Pudding & Co. im Kalorien-Check

Pudding, Milchreis, Mousse au Chocolat - lecker, aber auch gesund? Die beliebtesten Desserts im Nährwert- und Kalorien-Check.

Jetzt noch was Süßes! Aber warum nur - eigentlich fühlt man sich doch schon satt? Die Erklärung ist die "sensorisch-spezifische Sättigung": Je mehr man von einem Gericht isst, desto weniger schmackhaft ist das spezielle Aroma, Sensoren im Gehirn melden: "Jetzt reicht es damit." Trotzdem ist noch Appetit auf eine andere Geschmacksrichtung da, daher kommt die Lust auf Desserts. Vor Urzeiten war das durchaus sinnvoll, damit man unterschiedliche Nährstoffquellen hatte: Gab es nach dem Mammut noch ein paar Beeren, die Vitamine und Zucker enthielten, stimmte die Bilanz. Aber warum süß? Zucker erhöht den Insulinspiegel, und nur wenn der hoch ist, ist man wirklich satt und zufrieden.

Soja-Pudding Schoko - verführt mit Schokolade

Das ist drin: Wasser, Zucker, Sojabohnen, Stärke, Kakao und Schokolade.

Das Gute daran: Soja ist eine gute Alternative zu Kuhmilch, nicht nur für Allergiker, denn es enthält viele Phytohormone, die Hormonprobleme wie PMS oder Wechseljahresbeschwerden positiv beeinflussen können. Außerdem sind die Vitamine B2 und B12 zugesetzt, und Soja ist cholesterinfrei.

Und? Eine gute Wahl - auch die Portionsgröße ist mit 125 g gerade richtig für ein Dessert. Wer in Sachen Gentechnik sicher sein möchte, dass nichts drin ist, greift zu Bioprodukten. Praktisch: Sojaprodukte müssen meist nicht gekühlt werden, daher kann der Pudding mehrere Wochen problemlos in der Schreibtischschublade gelagert werden.

Nährwert pro 100 g: 92 kcal, 15 g KH, 2 g F

Rote Grütze mit Vanillesauce - küsst nordisch kühl

Das ist drin: Verschiedene Beeren, Kirschen, Zucker, Stärke, evtl. Zitronensaft, in der Vanillesauce Sahne, Milch, Vanilleschote oder -aroma, Zucker und Stärke.

Das Gute daran: Beerenpower! Die kleinen Früchte haben es in sich, in ihnen stecken sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Flavonoide, außerdem jede Menge Vitamine und Mineralstoffe.

Und? Die Grütze pur ist prima, wenn sie nicht zu stark gesüßt ist. Die Vanillesauce dazu kann aus Sahne oder Milch sein, am besten nachfragen oder aufs Etikett schauen, damit es nicht zu fett wird. Typisch norddeutsch und sehr fettarm ist Rote Grütze mit frischer Milch statt Vanillesauce.

Nährwert pro 100 g (Grütze und Vanillesauce gemischt): 105 kcal, 1 g E, 22 g KH, 1 g F

Frozen Yoghurt - bisschen verklemmt, die Amis

Das ist drin: Milch, Joghurt, Zucker, Gelatine, Früchte oder Aromen, evtl. Farbstoffe.

Das Gute daran: Milch und Joghurt liefern viel Kalzium, außerdem sind sie fettarm. Damit Frozen Yoghurt so schön cremig schmeckt, wird viel Luft in den Joghurt eingeschlagen, das bringt Masse ohne Kalorien. Frische Früchte im Frozen Yoghurt liefern außerdem noch ein paar Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Und? Entwickelt wurde Frozen Yoghurt in den 70er Jahren als leichte, sahnefreie Alternative zu Eiscreme. Das ist es auch heute noch, mit frischen Früchten drin ist es der perfekte Nachtisch. Schoko- oder Karamell-Toppings nehmen allerdings etwas von der Leichtigkeit.

Nährwert pro 100 g: 100 kcal, 3 g E, 21 g KH, 0 g F

Milchreis mit Früchten - zündet mächtig

Das ist drin: Milch, Reis, evtl. Sahne, Zucker.

Das Gute daran: Der macht richtig satt. Im Reis stecken viele Kohlenhydrate, die Milch liefert viel Eiweiß, diese Mischung hält lange satt und sorgt für Energie. Frische Früchte obendrauf, und der Mix ist perfekt!

Und? Milchreis ist eher eine süße Hauptmahlzeit als ein Dessert. Als Nachtisch ist der Reis meist zu mächtig und liefert ziemlich viel Zucker und Kalorien. Darauf achten: Oft wird der Milchreis mit viel Sahne gemacht, so kann er zur Fettfalle werden, lieber selbst machen.

Nährwertpro 100 g: 112 kcal, 3 g E, 21 g KH, 2 g F

Mousse au Chocolat - macht's fränzösisch

Was ist drin: Sahne, Eier, Schokolade, Zucker, Kakao.

Das Gute daran: Eindeutig der Geschmack, denn eine zartschmelzende Mousse au Chocolat ist Balsam für die Seele! Das Eigelb macht außerdem dank Lezithin schöne Haare und Fingernägel, viel dunkle Schokolade kann Herz und Kreislauf schützen.

Und? Gar nicht so sündhaft, wie man immer denkt: Eine dunkle, luftige Mousse bringt pro Portion deutlich weniger Kalorien auf die Waage als eine Tafel Schokolade. Außerdem hat ein gleich großer Becher Mousse wegen der vielen Luft darin weniger Inhalt als Pudding oder Quark, oft sind in einem Becher nur 65 g oder 75 g statt 150 g wie beim Pudding.

Nährwert pro 100 g: 220 kcal, 6 g E, 28 g KH, 8 g F

Cremequark - lockt ganz sanft

Das ist drin: Quark, evtl. Joghurt, Magermilchpulver, Aroma.

Das Gute daran: 500 g Quark werden aus etwa 1,5 l Milch gemacht, daher hat Quark dreimal so viel Eiweiß wie die gleiche Menge Milch. Dazu kommen die Vitamine A, D, E, alle B-Vitamine sowie Folsäure und Kalzium.

Und? Beim Cremequark immer auf den Fettgehalt achten, der liegt zwischen 0,2 und 6 g pro 100 g. Außerdem nicht vom großen 500-g- Becher verführen lassen und alles auf einmal aufessen! In Maßen ist der Quark prima.

Nährwert pro 100 g: 135 kcal, 5 g E, 15 g KH, 6 g F. Leichte Version mit 0,2 % Fettgehalt: 85 kcal, 6 g E, 15 g KH, 0,2 g F

Text: Annette Leitz Foto: Maike Jessen Styling: Dörthe Schenk Food Styling: Pia Westermann Ein Artikel aus BRIGITTE BALANCE 02/10
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