Was steckt in Laugenbrezel und Wurstsalat?

Nur noch wenige Tage im Biergarten genießen. Auf dem Tisch: Wurstsalat, Laugenbrezel, Bier. Und was bedeutet das für unser Kalorien-Konto?

Laugenbrezel - ruft nach Begleitung

Das ist drin Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Natronlauge.

Das Gute daran Sie schmeckt pur am besten, bleibt also fettarm. Das Salz kann der Körper brauchen, wenn er vorher viel geschwitzt hat. Wenn nicht, lieber etwas Salz abkratzen.

Und? Leider gibt es kaum Laugenbrezel in der Vollkorn-Variante, sie machen also nicht lange satt. Die Energiedichte ist wie bei allen Broten und Brötchen recht hoch, allerdings niedriger als bei Salzstangen. Mit einer großen Portion Gemüse ist die Brezel super.

Nährwert Pro Stück (ca. 70 g) 175 kcal, 2 g F, 7 g E, 34 g KH

Wurstsalat - verachtet Vegetarier

Das ist drinFleischwurst, Essig, Öl, evtl. Käse, Kräuter, Zwiebeln.

Das Gute daranWenig, leider, auch wenn er toll schmeckt: Die Wurst enthält reichlich tierische Fette, der Käse leider auch. Prima sind die rohen Zwiebeln, deren Sulfi de lassen sie scharf schmecken, sie wirken aber auch antibakteriell und desinfi zierend.

Und? Im Prinzip ist Wurstsalat eine klassische Aufschnittplatte fürs Abendbrot, nur noch mit Essig und Öl abgeschmeckt. Also auch so zu genießen: in Maßen, mit Vollkornbrot und Gemüserohkost dazu.

NährwertPro Portion (200 g): 610 kcal, 55 g F, 28 g E, 9 g KH

Weißbier - mag’s unterkühlt

Das ist drin Wasser, Hefe, Hopfen, Malz.

Das Gute daran Ein tolles Getränk! Bier, besonders Hefeweizen, enthält ein buntes Potpourri an Wirkstoffen. Folsäure sorgt für Zellerneuerung, B-Vitamine unterstützen Nerven und Blut, das Xanthohumol im Hopfen bremst sogar Entzündungen.

Und? Meist ist die alkoholfreie Variante die beste, sie hat auch nur etwa halb so viele Kalorien. Allerdings sind einige Effekte, z. B. der Schutz vor Zellalterung, wohl an den Alkoholgehalt gekoppelt. Ab und zu darf es also auch mal ein echtes Weißbier sein. Prost!

Nährwert Pro 500 ml alkoholfrei: 125 kcal, 0 g E, 0 g F, 25 g KH / mit Alkohol: 215 kcal, 0 g E, 0 g F, 15 g KH, 21 g Alkohol

Krautsalat - kommt in der Rohversion

Das ist drinWeißkohl, Essig, Öl, Salz, Kümmel, Kräuter.

Das Gute daranDer gute alte Weißkohl kommt als Krautsalat zu neuen Ehren. Kohl enthält viel Folsäure, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe wie Betacarotin, außerdem viele Ballaststoffe. Und da der Salat nicht erwärmt wird, zählt er sogar als extra gesunde Gemüserohkost zu den "5 a day".

Und?Köstlich und gesund, was will man mehr? Das im Kohl enthaltene Betacarotin schützt auch noch vor Sonnenschäden. Lediglich Menschen mit empfindlichem Darm müssen etwas aufpassen, denn Kohlgemüse kann Blähungen hervorrufen. Kümmel im Salat kann dagegen helfen. Aufpassen beim Dressing, wenn der Kohl sehr glänzt, steckt (zu) viel Öl in der Sauce, wenn sie weiß ist, wird er mit Mayo gemacht!

NährwertPro Portion (200 g): 220 kcal, 18 g F, 2 g E, 13 g KH

Rettich - rührt zu Tränen

Das ist drinRettich, Salz.

Das Gute daranRettich besteht wie alle Gemüse aus sehr viel Wasser, dazu kommen Kalzium, Kalium, Vitamin C und B-Vitamine. Scharf machen ihn die Senföle, sie wirken antibiotisch, können das Immunsystem stärken und regen die Verdauung an.

Und? Beim Rettich giltJe schärfer, desto besser! Wenn es zu scharf wird: mit Salz bestreuen, das treibt die Scharf- und Bitterstoffe aus. Ansonsten lindern z. B. ein geriebener Apfel oder alle Arten von Milchprodukten wie Joghurt oder Milch die Schärfe. Die meisten Vitamine und sekundären Pfl anzenstoffe sitzen direkt unter der Schale, also den Rettich nur abwaschen, nicht schälen.

NährwertPro Portion (200 g): 48 kcal, 0 g F, 2 g E, 10 g KH

Obatzda - liebt das Durcheinander

Das ist drinCamembert, Butter oder Frischkäse, Zwiebeln, Kräuter und Gewürze wie z. B. Paprika.

Das Gute daranEr schmeckt einfach gut. Im Käse steckt viel Kalzium, das stärkt Knochen und Zähne. Das Milchfett aus Butter und Käse macht lange satt, liefert aber auch jede Menge gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Besser: wenn Frischkäse statt Butter drin ist.

Und?Eine Riesenportion Obatzda pur ist nicht gut, wenn er aber als Bayern-Tapas mit Rettich, Krautsalat und Brezel auf den Tisch kommt, ist die Gesamtbilanz wieder okay.

NährwertPro 100 g: 350 kcal, 18 g F, 14 g E, 3 g KH (Frischkäse-Variante)

Vorsicht!

Biergarten ist toll, aber mit dem Bier sollte man bei Hitze vorsichtig umgehen. Alkohol regt die Nierentätigkeit an, so werden zusätzlich zum Schwitzen Mineralien ausgeschieden. Weil Alkohol und Hitze die Gefäße weiten, kann die Kombination schnell auf den Kreislauf schlagen. Daher in der prallen Sonne keinen Alkohol trinken und sowieso viel Mineralwasser oder Apfelschorle dazu bestellen, damit Flüssigkeitshaushalt und Mineralstoffbilanz im Soll bleiben.

Foto: Maike Jessen Styling: Dörthe Schenk Food-Styling: Pia Westermann Text: Annette Leitz
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