Kardamom: Orientalisches Aroma für die Gesundheit?

Kardamom erhält als exotisches Gewürz immer mehr Zuspruch in unserer Küche. Woher die Pflanze stammt und wie du das Gewürz optimal verwendest, erfährst du hier.

Kardamom: Einleitung

Kardamom ist nicht nur geschmacklich ein spannendes Gewürz. Neben Vanille und Safran zählt es zu den teuersten Gewürzen weltweit. Das liegt daran, dass die Kapseln aufwändig per Hand geerntet werden und dafür nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung steht, bevor die Pflanze die Samen verliert.

Insbesondere in der asiatischen Küche sind die Inhaltsstoffe sowie der Geschmack und das Aroma von dem Gewürz sehr geschätzt. So wird Kardamom beispielsweise neben Curry auch gerne in Kaffee verwendet.

Kardamom: Herkunft

Kardamom (Elettaria cardamomum) ist Teil der Ingwergewächse. Die Samen von Kardamom wurden schon im alten Rom in der Ernährung verwendet. Die Pflanze findet ihren Ursprung in Indien und ist auch als Bestandteil in der TCM Ernährung überaus beliebt.

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Kardamom: Geschmack

  • Grüner Kardamom: Der Geschmack von grünem Kardamom lässt sich als süß und gleichzeitig scharf beschreiben. Das Aroma hält nicht lange an, sodass Kapseln dem Pulver vorzuziehen sind. Die Samen haben eine grüne Farbe in frischem Zustand, getrocknet sind sie eher schwarz. Der Grüne Kardamom lässt sich praktisch für Kaffee oder süßes Gebäck nutzen.
  • Schwarzer Kardamom: Schwarzer Kardamom ist herb im Aroma und eignet sich deswegen weniger gut als Gewürz für süßes Essen. Wenn du jedoch für ein eher deftiges Rezept Gewürze für einen intensiveren Geschmack suchst, ist Kardamom deine Lösung.

Kardamom: Wirkung

Kardamom wird sowohl als Gewürz, als auch als effektives Mittel gegen Krankheiten eingesetzt. Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle entfacht die Pflanze eine spezielle Wirkung. Inhaltsstoffe wie etwa Borneol, Myrcen und Eisen entfachen durch ihre antibakterielle Wirkung förderliche Prozesse in unserem Körper.

Kardamom sorgt zunächst für einen besseren Mundgeruch und soll zusammen mit warmer Milch auch den Schlaf verbessern. Weitere Vorteile dieses Gewürzes:

  • Verdauung: Kardamom empfiehlt sich vor allem, wenn du Probleme mit deiner Verdauung hast. Die ätherischen Öle können Krämpfe lindern sowie den Magen-Darm-Trakt beruhigen.
  • Entgiftung: Kardamom kann deine Entgiftung unterstützen und dadurch zum Beispiel Kopfschmerzen lindern.
  • Menstruationsbeschwerden: Da die Öle in der Pflanze eine beruhigende Wirkung auslösen, kann Kardamom gerade für Frauen mit Menstruationsbeschwerden oder in den Wechseljahren ein hilfreiches Gewürz sein.
  • Abnehmen: Gewürze wie Zimt oder auch Kardamom werden gerne als Unterstützung in einer Diät konsumiert. Das liegt daran, dass sie den Stoffwechsel ankurbeln und dadurch die Fettverbrennung unterstützen.
  • Blutdruck und Cholesterin: Zusammen mit Ingwer wird Kardamom in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei hohem Blutdruck oder schlechten Cholesterinwerten eingesetzt.

Kardamom: Anwendung und Nebenwirkungen

  • Wie für so viele Lebensmittel gilt: Schwangere verzichten besser auf Kardamom. Genau wie auf andere Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Nelken. Das liegt am hohen Anteil von Kampfer, der frühzeitige Wehen auslösen kann. Personen mit Gallensteinen sollten ebenfalls die Finger von Kardamom lassen.
  • Der spezielle Geschmack von Kardamom hat Ähnlichkeit mit Eukalyptus. Gerade in Deutschland findet das Gewürz vor allem während der Weihnachtszeit Einzug in unsere Küche. Ob Lebkuchen oder Spekulatius – Kardamom verleiht den Speisen eine spezielle Note.
  • Wenn du Kardamom in Kaffee auflösen möchtest, nimm 350 ml Wasser, etwas Zucker und koche es zusammen mit einem halben Teelöffel gemahlenem Kardamom und zwei Teelöffeln gemahlenem Kaffee.

Alles zur Wirkung von grünem Tee erfährst du hier. Zudem zeigen wir dir, wie du einfach einen Ernährungsplan erstellen kannst und wie wichtig Mikronährstoffe für die Ernährung sind.

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