Ei-Ersatz: Das Rührei bekommt Konkurrenz

Erstmals ist es gelungen, Rührei aus Pflanzen herzustellen. Der Ei-Ersatz eines US-Unternehmens sieht dem Original verblüffend ähnlich - und schmeckt auch so.

Wer auf Eier verzichtet, musste sich bislang auch vom Rührei verabschieden. Es scheint einfach alternativlos zu sein. Doch bald nicht mehr: Eine US-Firma hat Ei-Ersatz aus pflanzlichen Quellen entwickelt, der sich genau wie Rührei in der Pfanne zubereiten lässt.

Es gibt mehrere Gründe, keine Eier zu essen: eine Allergie gegen Hühnereiweiß, ein hoher Cholesterinspiegel oder eine vegane Lebensweise. Okay, lässt man Eier halt weg, das muss nicht zwangsläufig eine kulinarische Katastrophe sein. Doch Eier sind nicht so einfach aus der Küche wegzudiskutieren, denn sie tragen zum Gelingen vieler Speisen bei. So machen Eier Teige locker und binden Soßen. Und manches Lebensmittel, manche Leckerei, ist ohne Ei geradezu undenkbar: Mayonnaise und Sauce Hollandaise etwa, oder Desserts wie Zabaione und Bayrisch Creme.

Um hier kein unbeackertes Feld zu hinterlassen, gibt es seit langem schon Ei-Ersatz, den man in Reformhäusern und Naturkostläden kaufen kann (Anbieter sind zum Beispiel 3Pauly, Natura, Orgran, MyEy). Ei-Ersatz ist ein Pulver, das mit Wasser angerührt wird. Es besteht aus Maisstärke, Süßlupinenmehl oder Kartoffelstärke bzw. aus Mischungen dieser Zutaten. Damit sollen nicht nur Pfannkuchen, Nudeln und Gebäck tadellos werden, man kann sogar Eischnee damit herstellen.

Was mit Ei-Ersatz bisher nicht gelingt, ist Rührei. Doch das könnte sich demnächst ändern: Das Unternehmen Hampton Creek aus San Francisco hat laut "ARD-Weltspiegel"-Korrespondent Stefan Niemann ein Produkt entwickelt, das fast marktreif ist. Das Alternativ-Ei schmecke jetzt schon genau wie Ei, so Niemann, die Rezeptur werde aber noch optimiert.

Hampton Creek verfolgt das Ziel, gesunde und erschwingliche Lebensmittel herzustellen, hauptsächlich aus gentechnikfreien Pflanzen. Das Hühnerei verbrauche zu viel Energie für seine Produktion, sagt Geschäftsführer Josh Tetrick, allein 70 Prozent der Herstellungskosten eines Eis gingen für Getreidefutter und Soja drauf. Eine ei-freie Mayonnaise und ei-freie Kekse hat das Start-up bereits erfolgreich auf den Markt gebracht.

Wenn Sie am liebsten das Original essen: Hier sind köstliche Rezepte für Rührei aus der BRIGITTE-Versuchsküche.

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