fazit: Immerhin Platz 3, wenn auch mit deutlichem Abstand zu den beiden Vorplatzierten.

Platz 4: Gepa Bio-Espresso

Besonderheit: Bio- und Fairtrade-Siegel, Mischung aus Arabica-Sorten Preis: gekauft für 3,99 Euro Note: 3,25 Kommentare: wenig Aroma, leicht, langweilig, viel Säure Fazit: Zwar sorgt der Gepa-Espresso dank Bio- und Transfair-Siegel für ein gutes Gewissen, aber der Geschmack bleibt trotzdem auf der Strecke. Die bessere Alternative: Der "tazpresso" - vereint Gewissen und Geschmack.

Platz 5: Gustoni

Besonderheit: 100 Prozent Arabica-Bohnen Preis: gekauft für 3,79 Euro Note: 3,46 Kommentar: dünner Geschmack, nicht sehr aromatisch, mild Fazit: Auf der Packung steht rassig-kräftig - klingt zwar gut, hat aber mit dem tatsächlichen Inhalt wenig zu tun.

Platz 6: el rojito (Biologo)

Besonderheit: Arabica-Bohnen, Bio- und Fairtrade-Siegel Preis: gekauft für 3,29 Euro Note: 3,95 Kommentar: modriger Geschmack, im ersten Moment sehr bitter, scharf gebrannt Fazit: Klar, der Preis ist gut. Aber das Geld ist trotzdem schlecht investiert.

Platz 7: Gusto-Espresso (Rapunzel)

Besonderheit: Arabica-Robusta-Mischung, Bio- und Fairtrade-Siegel Preis: gekauft für 3,99 Euro Note: 4,0 Kommentar: pudrig, künstlicher Beigeschmack, schmeckt, als wenn er schlecht wäre Fazit: Dieser Espresso konnte keinen der Tester begeistern.

Text: Monika Herbst Foto: Michael Röhrich/Fotolia

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Monika Herbst
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