Sojamilch: Besser als Kuhmilch?

Um das Für und Wider von Milch wird teilweise heiß debattiert. Ist Sojamilch die bessere Alternative? Wir geben dir eine Übersicht.

Sojamilch: Vorteile

  • Gute Nährwerte
  • Für Leute mit Laktoseintoleranz
  • Glutenfrei
  • Preiswerter als andere Milchalternativen

Sojamilch: Nachteile

  • Geschmack gewöhnungsbedürftig
  • Enthält viel Wasser und oft Zusätze wie Phosphate und Maltodextrin
  • Gentechnische Eingriffe
  • Körper reagiert oft allergisch auf das Soja-Eiweiß

Was ist Sojamilch überhaupt?

  • Sojamilch ist die bekannteste und beliebteste Milchalternative. Offiziell darf sie gar nicht als Milch bezeichnet werden, da sie aus Sojabohnen hergestellt wird. Auf Verpackungen findest du daher oft die Bezeichnung "Soja-Drink“.
  • Die Milch aus Soja entsteht, wenn aus den Sojabohnen das Sojaöl gepresst wird. Dieser Anteil ergibt in Kombination mit Wasser eine Konsistenz, bei der schließlich die festen und flüssigen Anteile getrennt werden.
  • Vom Geschmack gehören Sojaprodukte für viele Milchliebhaber nicht zu den bevorzugten Alternativen. Der Soja-Geschmack erinnert noch stark an die Bohnen und kommt leicht nussig daher. Damit die Sojamilch gut hält, wird sie schließlich noch ultrahoch erhitzt.

Sojamilch: Nährwerte

  • Kalorien: 41 kcal
  • Eiweiß: 3,6 g
  • Kohlenhydrate: 2 g
  • Zucker: 0,8 g
  • Fett: 2,1 g
  • Ballaststoffe: 0,2 g

Wie gesund ist Sojamilch?

  • Im Vergleich zu Kuhmilch (3,5%) enthält Sojamilch etwas weniger Fett und etwas mehr Kohlenhydrate. Sojamilch gibt es natürlich auch in einer süßen Variante mit zugesetztem Zucker. In diesem Fall enthält Sojamilch natürlich nochmal deutlich mehr Kohlenhydrate. Beim Eiweiß nehmen sich beide Milch-Variationen nicht viel. Jedoch können viele Menschen das Milch-Eiweiß besser verdauen als das der Sojamilch.
  • Die Sojamilch enthält insgesamt mehr Vitamine und Pflanzenstoffe, vor allem Saponine und Flavonoide, die sich positiv auf unseren Körper auswirken sollen. Dafür kommt die "normale“ Milch mit mehr Calcium, Cholesterin, Vitamin B12 und Vitamin C daher. Gerade für die vegane Lebensweise solltest du also aufpassen, dass du Vitamin B12 aus anderen Quellen ausreichend beziehst. Es gibt auch Sojaprodukte, die extra mit Calcium und Vitamin B12 angereichert sind.
  • Das Problem: Sojamilch löst bei vielen Menschen Allergien aus, vor allem bedingt durch das Protein in den Bohnen. Auch kann es durch die Bohnen zu Blähungen kommen. Gerade für Kleinkinder ist Sojamilch aufgrund des Mangels an Calcium, B- und C-Vitaminen nur bedingt geeignet. Bei einer Unverträglichkeit gegen Kuhmilch kann zum Beispiel auch auf Mandelmilch gesetzt werden.
Chemische Reaktion von Milch und Cola

Tipps zu Sojamilch

  • Sojamilch kannst du als Lebensmittel vielschichtig einbauen. Du kannst es anstelle von Milch zum Ergänzen von Kaffee oder Tee genauso wie als Grundlage für Müslis oder Shakes verwenden. Gerade für vegane Sportler eignen sich Sojadrinks gut aufgrund der Nährwerte.
  • Sojadrinks kannst du auch einfach selber machen. Weiche dazu einfach 100 Gramm Sojabohnen in Wasser ein über Nacht. Gieße dann das Wasser ab und nimm etwa ein Drittel frisches Wasser hinzu. Weitere zwei Drittel Wasser erhitzt du im Topf und fügst dann die eingeweichte Mischung hinzu. Nach einigen Minuten auf kleiner Flamme lässt du die Konsistenz auskühlen und übergießt sie in einem Tuch mit 250 ml kaltem Wasser und presst sie dann aus.
  • Sojamilch findest du als Lebensmittel im Supermarkt in diversen Varianten. Neben ungesüßten Naturprodukten gibt es auch gesüßte Produkte, teilweise in Geschmacksrichtungen wie Vanille oder Schoko. Auch gibt es Produkte mit extra Calcium oder etwa als Soja-Reis-Drink. Wer genmanipulierte Produkte meiden möchte, der setzt auf Bio-Produkte.

Wie du dir einen gesunden Ernährungsplan erstellen kannst, erfährst du hier. Zudem zeigen wir dir, welche Wirkung Ingwer entfachen kann.

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