Das neue Fastfood: fettarme Snacks

Doppelwhopper war gestern. Jetzt locken die Anbieter von Fastfood mit Snacks, die fettarm, ausgewogen und gesund sein sollen. Wir haben 15 Snacks getestet.

Doppelwhopper war gestern. Jetzt locken Fastfood-Anbieter mit Snacks, die fettarm, ausgewogen und gesund sein sollen, zum Beispiel unter der Marke "King delight" oder "Salads plus". Kann man die bedenkenlos genießen? Oder ist’s mehr Werbung als Wirklichkeit? Wir ließen die neuen Burger, Salate, Wraps und Sandwiches testen*: Wie viel und was für Fett steckt drin? Wie sieht’s aus bei Kalorien, Kohlenhydraten und Ballaststoffen? Und vor allem: Machen sie satt? Zum Vergleich kam jeweils ein "normales" Produkt mit auf den Prüfstand. Das Ergebnis: Die "Leichten" halten fast alle, was sie versprechen. Sie machen satt und sind lecker - gesunde Alternativen zum selbst gemachten Mittag- oder Abendessen oder für zwischendurch. "So kann man auch im Fastfood-Restaurant etwas essen, was nicht so leicht dick macht", sagt Ernährungsexperte Thomas Ellrott von der Uni Göttingen. Fazit: Snacks können öfter auf dem Speiseplan stehen - wenn es die richtigen sind.

* Getestet hat für uns das Lefo-Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung, Untersuchung und Bewertung in Ahrensburg bei Hamburg

So lesen Sie die Tabellen

Damit Sie die Snacks untereinander leicht vergleichen können, sind auch die Nährwerte pro 100 Gramm angegeben.

Wasser: Steckt von Natur aus in allen Lebensmitteln und ist prima, weil’s ein kalorienfreier Sattmacher ist - also lieber mehr als weniger. Zum Vergleich: Fleisch besteht zu etwa 75 Prozent aus Wasser, Salat und die meisten Gemüse enthalten mehr als 90 Prozent.

Eiweiß: Darf nach neuesten Erkenntnissen etwas reichlicher auf den Teller kommen, weil es gut sättigt und vor Übergewicht schützen kann. Snacks mit viel magerem Fleisch sind also nicht verkehrt. Empfohlene Menge für Frauen: täglich 0,8 bis zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.

Fett: 60 bis 70 Gramm am Tag sind für Frauen okay. Zwei Drittel davon sollten herzgesunde einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (FS) sein. Weil’s auf die ankommt, sind sie in der Tabelle extra ausgewiesen. Die Differenz zum Gesamtfett ergibt die Menge ungünstiger gesättigter Fette.

Ballaststoffe: Am besten täglich mindestens 30 Gramm essen. Hat ein Snack nur drei Gramm Ballaststoffe, ist das zwar nicht üppig, aber für einen Burger oder Wrap okay. Essen Sie an dem Tag noch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Kohlenhydrate: Sie sind unser Super-Benzin, und für die Figur ist’s am besten, wenn wir sie in Form von Vollkorn, Gemüse und Obst essen. Etwa die Hälfte der täglichen Kalorien sollte aus Kohlenhydraten stammen. Das macht bei 2100 Kalorien ca. 260 Gramm. Schade, wenn ein Snack nur 2 Gramm Kohlenhydrate hat.

Kalorien - korrekt Kilokalorien (kcal): Frauen, die viel sitzen, (ver)brauchen etwa 2100 Kalorien. Verteilt über den Tag heißt das zum Beispiel: Auf die drei Hauptmahlzeiten entfallen je 500 Kalorien, auf zwei Zwischenmahlzeiten je 300 Kalorien.

Sättigungseffekt: Wie gut die Snacks den Hunger stillen, hat Dr. Thomas Ellrott, Ernährungsexperte und Arzt an der Uni Göttingen, für uns gecheckt. Entscheidend sind dafür zum Beispiel Eiweißgehalt, Ballaststoffmenge und Kalorien. Die Smileys zeigen's auf einen Blick: * = macht nur kurz satt ** = sättigt gut *** = sättigt sehr gut

Text: Annette Sabersky/Susanne Gerlach Fotos: Maike Jessen Heft 24/04

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