Mikroplastik im Tee: Darum solltet ihr euren Teebeutel genauer angucken!

Eine Studie hat nachgewiesen, dass Teebeutel Milliarden von Mikroplastik-Teilchen im Tee freigeben. Im Video seht ihr, worauf ihr achten müsst - und wie ihr auf Nummer sicher geht, wenn ihr lieber kein Mikroplastik trinken möchtet.

Mikroplastik im Teebeutel
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Was ist passiert?

Eine kanadische Studie hat schlechte Nachrichten für alle Teeliebhaber: Viele beliebte Teesorten setzen Milliarden von Mikroplastik-Partikeln im heißen Wasser frei, die wir ahnungslos trinken und in unserem Körper aufnehmen.

Moment - "Milliarden" von Plastik-Partikeln?

Leider ja. In der Studie lösten sich aus einem einzigen Teebeutel schon 11, 6 Milliaraden Mikroplastik-Teilchen aus Nylon und Polyethylenterephtalat - die verbreitetsten Kunststoffe bei der Herstellung von Plastik-Teebeuteln.

Das ist ja ekelhaft! Und auch alles andere als gesund, oder?

Darüber sind sich die Experten noch nicht einig, wie genau sich das Mikroplastik im Körper auf die Gesundheit auswirkt ist noch nicht eindeutig geklärt. Fest steht nur: Der Organismus kann das Plastik nicht abbauen, eventuelle Langzeitfolgen sind denkbar.

Welche Marken sind denn betroffen?

Die gute Nachricht: In Deutschland werden Teebeutel überwiegend aus Papier hergestellt, die keine ungewünschten Nebeneffekte mit dem heißen Wasser haben. Viele Hersteller verwenden bei der Produktion auch den aus Maisstärke gewonnen Kunststoff PLA, der biologisch abbaubar und damit auch für den menschlichen Körper unproblematisch ist.

Also: Doch alles gar nicht so schlimm?

Leider nicht: Viele Tee-Produzenten setzen auf Teebeutel aus Nylon und Kunststoff - und das sind leider oft auch besonders edle Marken, die in Deutschland dann als besonders hochwertiger Import-Tee gekauft werden. 

Was kann ich tun, wenn ich kein Mikroplastik trinken möchte?

Es lohnt sich, auf jeden Fall beim Teekauf genauer hinzugucken, aus welchem Material die Beutel sind. Und ganz sicher ist es natürlich, einfach auf losen Tee ganz ohne Beutel umzusteigen. Damit erspart ihr Umwelt und Grundwasser nicht nur Mikroplastik-Belastung - sondern ihr produduziert damit auch weniger Verpackungsmüll. 

heh / Brigitte
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