Intervallfasten: Das BRIGITTE-Diätprogramm "Boost"

Die BRIGITTE-Diät mit tollen Rezepten plus Intervallfasten: Wer schnell viel und trotzdem gesund abnehmen möchte, ist hier richtig!

Geeignet für Frauen, die ...

... in kurzer Zeit viel, aber trotzdem gesund abnehmen wollen; für Frauen, deren Körper zur Fettspeicherung neigt; und für alle, die eh nicht so gerne frühstücken.

So geht’s!

Dreimal pro Woche plant ihr in eure BRIGITTE- Diät eine 16-stündige Essenspause ein. Das heißt: Ihr trinkt am Morgen nur einen ungesüßten Tee und esst erst mittags. Oder ihr genießt statt des Abendessens einen Fastentrunk.

Intervallfasten: Auszeiten für den Körper

Beim Intervallfasten können sich Organe und Zellen von der Verdauungsarbeit erholen. Dieses Mini-Fasten ist gesund - und lässt auch die Pfunde purzeln.

Der Latte Macchiato am Nachmittag, das Stück Schokolade vor dem Fernseher - wenn wir genau hinschauen, merken wir, dass wir oft deutlich mehr als drei Mahlzeiten am Tag zu uns nehmen. Wirklich lange Essenspausen sind eher selten. Für den Körper bedeutet das: Organe und Zellen haben unentwegt zu tun. Zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse.

Nach dem Essen steigt der Zuckergehalt im Blut. Um den Zucker vom Blut in die Zellen zu schleusen, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Der Blutzuckerspiegel sinkt wieder. Je häufiger wir etwas essen, desto häufiger muss der Körper Insulin ausschütten. Die Folge: Die Zellen werden zunehmend unempfindlich gegen das Hormon. Auf diese Weise kann eine Insulinresistenz entstehen - und damit die Vorstufe zu Diabetes.

Schlank durch Pausen

Wenn wir beim Essen dagegen Pausen einhalten, statt ständig vor uns hin zu snacken, helfen wir dem Körper, gesund zu bleiben. Auch die Zellen bekommen so die Gelegenheit, sich selbst zu reinigen. Im Laufe der Zeit sammeln sich in unseren Zellen nämlich beschädigte und verbrauchte Bestandteile an, die die Zellen aus eigener Kraft abbauen und wiederverwerten können. Eine Art körpereigene Müllabfuhr also, Experten nennen es Autophagie.

Diesen Prozess stören wir, wenn wir pausenlos essen. Funktioniert der Selbstreinigungsprozess nicht richtig, können wir uns schneller einen Infekt einfangen oder eine Krankheit wie Diabetes entwickeln.

Die Pausen haben aber noch einen Vorteil: Wir nehmen dabei ab. Das Prinzip nennt sich Intervallfasten oder auch intermittierendes (lat. für unterbrechen, zeitweilig aussetzen) Fasten, und es bedeutet, regelmäßig über mehrere Stunden nichts zu essen, und zwar zwischen vier und 24 Stunden lang.

Das Gute an dieser Art Mini-Fasten: Wenn er nicht ständig Nachschub bekommt, geht der Körper an seine Fettreserven.

So geht Intervallfasten

Gut funktioniert das zum Beispiel mit Hilfe der 16/8-Methode. Bei dieser Form des Intervallfastens verzichtet man innerhalb von 24 Stunden jeweils 16 Stunden auf Essen, die restlichen acht Stunden ernährt man sich normal. Eine wunderbare Methode, die sich gar nicht nach Diät und Verzicht anfühlt, sondern auch eine neue Lebensweise werden kann- wie auch Dr. Eckart Hirschhausen im Interview mit dem Stern zu berichten weiß: rund zehn Kilo hat er auf diese gesunde Weise verloren.

Wer morgens ohnehin nicht gerne isst, lässt zum Beispiel einfach das Frühstück weg, die erste Mahlzeit gibt es dann erst mittags, zum Beispiel um zwölf Uhr, die zweite abends um 20 Uhr. Zwischen Abend- und Mittagessen am nächsten Tag liegen 16 Stunden Pause.

Alternativ kann man auch ganz normal frühstücken und dafür das Abendessen weglassen. Wer noch mehr will, dehnt die Essenspausen auf 18 oder 20 Stunden aus - oder isst sogar nur einmal am Tag.

Eine andere Form des Intervallfastens ist die 5/2- Diät. Dabei isst man an fünf Tagen in der Woche normal, an zwei Tagen beschränkt man sich auf 500 bis 600 Kalorien. Eher abzuraten ist von Intervallfasten-Programmen, bei denen man im Wechsel einen Tag isst und einen Tag komplett fastet. Da das Hungergefühl dabei sehr groß ist, haben diese sich in Studien für die Teilnehmer als schwer durchzuhalten erwiesen.

