Reiswaffeln: Gesund oder giftig?

Reiswaffeln sind ein beliebter Snack. Warum du die Waffeln nicht bedenkenlos konsumieren solltest, sie aber nicht ganz streichen musst, erfährst du hier.

Reiswaffeln: Einführung

  • Gesund und kalorienarm – das sind wohl die wichtigsten Anforderungen für Frauen, die sich bewusst ernähren und vielleicht auch ein paar Kilo abnehmen wollen. Gerade unterwegs oder wenn wenig Zeit zum Kochen ist, freuen wir uns über jeden leckeren Snack, der sich gut eignet.
  • Mittlerweile klingen beim Thema Reiswaffeln sicher bei vielen schon die Alarmglocken. Statt an die Gesundheit denken viele an Begriffe wie Arsen, Acrylamid, Meersalz und krebserregendes Lebensmittel. Wie also umgehen mit den Waffeln?

Reiswaffeln: Nährwerte

Zuerst einmal zu den Nährwerten: Reiswaffeln bestehen zum Großteil aus Reis. Meist wird ihnen noch etwas Meersalz und Öl zugesetzt. Es gibt auch spezielle Produkte mit Hirse, Sesam oder andere Kombinationen.

Da Reis eine gewichtige Kohlenhydratquelle ist, eignen sich die Waffeln schon mal nicht bei Low-Carb. Den Reiswaffeln fehlen auch die Ballaststoffe, die beispielsweise im Brot enthalten sind, sodass sie nicht sonderlich gut sättigen. Durch das Meersalz wird zudem Wasser eingelagert, wodurch du dich aufgeschwemmt fühlen könntest.

  • Kalorien: 388 kcal (100 g)
  • Kohlenhydrate: 81,5 g
  • Fett: 2,7 g
  • Eiweiß: 7,8 g

Reiswaffeln: Wie werden sie hergestellt?

Der Reis wird unter hohem Druck mit Dampf erhitzt. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Als Ergebnis entsteht der bekannte gepuffte Reis, der dafür bei über 200 Grad mit Wasser erhitzt, dabei wird der Luftdruck erst hochgehalten und später reduziert, sodass das Wasser verdampft. Die Reiskörner blähen nun auf und erhöhen ihr Volumen beträchtlich.

Reiswaffeln: Wirklich giftig?

  • Öko-Test hat bereits vor vielen Jahren die Ergebnisse zur Gesundheit von Reis bzw. Reiswaffeln präsentiert. Diese zeigten, dass in vielen Reiswaffeln hohe Mengen der Schwermetalle Arsen und Kadmium sowie krebserregendes Acrylamid nachgewiesen wurde.
  • Insbesondere Arsen gilt mit 100 bis 350 Mikrogramm pro Kilo als außerordentlich giftiges Element. Zum Vergleich: Im Trinkwasser sind maximal 10 Mikrogramm pro Liter erlaubt. Viele Produkte konnten bei Öko-Test auch in Bezug auf Acrylamid nicht überzeugen.
  • Dieser Stoff entsteht beim Backvorgang der Waffeln und könnte durch schonendere Verfahren seitens der Hersteller minimiert werden. Ebenfalls kritisch ist das Element Kadmium, welches Nieren und Knochen schädigen kann und gerade für Kinder gefährlich ist, da schon kleine Mengen die empfohlenen Höchstgrenzen überschreiten können.

Reiswaffeln: Komplett meiden?

  • Reiswaffeln können nicht als gesund eingestuft werden. Sie sind jedoch auch nicht komplett zu verteufeln. Wie immer macht auch die Menge das Gift. Du solltest dir jedoch die Frage stellen, warum du Reiswaffeln essen möchtest.
  • Wenn du allgemein gerne Reis isst, solltest du vielleicht mehr auf klassischen Reis setzen, da hier der Gehalt von Arsen nicht so konzentriert vorliegt, wie in den Waffeln. Zudem enthält Reis von Natur aus Salz und wird nicht wie die meisten Waffeln noch zusätzlich mit Meersalz angereichert.
  • Als Lebensmittel für eine Diät sind die Waffeln sowieso nicht geeignet, da sie als schnelle Kohlenhydratquelle den Insulinspiegel rasch ansteigen lassen und kaum sättigen. Heißhunger ist vorprogrammiert. Wenn du eine etwas bessere Alternative suchst: Maiswaffeln schmecken ähnlich, enthalten jedoch kein Arsen.
  • Betrachte Reiswaffeln als Snack wie eine Süßigkeit, die du dir ab und an gönnst, die jedoch nicht Teil deiner täglichen Ernährung sind.

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