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Regionale Superfoods – wertvoller, als man denkt

Regionale Superfoods - Gemüse
© Morinka / Shutterstock
Der Sommer steht vor der Tür und du möchtest deinen Körper bestmöglich mit Nährstoffen versorgen, um dich so richtig zum Strahlen zu bringen? Wir zeigen dir, wie du auch ohne Gerstengras, Gojibeeren und Co. bestmöglich versorgt bist.

Immer mehr Superfoods thronen auf den Regalen der Supermärkte. Ob Chiasamen, Spirulinapulver oder Blütenpollen – fast alles kann man mittlerweile im Laden um die Ecke kaufen. Die gehypten Produkte aus Hollywood sind aber leider nicht nur unverschämt teuer, sie drängen zudem auch unsere wirksamen, heimischen Produkte ins Abseits des Verbraucherblickfeldes.  

Damit die guten, alten Helden aus der Region nicht in Vergessenheit geraten, haben wir euch heute die wichtigsten Produkte zusammengestellt. So kommt ihr eurem Summer-Glow ein kleines Stück näher und könnt das gesparte Kleingeld lieber in euer Lieblingseis beim Italiener eures Vertrauens investieren.  

Und nicht vergessen – eine ausgewogene, vielseitige Ernährung ist der Schlüssel zum persönlichen Ziel. Die folgenden Kandidaten sind dabei hilfreiche Wegbegleiter.

1. Leinsamen bringen die Verdauung in Schwung

Wer von uns hat denn nicht das gute alte Tütchen Chia-Samen im Küchenschrank stehen? Der Hype um das Produkt ist schon ein paar Jahre her, jedoch hört er gefühlt nie auf. Mittlerweile bekommt man die schwarzen Samen sogar beim Discounter. Dabei stellen sie unsere heimischen Leinsamen zu Unrecht in den Schatten: Leinsamen enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren als Chiasamen und eine Menge an wertvollen Ballaststoffen, welche euren Darm reinigen und die Verdauung natürlich anregen. Außerdem stellen sie eine wertvolle Proteinquelle dar. Eurem Glow steht demnach nichts mehr im Wege, denn eine gesunde Darmflora zeigt sich vor allem auch in eurem Hautbild. Zudem bringen Omega-3-Fettsäuren euren Stoffwechsel in die Balance.

Wer jetzt verheißungsvoll in den nächsten Markt läuft, sollte jedoch gewarnt sein: 20 Gramm Leinsamen täglich gelten als guter Richtwert. Mehr kann abführend wirken. Außerdem solltest du darauf achten, ausreichend zu trinken, mindestens zwei Liter sind empfehlenswert.

2. Hirse für Haare und Nägel

Quinoa, Amaranth oder Buchweizen ­– wer kennt die Stars unter den sogenannten Pseudogetreidearten nicht? Wenig beachtet wird dafür die Hirse. Diese ist nämlich eine hervorragende Eiweiß- und Eisenquelle und demnach gerade für Vegetarier Gold wert. Außerdem enthält sie viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente – diese lassen unsere Haare und Nägel sprießen und unsere Haut erstrahlen. Hirse ist glutenfrei und somit gut verträglich bei Intoleranzen oder Problemen mit dem Magendarmtrakt.

Übrigens: Hirse kann man auch hervorragend als süßen Brei zum Frühstück bereiten. Dafür einfach die Hirse mit Milch deiner Wahl aufkochen und zehn Minuten köcheln lassen. Danach nach Belieben süßen und toppen!

3. Powerpaket Blaubeeren

Gojibeeren, Acai und Co. sind kaum mehr wegzudenken. Verjüngen sollen sie und zusätzlich den Stoffwechsel ankurbeln. Kein Wunder bei der Menge an Antioxidantien, oder? Noch besser sind aber (nicht nur für den Geldbeutel und das angestrebte Eis beim Italiener) Blaubeeren. Das Anthocyan der Beeren verleiht ihnen ihre intensive Farbe, regt den Stoffwechsel an und schützt vor Krebs. Außerdem enthalten sie mehr Antioxidantien als ihre exotische Konkurrenz, welche meistens nur getrocknet zu kaufen ist. Damit erneuert sie unsere Zellen und sagt Falten, Akne und Cellulite den Kampf an. Was will man mehr?

Hier gilt aber auch Vorsicht bei der Menge: mehr als 100 Gramm Blaubeeren täglich wirken abführend. Außerdem ist in dem regionalen Superstar Salicylsäure enthalten, welche blutverdünnend wirkt.

4. Grünkohl bringt uns zu Bestleistungen

Wer jetzt angeekelt das Gesicht verzieht und an damalige Hausmannskost denkt, sollte unbedingt weiterlesen. Grünkohl enthält einen extrem hohen Anteil an Chlorophyll, welchem nachgesagt wird, Krebszellen, Hautalterung und Müdigkeit effektiv zu bekämpfen.

Allein 200 Gramm decken den Tagesbedarf an Vitamin A und C und damit siegt das Nährstoffpaket gegen überteuertes Spirulinapulver und Weizengras. Wer immer noch nicht überzeugt ist, sollte wissen, dass der Preisunterschied bei ca. 20 Euro je 100 Gramm liegt – das sind mindestens 14 Kugeln Eis. Wenn das kein Argument ist…

5. Alte Freundschaft ­– der Apfel

Unsere Äpfel sind mit das Beste, was du dir und deiner Gesundheit antuen kannst. Sie enthalten jede Menge Ballaststoffe und Pektine, welche unsere Verdauung in Lot bringen und den Darm reinigen. Das machen sie so gut, dass sie sogar bei der Heilung von Gastritis und Magen-Darm-Grippe zum Einsatz kommen. Wer noch nicht genug gehört hat, bekommt jetzt noch eine weitere Ladung: Äpfel senken den Cholesterinspiegel und sogar das Dickdarmkrebsrisiko.

Wer mehr Abwechslung braucht, kann bei unseren Apfel-Rezepten vorbeischauen und neue, kulinarische Gaumenfreuden erleben.

6. Stress ade mit Kamillentee

Kamillentee ist ein wahres Wunder, wenn es um Anspannung, Nervosität und Stress geht. Kamillenblüten wirken entspannend, entzündungshemmend und stressabbauend. Leider bekommt die Wunderblüte nur selten die Anerkennung, die sie verdient. Sie verblasst oftmals neben seinem trendigen Gegner ­– dem Matchapulver. Gleiche Nährstoffe, aber sechs Euro Ersparnis pro hundert Gramm? Da kann man doch getrost auf den fancy Namen des Konkurrenten verzichten, oder?

Hast du Lust, mehr zum Thema zu lesen und dich mit anderen Frauen darüber auszutauschen? Dann schau im "Forum für gesunde Ernährung" der BRIGITTE-Community vorbei!


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