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Neue Studie In diesen 3 Lebensphasen ist Alkohol besonders schädlich

Alkohol in verschiedenen Lebensphasen: Whiskey
© moomsabuy / Shutterstock
Dass zu viel Alkohol gesundheitsschädlich ist, ist den meisten Menschen mittlerweile bekannt. Eine Studie belegt nun aber, dass übermäßiger Alkoholkonsum besonders in drei Lebensphasen noch schädlicher ist, als angenommen.

Das Feierabendbier oder ein schönes Glas Rotwein am Abend: Viele Erwachsene gönnen sich ein Gläschen Alkohol pro Tag. Und für die meisten gesunden Erwachsenen ist das auch kein Problem – wie Studien belegen, kann beispielsweise das Glas Rotwein am Abend sogar gesund sein. Eine neue Studie von britischen und australischen Forschern belegt, dass das aber nicht für alle gilt: Laut ihren Daten gibt es vor allem drei Lebensphasen, in denen schon der moderate Konsum von Alkohol große Schäden anrichten kann. Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Metaanalyse von bereits vorhandenen Studien, die von Forschern des Kings College London und der University of New South Wales, Sydney, durchgeführt wurde.

So gefährlich ist Alkohol in der Schwangerschaft

Dass schwangere Frauen auf Alkohol verzichten sollten, um gesundheitliche Schäden bei ihrem Kind zu vermeiden, ist eigentlich bekannt. Aber: "Weltweit konsumieren rund zehn Prozent der schwangeren Frauen Alkohol, wobei die Raten in europäischen Ländern erheblich höher sind als im globalen Durchschnitt", so Studien-Hauptautorin Dr. Louise Mewton. Man könne also davon ausgehen, dass viele Schwangere immer noch glauben, hier und da mal eine Weinschorle würde schon nicht schaden. Doch das ist ein Irrtum, wie die Untersuchung belegt: Schon kleinste Mengen Alkohol zum falschen Zeitpunkt, beispielsweise wenn das Gehirn des Embryo gerade einen neuen Entwicklungsschritt macht, können die Hirnstruktur dauerhaft negativ verändern.

Alkoholexzesse bei Teenagern mindern Intelligenz

Teenager zwischen 15 und 19 bilden die zweite Lebensphase, in der übermäßiger Alkoholkonsum schwere Schäden anrichten kann. Rund jeder fünfte Jugendliche praktiziert regelmäßig Alkoholexzesse, in denen mindestens 60 Gramm reiner Alkohol konsumiert wird. Dadurch kann es unter anderem zu Gedächtnisstörungen kommen, außerdem verringert sich das Gehirnvolumen. Des Weiteren wird die Entwicklung der sogenannten weißen Hirnsubstanz gehemmt – was mit einem erhöhten Risiko für Verkehrsunfälle sowie Suizidgedanken in Verbindung gebracht wird.

Schnellerer geistiger Abbau bei Senioren

Menschen ab 65 Jahren trinken laut den Studiendaten zwar eher in Maßen, dafür aber sehr regelmäßig. Und schon dieser moderate regelmäßige Alkoholkonsum könne das Gehirnvolumen verringern. Zwar ist bisher unklar, ob diese Veränderung auch zu geistigen Beeinträchtigungen führen kann, Experten gehen aber davon aus, dass der Alkoholkonsum den altersbedingten Abbauprozess beschleunigt.

Neue Studie: In diesen 3 Lebensphasen ist Alkohol besonders schädlich

In einer Mitteilung im British Medical Journey (BMJ), in dem die Studie veröffentlicht wurde, heißt es dazu: "Um diesbezüglich Klarheit zu schaffen, sind weitere Studien erforderlich. Ebenso sind die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Alkoholkonsum und die damit verbundenen Schäden unklar."


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