Wie viele Kalorien stecken in diesen Partyhäppchen?

Datteln im Speckmantel, Mozzarella-Tomaten-Spieße - diese Partyhäppchen müssen unbedingt auf den Teller. Oder überziehen sie das Kalorien-Konto?

Sie kommen extravagant daher - aber eigentlich sind Partyhäppchen so etwas wie die älteste Erfindung der Menschheit. Gabeln wurden im Jahr 1023 zum ersten Mal erwähnt, erst vor 200 Jahren setzten sie sich hierzulande durch. Doch die meisten Menschen auf der Welt essen noch heute mit den Fingern. Partyhäppchen sind also nichts anderes als eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Damit das Fingeressen im kleinen Schwarzen nicht unbeholfen wirkt, sollten die Häppchen nur so groß sein, dass sie mit einem Happs in den Mund gehen. Tipp: dem Gesprächspartner eine Frage stellen - nicht zu einfach! - und während der Antwort das Häppchen verspeisen.

Partyhäppchen: Datteln im Speckmantel

Was ist drin Getrocknete Datteln, Speck oder Bacon.

Das Gute daran Die Datteln. Denn die getrockneten Palmfrüchte liefern eine Extraportion Ballaststoffe und Kalium und Magnesium, haben aber kein Fett. Ihre Süße kommt aus Fruchtzucker, in Verbindung mit den Ballaststoffen sorgt das für eine gute Verdauung. Leider schadet der Speck der Bilanz: Er enthält viele gesättigte Fettsäuren und überreichlich Salz.

Und? Viel Dattel mit wenig Speck ist super, also eventuell die Datteln einfach auspacken. Je krosser der Speck, desto mehr Fett ist schon bei der Zubereitung ausgebraten, dann steckt nicht mehr viel im Häppchen. Vorsicht Kalorien, wenn die Datteln auch noch mit Käse gefüllt sind.

Nährwert pro Stück: 70 kcal, 5 g Fett, 2 g E, 4 g KH

Partyhäppchen: Mozzarella-Tomaten-Spieße

Was ist drin Kirschtomaten, Mozzarella, dazu Pesto-Dip aus Pinienkernen, Olivenöl, Parmesan und Basilikum.

Das Gute daran Die Tomaten enthalten Vitamin C gegen Erkältungen, Kalium für gute Nerven, Ballaststoffe für eine gute Verdauung und Carotinoide wie Betakarotin und Lycopin, die vor Krebs schützen können. Im Mozzarella steckt eine Extraportion Kalzium, außerdem Eiweiß, Magnesium und Vitamin A sowie mehrere B-Vitamine.

Und? Ganz okay. Etwas schlanker werden die Spieße mit mehr Tomate als Mozzarella oder fettarmem Mozzarella mit nur 9 statt 20 g Fett pro 100 g. Der Pesto-Dip gibt zwar noch sein Fett dazu, die Fettsäure-Zusammensetzung ist jedoch durch das Olivenöl gut, und das Basilikum liefert noch mehr sekundäre Pflanzenstoffe.

Nährwert pro Stück: 95 kcal, 8 g Fett, 6 g E, 1 g KH

Blätterteig mit Lachs

Was ist drin Blätterteig aus Mehl, Ei und Butter, Lachs, Crème fraîche oder Schmand, Kräuter.

Das Gute daran Der Lachs ist der Musterknabe unter den Fischen: Er liefert die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, so dass auch der relativ hohe Fettgehalt von 15 Prozent nicht viel ausmacht, außerdem bringt er Vitamin D, Folsäure und Jod mit. Das freut die Abwehr und die Schilddrüse.

Und? Die Mischung macht's - und die ist leider nicht optimal. Denn die guten Fette aus dem Lachs werden durch die vielen gesättigten Fette aus Blätterteig und Crème fraîche wieder neutralisiert. Lieber nur sparsam zugreifen, eine bessere Wahl wären Lachs im Filoteig oder gedämpfte Lachs-Wan-Tans.

Nährwert pro Stück: 135 kcal, 10 g Fett, 4 g E, 8 g KH

Satés mit Erdnuss-Dip

Was ist drin Hähnchenbrustfilet, Sojasauce, Kokosmilch, Erdnüsse.

Das Gute daran Geflügelfleisch ist sehr fettarm und hat viel Eiweiß und B-Vitamine für schöne Haut. Erdnüsse bestehen zu knapp 50 Prozent aus Fett, unter anderem den essentiellen Fett- säuren Linol- und Linolensäure, die sich ganz gut machen. Dazu kommt noch eine dicke Portion Magnesium gegen Stress und Muskelkrämpfe.

Und? Die Kombi aus Erdnuss und Kokosmilch in der Sauce ist zwar köstlich, aber auch happig, da auch die Kokosmilch etwa 17 Prozent Fett enthält, davon viele gesättigte Fettsäuren. Die Fleischspieße sind pur absolut harmlos und sehr zu empfehlen, nur die Sauce sollte lediglich leicht gedippt und nicht löffelweise gefuttert werden.

Nährwert pro Stück: 90 kcal, 4 g Fett, 11 g E, 2 g KH

Mini-Wraps mit Schafskäse-Spinat

Was ist drin Maismehl, eventuell Weizenmehl, Schafskäse, Spinat, Frischkäse.

Das Gute daran Der Mix aus Schafskäse und Spinat. Schafskäse wie Feta enthält mehr Kalzium als Kuhmilchkäse und ist damit gut für Knochen, Blutgerinnung und Nervensystem. Der Spinat liefert viele Mineralien, aber auch Betakarotin und Eisen. Durch das ebenfalls enthaltene Vitamin C wird die Eisenaufnahme im Körper verbessert.

Und? So ein Mini-Wrap ist eine kleine aber vollständige Mahlzeit: Kohlenhydrate und Ballaststoffe aus dem Fladen ergeben mit Eiweiß und Fett aus dem Käse und den Vitaminen und Mineralstoffen aus dem Spinat eine super Mischung. Der Mix aus Spinat und Maismehl sorgt außerdem noch für eine Extraportion Folsäure.

Nährwert pro Stück: 85 kcal, 5 g Fett, 3 g E, 6 g KH

Kokosgarnelen mit süß-scharfer Sauce

Was ist drin Garnelen, Ei, eventuell Mehl, Kokosraspeln, Öl zum Frittieren, Chilisauce aus Zuckersirup und Chili.

Das Gute daran Garnelen pur sind prima, sie enthalten viel Eiweiß, Kalium und Kalzium, aber kein Fett. Doch ihre Hülle steht ihnen gar nicht gut: Die Koksraspeln machen sich mit über 60 g Fett pro 100 g ganz schön breit, hinzu kommen noch das Frittierfett und eventuell eine Teighülle, die sich beim Frittieren mit Fett vollsaugt.

Und? Die schlanke Garnele bekommt hier ihr Fett weg. Aber: Das sitzt fast komplett in der Hülle, die sich meist ganz einfach abmachen lässt. Gut allerdings ist der süß-scharfe Dip, er ist ganz fettfrei und so aromatisch, dass schon ein kleiner Stippser ausreicht.

Nährwert pro Stück: 115 kcal, 10 g Fett, 7 g E, 1 g KH

Ein Artikel aus BRIGITTE BALANCE Foto: Maike Jessen Styling: Tina Lange Foodstyling: Pia Westermann Text: Annette Leitz
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