Diese 8 Lebensmittel sind nicht vegetarisch

Bei Feigen, Cornflakes und O-Saft können Vegetarier herzhaft zugreifen - oder etwa nicht? Wir verraten euch, welche acht Lebensmittel nicht so vegetarisch sind wie gedacht.

Vorsicht vor Gelatine in Cornflakes

Ja, ihr habt richtig gelesen: Etliche mit Zucker überzogene Frühstücksflocken enthalten Gelatine. Und diese wird bekanntlich aus Haut, Knochen und Bindegewebe von Tieren gewonnen. Das Stoffgemisch wird für die Haftung der Zuckerschicht an den Cornflakes benutzt. Manche Hersteller nutzen das tierische Produkt aber auch, um die jeweiligen Flocken zum Glänzen zu bringen. Schaut beim nächsten Mal also besser auf die Zutatenliste, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Käse ist nicht gleich Käse

Viele Vegetarier greifen beherzt in die Käsetheke - doch dabei ist Vorsicht geboten! Viele Käsesorten enthalten das Enzymgemisch Lab, das aus Kalbsmägen gewonnen wird. Letztere werden dafür in kleine Stücke geschnitten und ausgekocht. Insbesondere Parmesan, Pecorino, Grana Padano und Gorgonzola nutzen tierisches Lab. Wer Käse essen möchte, der ohne tierische Produkte hergestellt wurde, sollte darauf achten, dass dieser mit mikrobiellen oder pflanzlichen Labaustauschstoffen hergestellt wurde.

Tierische Bestandteile in Säften

Wer hätte das gedacht? Auch Säfte sind nicht immer für Vegetarier geeignet. O-Saft kann beispielsweise Omega-3-Fettsäuren enthalten, die zwar gut für das Herz sind, tatsächlich aber aus Fisch gewonnen werden. Und auch Multivitaminsäfte sind mit Vorsicht zu genießen, denn die beinhalten möglicherweise Gelatine. Diese Form des tierischen Bestandteils dient als Trägerstoff von Aromen und Vitaminen.

Schon mal Wespe probiert?

Gut möglich, denn Wespen können in Feigen enthalten sein. Doch wie kommt es dazu? Bei der Bestäubung der Feige kriecht die Wespe in die Blüte hinein - wenn der Gang zu eng ist, verliert sie dabei die Flügel und stirbt im Inneren. Anschließend wird sie von den Pflanzenenzymen verdaut und verwächst mit der Frucht. Wer die exotische Frucht isst, wird davon allerdings nichts bemerken, da die Wespe längst zu Protein zersetzt ist.

(Kalorienarme) Joghurts meiden

Ja, richtig gelesen: Auch Joghurts sind nicht zwangsläufig vegetarisch. Damit der frische Snack eine cremige Konsistenz bekommt, wird Gelatine verwendet - vor allem bei der kalorienarmen Variante. Und die wird aus Haut, Knochen und Gewebe von Tieren hergestellt. Ob der Joghurt Gelatine enthält, könnt ihr der Zutatenliste entnehmen. Ist sie dort nicht aufgelistet, könnt ihr beherzt ins Regal greifen.

Versteckte Schweineborsten im Brot

Auch Backwaren sind nicht vor tierischen Bestandteilen gefeit. Brot und Backwaren enthalten beispielsweise häufig die Aminosäure L-Cystein, die aus Schweineborsten oder Vogelfedern gewonnen wird. Vorrangig kommt sie bei industriell arbeitenden Großbäckereien als Mehlbehandlungsmittel zum Einsatz. Das Mittel verhindert, dass der Teig verklebt. Der Teig wird elastischer und somit knetbarer. Bis zur Jahrtausendwende wurden für die Herstellung der Aminosäure auch Menschenhaare genutzt, das ist jedoch seit April 2001 durch eine EU-Richtlinie untersagt.

Achtung vor Farbstoff in Marmelade und Co.

Marmelade, rote Fruchtgummis oder auch Beeren-Joghurts enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit Karmin - auch E120 genannt. Karmin ist ein Farbstoff, der aus weiblichen Schildläusen gewonnen wird. Vegetarisch oder auch vegan geht anders! Das rote Pigment wird dazu verwendet, Fruchtgummis oder Marmelade einzufärben - geht allerdings aus dem Auskochen oder Ausquetschen der Käfer hervor. Die zerriebene Laus befindet sich zudem in Konfitüre, Wurst und verschiedenen Getränken.

Bier und Wein - das lass' sein!

Schlechte Nachricht für alle Vegetarier, die sich gerne mal ein Feierabendbier oder ein Gläschen Wein genehmigen: Auch in Wein und Bier befinden sich tierische Produkte. Bei der Produktion von Bier und Wein werden nämlich Klärungsmittel eingesetzt. Und das funktioniert so: Wenn die Hefe beispielsweise aus dem Bier gefiltert wird, kommt eine Fischblase zum Einsatz. Bei Wein wird hingegen Gelatine genutzt. In puncto Wein gibt's allerdings schon vegane Alternativen, bei denen dann mit Kiesel- oder Mineralerde geklärt wird. Achtet hier auf das Siegel "Vegan-Blume".

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