Und so unangenehm muss es auch nicht sein, denn schon die 16-stündigen Essenspausen haben zahlreiche positive Effekte: Das Gewicht sinkt, die Werte für Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin verbessern sich, die Stimmung hellt sich auf.

Und wer durch Überernährung bereits eine Insulinresistenz oder Fettleber gebildet hat, kann diese aktiv zurückbilden. Welche der verschiedenen Intervallfastenmethoden am effektivsten wirkt, ist übrigens noch nicht erforscht. Am besten: ausprobieren und gucken, was am besten funktioniert.

Die Wochenpläne

Dreimal pro Woche eine Mini-Fastenzeit einzulegen, ist gar nicht schlimm, wenn man sonst die leckeren Diätgerichte essen darf.

Der normale 7-Tage-Plan (ca.1200 kcal/Tag)

1. Tag Morgens: Birnen-Kompott mit Schoko-Amaranth Mittags: Blumenkohl-Salat mit Garnelen Abends: Paprika-Filets mit Couscous

2. Tag Morgens: Fastenzeit Mittags: Gratinierte Spirelli auf Chicorée Abends: Blumenkohl-Salat mit Garnelen

3. Tag Morgens: Birnen-Kompott mit Schoko-Amaranth Mittags: Toast mit Senf-Eier-Salat Abends: Gelbes Linsen-Gemüse-Curry

4. Tag Morgens: Müsli-Drink Mittags: Paprika-Filets mit Couscous Abends: Fastenzeit

5. Tag Morgens: Müsli-Drink Mittags: Gelbes Linsen-Gemüse-Curry Abends: Toast mit Senf-Eier-Salat

6. Tag Morgens: Fastenzeit Mittags: Rote Zwiebelsuppe mit Käse-Croûtons Abends: Gratinierte Spirelli auf Chicorée

7. Tag Morgens: Masala-Omelett mit Pilzen Mittags: Rote Zwiebelsuppe mit Käse-Croûtons Abends: Spitzkohl, Senfsoße und Rollmops

Der vegetarische 7-Tage-Plan (ca.1200 kcal/Tag)

1. Tag Morgens: Müsli-Drink Mittags: Röstkartoffelsalat mit Cottage Cheese Abends: Toast mit Senf-Eier-Salat

2. Tag Morgens: Müsli-Drink Mittags: Röstkartoffelsalat mit Cottage Cheese Abends: Fastenzeit

3. Tag Morgens: Masala-Omelett mit Pilzen Mittags: Toast mit Senf-Eier-Salat Abends: Gelbes Linsen-Gemüse-Curry

4. Tag Morgens: Fastenzeit Mittags: One-Pot-Pasta mit Brokkoli Abends: Toast mit Senf-Eier-Salat

5. Tag Morgens: Birnen-Kompott mit Schoko-Amaranth Mittags: Gelbes Linsen-Gemüse-Curry Abends: Warme Gemüse-Antipasti mit Fetacreme

6. Tag Morgens: Birnen-Kompott mit Schoko-Amaranth Mittags: Pastinakenstampf, glasierte Pilze und Feldsalat Abends: Fastenzeit

7. Tag Morgens: Masala-Omelett mit Pilzen Mittags: Warme Gemüse-Antipasti mit Fetacreme Abends: One-Pot-Pasta mit Brokkoli

Die Einkaufslisten gibt es hier: www.brigitte.de/einkaufslisten2018

Rezept-Tipp für Gemüsebrühe:

Gemüsebrühe als Fastentrunk (5 Gläser)

  1. In einem großem Topf 200 g braune Champignons in 1 EL Olivenöl andünsten.
  2. 1 Bund fein gewürfeltes Suppengemüse (500 g), 200 g gehackte Tomaten, 1 geviertelte Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 4 Petersilienstiele, 3 Pimentkörner, 1/2 TL schwarze Pfefferkörner, 1 EL getrocknete italienische Kräuter und 2 Lorbeerblätter zugeben und mit den Pilzen vermischen.
  3. Gemüse mit 3—3,5 Liter Wasser bedecken und im offenen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 50 Minuten kochen.
  4. Gemüsebrühe durch ein feines Sieb gießen, Gemüsereste etwas ausdrücken und zur Seite stellen. Gemüsebrühe im offenen Topf etwa auf die Hälfte einkochen lassen.
  5. Heiße Brühe mit Meersalz abschmecken, in saubere Schraub- oder Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen. Kalte Brühe im Kühlschrank (ca. 5 Tage) oder Tiefkühler aufbewahren.

Pro Glas ca. 20 kcal, ED 0,1, E 0 g, F 2 g, KH 0 g, Ballaststoffe 0 g.

Die Einkaufslisten

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