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Kaffee statt Frühstück? Lieber nicht! 3 Gewohnheiten, die uns schneller altern lassen

Kaffee gehört für viele dazu, aber das beliebte Getränk hat seine Tücken
Kaffee gehört für viele dazu, aber das beliebte Getränk hat seine Tücken.
© Comeback Images / Adobe Stock
Je nachdem, wann und wie du deinen geliebten Kaffee trinkst, kann er ein paar unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Ob morgens direkt nach dem Aufstehen oder spätestens innerhalb der ersten paar Stunden, nachdem das Bett – mal mehr, mal weniger widerwillig – verlassen wurde: Eine Tasse Kaffee gehört für die meisten Menschen in Deutschland einfach dazu. Laut "Statista" tranken im Jahr 2018 immerhin 72 Prozent der Befragten regelmäßig den beliebten Muntermacher.

Und sicherlich kann Kaffee gesund sein – wenn man ihn denn in Maßen genießt. Laut Öko-Test birgt der Konsum von knapp fünf Tassen täglich kein größeres Risiko für den Menschen – wobei sich diese Empfehlung nicht per se auf jeden Menschen übertragen lässt, wie es auf der Webseite heißt. Schließlich hat jeder Mensch ganz individuelle Krankheitsbilder.

Das Ernährungsmagazin "Eat This, Not That!" sprach mit Lisa Moskovitz, CEO der Ernährungsberatungsstelle NY Nutrition Group, über mögliche Gefahren von Kaffee – und erhielt überraschende Antworten über die Frage, wann und wie der Wachmacher unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen kann.

1. Der Kaffee ersetzt kein Frühstück

"Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages", ist eine verbreitete Weisheit, der auch die Ernährungsberaterin zustimmt und entschieden davon abrät, Frühstück mit einer Tasse Kaffee gleichzusetzen. Moskovitz zufolge kann das "Auslassen dieser wichtigsten Mahlzeit zu einer weniger nahrhaften Ernährung führen", die dem gesunden Altern entgegenwirke.

Wer regelmäßig das Frühstück auslässt, leidet unter einem stärkeren kognitiven Abbau als die Menschen, die ausgewogene Mahlzeiten zu sich nehmen, wie eine Studie feststellte. Also: Statt das Frühstück auszulassen und gleich zum Kaffee überzugehen, empfiehlt es sich eher, "ein Frühstück aus frischem Obst, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen" zu sich zu nehmen, so Moskovitz.

2. Mit Milch und Zucker? Lieber nicht

Auf Zucker oder Süßungsmittel solltest du besser verzichten
Auf Zucker oder Süßungsmittel solltest du besser verzichten.
© Andrii / Adobe Stock

Manche mögen es süß und cremig, wenn es um den Kaffee geht. Das ist in Maßen auch in Ordnung, aber ein Überkonsum an Milch und vor allem Sahne und Zucker führt gerade mit zunehmendem Alter zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, zu Entzündungen und anderen Gesundheitsproblemen. Eine Studie kam sogar zu dem Ergebnis, dass hoher Zuckerkonsum die "Gebrechlichkeit" im Alter erhöhte, was ungewollten Gewichtsverlust und eine verminderte körperliche Aktivität miteinschließt. 

Wer stattdessen auf Süßstoffe ausweichen möchte, sollte sich das lieber noch einmal überlegen. Diese seien "ernährungsphysiologisch wertlos" und könnten den Insulinspiegel und die Darmgesundheit beeinträchtigen. Dies wirke sich auf alle lebenswichtigen Stoffwechselwege im Körper aus und führe dazu, dass man im Laufe des Tages mehr Lust auf Süßes hat, warnt Moskovitz.

3. Kaffee ersetzt auch kein Wasser

Manche mögen denken: Kaffee ist eine Flüssigkeit, ergo tue ich etwas für meine Flüssigkeitszufuhr, wenn ich meine zehn Tassen am Tag trinke. Allerdings ist dem nicht so, denn viel Kaffee führt zu Dehydrierung, unter anderem, weil die Nieren angeregt werden und wir öfter die Toilette aufsuchen müssen. Das kann sich "negativ auf die Haut, die Verdauung, das Energieniveau, die Nährstoffaufnahme und sogar die Gelenke auswirken", sagt die Ernährungsberaterin.

Verwendete Quellen: eatthisnotthat.com, medicalnewstoday.com, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov, oekotest.de, de.statista.com

cs Brigitte

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