Schonkost: So entlastest du deine Verdauung

Schonkost (auch "leichte Kost") entlastet das Verdauungssystem und wird daher oft bei Krankheiten eingesetzt, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Wir erklären, was du über Schonkost wissen solltest.

Was ist Schonkost?

Schonkost ist eine Diät, die den Magen-Darm-Trakt entlastet und die Verdauung erleichtern soll. Sie wird häufig nach dem Fasten für einen langsamen Wiedereinstieg ins Essen oder bei bestimmten Krankheiten empfohlen, um das Wohlbefinden zu verbessern. 

Gesund ernähren: Wann wird Schonkost eingesetzt?

Die magenschonende Ernährungsweise wird vor allem bei folgenden Beschwerden als gut bewertet:

  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Sodbrennen
  • Bauchschmerzen
  • Magen-Darm-Grippe
  • Magenschleimhautentzündung
  • Übelkeit / Erbrechen

Was passiert durch Schonkost im Körper?

Die Ernährungsumstellung hat folgende Wirkungen auf den Körper:

  • Entlastet das Verdauungssystem
  • Lindert Beschwerden
  • Unterstützt den Körper bei der Selbstheilung

Die Ernährungsphasen bei Schonkost

Während man sich früher bei Schonkost durch typische Hausmittel eher einseitig ernährt hat, zum Beispiel nur mit Zwieback, Brühe und Tee, wird heute eine leichte Vollkost und der Verzehr von viel Wasser (mindestens zwei bis drei Liter täglich) empfohlen. Die Ernährungsumstellung wird in mehreren Phasen umgesetzt, diverse leichte Rezepte helfen beim Durchhalten. So verläuft die Umstellung:

1. Phase: Tee und Brühe

Ungesüßter Tee, Brühe, Haferschleim, Haferflockensuppe, Reis, Knäckebrot, Toastbrot und Zwieback stehen für ein bis drei Tage auf dem Speiseplan. Die Kohlenhydrate aus diesen Lebensmitteln sind leicht verdaulich, es gibt nur wenig Fett.

2. Phase: Leichte Aufbaukost

Für die nächsten sieben bis zehn Tage kommen zu den bereits genannten Speisen noch leichte Energiebringer aus Kohlenhydraten und Eiweiß wie Honig, Magerquark, Kompott, leicht verdauliches Gemüse und Obst (z. B. Apfel, Melone, Banane, Zucchini und Karotten), Kartoffelpüree, mageres Fleisch und Fisch. Das Essen bleibt weiterhin fettarm.

3. Phase: Leichte Aufbau-Vollkost

Das ist quasi die Ausprobierphase, in der du testen kannst, welche zusätzlichen Speisen dein Magen verträgt. Milde und verdünnte Fruchtsäfte, Kaffee, fettarme Milchprodukte sowie Gebäck dürfen jetzt wieder verzehrt werden, damit der Körper mehr Ballaststoffe bekommt. Verzichten solltest du auf rohes Gemüse und Salate, da beides die Verdauung belastet. Die Phase kann so lange beibehalten werden, wie du möchtest bzw. bis die gesundheitlichen Beschwerden abgeklungen sind. 

Entspannter Darm: Worauf sollte ich bei Schonkost verzichten?

Einige Lebensmittel eignen sich für Schonkost-Rezepte nicht, da sie den Magen nicht schonen. Dazu zählen:

  • Fette Speisen (z. B. Fertigprodukte und Fast Food)
  • Blähende und schwer verdauliche Gemüsearten (z. B. Kohl, Pilze, Gurken, Knoblauch, Paprika, Tomaten)
  • Rohkost
  • Nüsse
  • Gebratene oder gepökelte Speisen (für Rezepte lieber kochen, dämpfen, grillen)
  • Vollfette
  • Milchprodukte
  • Steinobst
  • Scharfe Gewürze
  • Alkohol
  • Süßspeisen
  • Frische Zitrusfrüchte

Hier findest du übrigens alles, was du über Heilfasten und Saftfasten wissen solltest und wie du die Verdauung anregen kannst!

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Schonkost: Frau isst Brühe
Schonkost: So entlastest du deine Verdauung

Schonkost (auch "leichte Kost") entlastet das Verdauungssystem und wird daher oft bei Krankheiten eingesetzt, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Wir erklären, was du über Schonkost wissen solltest.

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