Darmreinigung als Heilmittel: So funktioniert's

Eine gesunde Verdauung als Grundstein für unser Wohlbefinden: Das funktioniert mit einer Darmreinigung. Wir zeigen euch, wie sie perfekt in den Alltag passt!

Warum eine Darmreinigung?

Ungesunde Ernährung, Stress oder Medikamente - unser Verdauungssystem leistet tagtäglich viel und wird dennoch häufig vernachlässigt. Zur Pflege und zum Reset unserer Verdauung empfiehlt sich eine Darmreinigung. Während wir im Rahmen einer Heilfasten-Kur unseren Darm nur einmal komplett entleeren, zielt die Darmreinigung auf einen längeren Zeitraum ab.

Sie lässt sich mittlerweile auch ohne ärztliche Beaufsichtigung durchführen und bestens in den Alltag integrieren. Und warum auch nicht? Wenn wir unser Äußeres pflegen, so hat unser Inneres doch mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient!

Bei diesen Symptomen kann eine Darmreinigung helfen:

  • ständige Verdauungsprobleme wie Verstopfungen, Blähungen, Durchfall
  • geschwächtes Immunsystem
  • ständige Müdigkeit oder Schwäche
  • Migräne
  • Neurodermitis oder andere Hautprobleme- und Unreinheiten
  • plötzlich auftretende Gewichtszunahme
  • Darmpilz und andere wiederkehrende Pilzinfektionen
  • bei Kotbäuchen (auch als Bierbauch bekannt)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien
  • chronische Blasenentzündungen
  • nach einer Antibiotika-Behandlung

Dauer der Darmreinigung

Hier gilt es, seinen gesundheitlichen Zustand realistisch einzuschätzen oder im Zweifelsfall mit einem Arzt zu sprechen. Als Faustregel gilt: Gesunde Menschen zwischen 25 und 40 Jahren führen eine Darmreinigung über den Zeitraum von drei bis vier Wochen durch, bei kranken Menschen empfiehlt sich eine Darmreinigung über acht bis 12 Wochen.

Natürlich kann eine Darmreinigung auch über einen kürzeren oder längeren Zeitraum durchgeführt werden - hört hierbei gut auf euren Körper. Natürlich spielen auch Alter und der bis dahin geführte Lebensstil eine gewichtige Rolle. Erste Erfolge können sich bereits nach 14 Tagen bemerkbar machen, einen wirklich nachhaltigen Nutzen erreicht man aber erst mit einer Darmreinigung von drei Monaten.  

Die drei Basiskomponenten einer Darmreinigung

Bei der Darmreinigung sind drei Basiskomponenten unverzichtbar. Sie stehen während der gesamten Dauer täglich auf dem Speiseplan:

  • Flohsamenschalen
  • Mineralerde
  • Probiotikum

Der Flohsamenschalen-Mineralerde-Shake setzt sich aus den ersten beiden Komponenten zusammen, das Probiotikum wird zusätzlich zu den Mahlzeiten oder danach zweimal am Tag eingenommen.

Für den Shake mixt ihr einen Teelöffel Flohsamenschalen mit einem Teelöffel Mineralerde und ca. 400 ml Wasser zu einem Shake. Der Basis-Shake wird eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen eingenommen. Wer den Shake morgens und abends trinkt, kann wie gewohnt drei Mahlzeiten zu sich nehmen. Wer die Shakes gut verträgt, erhöht auf drei und ersetzt eine Mahlzeit.

Wichtig: Nicht mehr als vier Shakes am Tag trinken! Optional kann die Anzahl der Shakes auch wöchentlich erhöht werden: Woche 1 einen Shake am Tag, in der zweiten Woche zwei Shakes am Tag. Probiert aus, womit ihr euch am wohlsten fühlt und steigert euch langsam.

Ernährung während der Darmreinigung

Verzichtet während einer Darmreinigung so oft es geht auf:

  • Zucker
  • Weißmehl
  • Milchprodukte
  • Fleisch
  • Koffein
  • Alkohol
  • Salz (Nur in geringen Mengen verwenden!)

Gewöhnt euch stattdessen an...

  • Hülsenfrüchte
  • Quinoa, Hirse, Buchweizen
  • Nüsse, Mandeln
  • Samen: Leinsamen, Pinienkerne, Chia-Samen, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne
  • Sprossen
  • Blattgemüse: Spinat, Spargel, Rucola, Kopfsalat, Feldsalat, Chicorée
  • Knollengemüse: Kartoffeln, Kohlrabi, Karotten, Pastinaken, Knollensellerie, Rote Beete, Süßkartoffel, Kohlrüben
  • Fruchtgemüse: Gurke, Paprika, Zucchini, Tomate, Aubergine
  • Öle (z.B. Leinöl)

Zusätzlich zu den Shakes unbedingt ca. drei Liter am Tag trinken! Hier funktionieren stilles Wasser, Kräutertees und kaltgepresste Säfte (ohne Zusätze!). Eure Darmreinigung kann der perfekte Einstieg für eine Ernährungsumstellung sein.

Was sind die Nebenwirkungen?

Wie beim Fasten können bei einer Darmsanierung Beschwerden wie Müdigkeit, Schlappheit, unreine Haut oder Kopfschmerzen auftreten - unter Erfahrenen auch als "Entgiftungskrise" bekannt. Diese gehen jedoch vorüber. Oft kann es schon helfen, die Dosierung der Shakes anzupassen oder mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Ängste vor sturzartigen Stuhlgängen oder ähnlichen Beschwerden sind ebenso unberechtigt: Der Darm wird auf schonende und langsame Weise aufgeräumt, der Stuhlgang kann sich im Laufe der Kur zwar verändern, pendelt sich jedoch wieder ein. Während einer Schwangerschaft gilt es, besser auf eine Darmreinigung und Fastenkuren zu verzichten.

Du möchtest deine Ernährung auch nach der Darmsanierung dauerhaft umstellen? Dann haben wir leckere gesunde Rezepte!

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