Entschlacken: So funktioniert's!

Du möchtest in Kürze ein paar Pfunde verlieren, deine Verdauung entlasten und dir im Nu zu neuer Energie verhelfen? Dann ist es jetzt Zeit zum Entschlacken!

Warum sollte ich meinen Körper entschlacken?

Das Wort "Entschlacken" klingt schon so gesund, dass es als Grund reichen könnte. Doch lohnt es sich noch in vielerlei mehr Hinsicht: Unser Körper wird von Giftstoffen befreit und alle schädlichen Stoffe werden hinausgeschwemmt. Belohnt werden wir mit einem verbesserten Hautbild und einer entlasteten Verdauung, welche uns wiederum im Nu neue Energie verleiht. Natürlich macht sich eine Entschlackungskur auch auf der Waage bemerkbar und lässt die Pfunde purzeln. Eine Möglichkeit, längerfristig Gewicht zu verlieren ist entschlacken jedoch nicht!

Wie ähnliche Fasten-Kuren kann eine Entschlackung die ideale Grundlage für eine Ernährungsumstellung sein und dabei helfen, unsere Ernährungsgewohnheiten einmal generell zu überdenken: Uns wird bewusst, wie viel wir über den Tag essen und dass unser Darm permanent zu tun hat. Zudem berichten Fastenerfahrene, dass man Lebensmittel erst einmal wieder zu schätzen lerne und so selbst ein Apfel unsere Geschmacksknospen auf ganz neue Weise entzücken könne.

Woher stammt der Begriff "Entschlacken"?

Das Wort "Schlacke" kennen viele aus der Metallgewinnung: im Verlauf einer Metallgewinnung entstehen Schmelzrückstände – die sog. Schlacke. Dies ist in unserem Körper natürlich nicht der Fall. Die Naturheilkunde hat den Begriff vor Jahrhunderten übernommen und bezeichnet damit die Stoffe, die nicht in den Körper gehören und ihn auf die Dauer belasten – alles was nach der Verwertung eben hinten drüber fällt. Hierzu zählen vor allem:

  1. Stoffe, die unser Körper nur unzureichend ausscheiden kann wie z.B. Cholesterin - Grund hierfür ist meist, dass unsere "Entgiftungspolizei" (Leber, Niere, Darm) überlastet ist.
  2. Zellenabfälle: Unser Körper produziert laufend Stoffwechselabfallprodukte, die von unseren Zellen entsorgt werden, diesen Vorgang nennt man als sog. Autophagozytose. Generell gilt: Je besser diese funktioniert, desto gesünder ist der Mensch.
  3. Die Gruppe, die für uns wohl am greifbarsten ist: für den Körper toxische Produkte wie Nikotin, Alkohol, Koffein, Medikamente und ungesunde Lebensmittel. Eine verschmutzte Luft und Kosmetika gehören ebenfalls zu dieser Gruppe.

Welche Möglichkeiten habe ich zu entschlacken?

Zu den wichtigsten Entschlackungskuren gehören:

Die ideale Dauer einer Entschlackungskur beträgt drei bis vier Wochen. Begleitend solltet ihr euch an folgende Tipps halten:

  • Streicht sämtliche Fertiggerichte aus eurer Ernährung und setzt stattdessen auf frische Lebensmittel: Obst und Gemüse sind ideal für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt.
  • Vermeidet Lebensmittel mit raffiniertem Zucker und Weissmehl.
  • Reduziert den Konsum von Genussgiften wie Alkohol und Nikotin – und auch Koffein und Zucker!
  • Trinkt ausreichlich: Am besten 1,5 bis 2 Liter am Tag, ideal sind stilles Wasser oder Kräutertees.

Gibt es Gegenstimmen?

Ja. Einige Wissenschaftler halten Entschlacken für Humbug, "der Darm sei kein Ofenrohr, an dessen Wänden Unrat festklebe", schreibt die Süddeutsche Zeitung. Dementsprechend müsse er auch nicht in regelmäßigen Abständen gereinigt werden - am besten hilft hier wohl ein Selbstversuch um herauszufinden, ob du dich fitter fühlst, wenn du deinem Darm ein wenig Ruhe gönnst.

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