Vitamine zum Trinken: Wellness-Drinks

Gerade jetzt, nach dem langen Winter, brauchen wir dringend Vitamine. Doch knackiges Obst mit Vitaminen gibt's kaum. Super Alternative: zehn Wellness-Drinks aus fertigen Säften zum Selbermischen.

Sie sind schlapp und lustlos, ihre Haut sieht müde aus, und das Immunsystem könnte auch besser sein. Dann sind Sie zum Beispiel mit Säften am gut bedient. Die schmecken nicht nur lecker, sondern machen im Nu fit. Denn sie liefern Nährstoffe wie Vitamine und mineralstoffe in konzentrierter Form. Und die nimmt der Körper besonders schnell und leicht auf, weil die schwer- bzw. unverdaulichen Fasern aus Obst und Gemüse fehlen. Mit der richtigen Saftmischung können Sie daher ganz gezielt Beschwerden lindern oder etwas für Ihre Wellness tun. Jedes unserer Rezepte reicht für zwei Gläser. Wenn Sie pro Glas einen Esslöffel Haferflocken hineinrühren, ersetzt der Drink sogar eine kleine Mahlzeit.

Muntermacher 1 pürierte Kiwi, 250 ml Orangensaft und 150 ml naturtrüber Apfelsaft Das bringt morgens den Kreislauf in Schwung, denn das Kiwi-Enzym Actinidin pusht den Stoffwechsel. Apfelsaft regt die Verdauung an, und die Orangen steuern den frisch-fruchtigen Geschmack bei sowie Vitamin C, das die Psyche stabilisiert.

Gute-Laune-Cocktail 1 pürierte reife Banane, 150 ml Apfelsaft, 250 ml Aprikosennektar und 2 EL Sanddornsaft Der Mix liefert alles, was für gute Stimmung sorgt: die Vitamine C und B6, Magnesium und Kalium; außerdem das "Glückshormon" Serotonin aus der Banane.

Gehirn-Futter 1 pürierte Papaya (Kerne vorher entfernen), 50 ml Zitronensaft, je 100 ml Apfelsaft und Mineralwasser Futter für die grauen Zellen sind die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen - von allem steckt besonders viel in der Papaya.

Beauty-Mix je 100 ml Aprikosen- und Pfirsichnektar, 150 ml Mangosaft und 100 ml fettarme Milch Sorgt für eine schöne Haut und gutes Aussehen, denn der Drink ist reich an den Vitaminen A und C sowie an Karotinoiden - ein optimaler Zellschutz gegen freie Radikale. Kalzium und Phosphor aus der Milch stärken Knochen und Zähne.

Stress-Bremse je 200 ml roter und weißer Traubensaft, 50 ml Zitronensaft B-Vitamine, Kalium und Magnesium aus den Trauben sind pure Nervennahrung. Außerdem stärken die Beeren das Immunsystem, das bei Stress in Mitleidenschaft gezogen wird. Frucht- und Traubenzucker sind pure Extra-Energie.

PMS-Drink 300 ml Birnensaft, 150 ml weißer Traubensaft und 50 ml Sanddornsaft Wassereinlagerungen im Körper machen vielen Frauen an den Tagen vor den Tagen zu schaffen. Birnen entwässern dank Kalium, und Weintrauben und Sanddorn regen die Nierentätigkeit an.

Energie-Kick 250 ml roter Traubensaft, 1 pürierte Banane, 100 ml Orangensaft Traubenzucker bringt vor oder nach dem Sport schnell Energie; Anthozyane aus den Trauben, Magnesium und Vitamin C regenerieren das Immunsystem.

Abwehr-Kraft 350 ml Tomatensaft, 100 ml Rote-Bete-Saft und 50 ml Zitronensaft Bevor die Erkältung kommt: Die geballte Ladung aus Lykopin in Tomaten, Flavonoiden in roter Bete und Vitamin C aus der Zitrone stärkt das Immunsystem. Und falls schon die Nase trieft - Tyramin im Tomatensaft muntert auf.

Ausputzer 300 ml Sauerkrautsaft, je 100 ml Apfel- und Selleriesaft Ist die Verdauung träge, fühlt man sich nicht richtig fit: Milchsauer vergorener Sauerkrautsaft wirkt leicht abführend und schützt die Darmflora. Auch Apfelsaft bringt die Verdauung in Schwung. Selleriesaft ist harntreibend.

Zellschutz 250 ml Rote-Bete-Saft, 150 ml Möhren- und 100 ml Selleriesaft Wenn das Blut nicht zügig fließt, fühlt man sich schlapp. Das Gemüse-Trio stärkt die Gefäße und sorgt mit viel Folsäure für die Bildung der roten Blutkörperchen. In roter Bete und Möhren steckt zellschützendes Betakarotin. Sellerie aktiviert die Nierentätigkeit und wirkt dadurch entgiftend.

Kaufen oder selber machen?

Säfte sind superbequem und erfrischend. Es gibt mittlerweile sehr viele hochwertige und naturbelassene Sorten, die richtig gesund sind. Allerdings können Säfte das frische Obst oder die Gemüsepfanne nicht auf Dauer ersetzen. Denn ihnen fehlen die wichtigen Ballaststoffe, wie zum Beispiel die Pflanzenfasern, die beim Pressen zurückbleiben. Auch andere Substanzen können bei der Herstellung verloren gehen. Deshalb sind glasklare, gefilterte Säfte nicht empfehlenswert. Kaufen Sie lieber naturtrübe Sorten, denn da steckt noch ein großer Teil an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyane und Flavonoide drin. Mit Öko-Säften und Säften aus dem Reformhaus sind Sie immer auf der sicheren Seite. Die sind zum Beispiel auch nicht gezuckert. Außerdem haben verdünnte Sorten wie die Nektare einen deutlich höheren Fruchtgehalt, als das bei Säften aus konventioneller Herstellung meist der Fall ist. Fertigsäfte sind pasteurisiert und halten angebrochen ein paar Tage im Kühlschrank. Wenn Sie selber pressen möchten, nehmen Sie nur tadellose reife Früchte. Und trinken Sie den Saft gleich, zum Aufbewahren eignet er sich nicht.

Petra Apfel
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