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Entsäuerung: Mit diesen Tipps klappt's!

Entsäuerung: Mit diesen Tipps klappt's
© Ekaterina Kondratova / Shutterstock
Ist der Säure-Basen-Haushalt deines Körpers gestört, ist es höchste Zeit für eine Entsäuerung! Wir verraten dir Tipps für einen säurefreien Alltag!

Entsäuerung: Warum sollte ich das machen?

Medizinisch betrachtet liegt ein gestörter Säure-Basen-Haushalt dann vor, wenn der pH-Wert in unserem Blut unter 7,35 sinkt – der normale Wert liegt bei über 7,4. Als Faustregel gilt: Je niedriger unser pH-Wert, desto saurer unser Körper. Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass sie unter einer Übersäuerung leiden, die sogar chronisch werden kann. Wer Symptome wie Verdauungsbeschwerden, Abgeschlagenheit oder schlechte Haut hat, könnte eine Entsäuerung dagegen testen.

Eine gute Möglichkeit der Entsäuerung: Basenfasten. Dabei setzt man auf eine Ernährung, die zu 70 Prozent aus sogenannten basischen Lebensmitteln besteht und nur zu 30 Prozent aus sogenannten säurebildenden Nahrungsmitteln. Zu den basischen Lebensmitteln gehören beispielsweise viele Sorten Obst und Gemüse. Durch das Basenfasten soll der Körper überschüssige  Gift-und Schadstoffe, sogenannte Schlacken, besser abbauen können.

Wie entsteht eine Übersäuerung überhaupt?

In erster Linie entsteht Übersäuerung durch die Aufnahme von zu vielen Lebensmitteln, die Säure bilden. Davon betroffen sind unter anderem Produkte mit sogenannten leeren Kohlenhydraten, beispielsweise Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Knabbereien, Wurst oder Käse. Diese Lebensmittel können den regulären Stoffwechsel beeinträchtigen und den Organismus übersäuern. Aber auch andere Faktoren des persönlichen Lebensstils können eine Übersäuerung begünstigen. Dazu zählen:

  • Zu wenig Sport
  • übermäßiger Genussmittelkonsum (zum Beispiel Alkohol oder Zigaretten)
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • chronische Erkrankung der Entsäuerungsorgane (zum Beispiel Leber oder Niere)

Auch anhaltender Stress kann den Stoffwechsel negativ beeinträchtigen.

Wann ist es Zeit für eine Entsäuerung?

Bei diesen Symptomen solltest du deinem Körper mit Hilfe einer Entsäuerung Gutes tun:

  • Muskel- und Gelenkschmerzen: Wenn das Bindegewebe keine Säuren mehr aufnehmen kann, werden die Säuren in den Gelenken und Muskeln abgelagert. Leidest du häufig unter Muskel- und Gelenkschmerzen, so schreit der Körper förmlich nach einer Entsäuerung.
  • Müdigkeit: Du fühlst dich da oft müde und abgeschlagen und hast trotzdem Probleme beim Einschlafen? Das liegt daran, dass der Organismus permanent durch das vegetative Nervensystem überreizt ist.
  • Schlechtes Hautbild: Unser Organismus baut die Säuren nicht nur über das Blut, sondern auch über die Haut ab. Das wiederum zerstört die natürliche Schutzschicht: Bakterien finden somit einen guten Nährboden und deine Haut sieht fahl, großporig, unrein und gestresst aus.
  • Zahnprobleme: Der niedrige pH-Wert zieht sich auch in den Mund: Dass sorgt dafür, dass sich Bakterien, Pilze und Viren besonders wohl fühlen und Mundgeruch, Karies und andere Zahnprobleme entstehen.

Diese Tipps und Hausmittel helfen dir bei der Entsäuerung 

Falls du festgestellt hast, dass dein Säure-Basen-Gleichgewicht durcheinander ist, gibt es simple Strategien, um der Übersäuerung entgegenzuwirken. Tatsächlich ist es recht einfach, den Körper im Alltag zu entsäuern:

  • Ernährung: Ist in den meisten Fällen der größte Faktor, da wir unwissentlich viele säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Käse, Quark, Süßigkeiten und Weißmehl, zu uns nehmen. Statt auf Säuren sollten wir auf basische Lebensmittel setzen. Dazu zählen: 
  1. Obst Gemüse (z. B. Grünkohl oder Rucola)
  2. Kartoffeln
  3. frische Kräuter
  4. Keimlinge oder Samen (z. B. Sonnenblumenkerne, Sesam oder Kresse)
  • Während der Mahlzeiten gründlicher kauen und möglichst langsam essen. Wenn es euer Alltag zulässt, esst nicht zu spät am Abend.
  • Trinkverhalten: Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, um die Säuren aus dem Körper zu schwemmen: Ideal zum Trinken sind Kräutertees und stilles Mineralwasser. Auf Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke und säuernde Tees (Früchte- und Schwarztees) so oft es geht verzichten!
  • Bewegung: Sport hält gesund! Unsere Gelenke und die gesamte Muskulatur müssen regelmäßig trainiert werden. Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche sind ratsam. Vielleicht könnt ihr euren Arbeitsweg und die Einkäufe ja auch zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, statt Auto oder Bahn zu fahren? Auch das kann schon helfen, wenn man nicht regelmäßig Sport machen kann.
  • Entspannung:Entspannungstechniken wie Yoga-Übungen oderAutogenes Traininglassen uns zur Ruhe kommen und verhelfen uns zu einem gesunden Umgang mit Stress – und das wiederum einen guten Einfluss auf unseren Säureabbau.
  • Wellness-Einheiten: Regelmäßige Saunabesuche sind ebenfalls gut für das Säure-Basen-Gleichgewicht. 
  • Basenkur mit Mineralstoffen (z. B. Basenpulver): Gönn’ dir und deinem Körper ab und basische Mineralstoffe in Form eines Wellnessbades, damit Säuren und Ablagerungsstoffe leichter aus dem Körper ausgeschieden werden können. Beispielsweise eignen sich hier basische Mineralsalze wie Magnesium-, Calcium-und Schwefelverbindungen. Man kann – am Besten vor dem Schlafen gehen – 100 Gramm Natriumbicarbonat ins ca. 37° C warme Badewasser geben. Nach zehn Minuten in der Wanne wird der Körper mit Seife und einer Bürste gründlich bearbeitet. Dann bleibt man für weitere 20 bis 40 Minuten im Wasser liegen. Falls es dabei zu kühl wird, lässt man heißes Wasser nachlaufen. Zum Abschluss den Körper nochmals stark einseifen und bürsten, gründlich abbrausen und abtrocknen.

Wie lange dauert die Entsäuerung?

Zunächst einmal sollte man sicher sein, dass die Entsäuerung sinnvoll ist. Dafür kann man das Basenfasten einfach mal ein paar Tage ausprobieren: Schon eine entsprechend veränderte Ernährung über drei bis fünf Tage kann eine positive Wirkung haben. Wer damit gut klar kommt, kann die Basenkur auf bis zu 14 Tage ausweiten. Ist die richtige Entsäuerung geschafft, sollte man darauf achten, eine wieder mögliche Übersäuerung künftig zu vermeiden. Dazu setzt man am besten weiterhin auf eine basische Ernährung und befolgt möglichst auch regelmäßig die anderen Tipps.

Lesetipps: Du fängst erst an dich mit Ernährungskuren zu beschäftigen? Dann schau doch mal in unsere Artikel Entgiftung, Heilfasten oder Detox.

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